Die Hälfte aller Eltern unterstützt ihr Kind noch finanziell, wenn dieses schon längst erwachsen ist

Eine Studie der britischen Großbank HSBC hat herausgefunden, dass immer mehr Eltern ihre Kinder immer länger finanziell unterstützen.


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Kinder unterstützen

Knapp die Hälfte aller Eltern unterstützt ihr Kind auch noch finanziell, wenn dieses schon über 30 ist.


© iStock
„The Power of Protection: Facing the future“ heißt die globale Studie der HSBC, die sich die Finanzgepflogenheiten von über 13.000 Personen in 13 Ländern angeschaut hat.

Eines der überraschendsten Ergebnisse der Befragung war wohl dieses: Die Hälfte aller Eltern unterstützt ihr Kind noch regelmäßig finanziell, auch wenn dieses schon längst volljährig ist. Fast 50 Prozent der Befragten gaben an, ihr Kind – das mittlerweile gut über 30 ist  – schon für über zwölf Jahre finanziell zu unterstützen – und das obwohl 60 Prozent der Befragten denken, dass sich erwachsene Kinder eigentlich selbst finanzieren können sollten.

Bereiche in denen Eltern ihre volljährigen Kinder unterstützen


Mit 59 Prozent nimmt der Faktor Bildung den ersten Rang ein – über die Hälfte aller Eltern unterstützt den Nachwuchs also hingehend der Kosten für Studium und Ausbildung. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Eltern unterstützt ihr Kind bei den alltäglichen Kosten des Lebens, wie Lebensmitteln und Stromrechnungen. 33 Prozent helfen ihrem Nachwuchs beim Thema Gesundheitsversorgung, während 27 Prozent sich an den Kosten für die Miete beteiligen. 27 Prozent – das heißt ein Elternteil aus vieren – greifen ihrem Nachwuchs sogar beim Thema Urlaub unter die Arme.

Das Schöne: Für die meisten Eltern ist es ein schönes Gefühl, ihre Kinder unterstützen zu können. 70 Prozent denken, dass sie ihre Kinder gut versorgen können und 61 Prozent fühlen, dass sie für ihre Unterstützung auch Anerkennung von ihren Kinder zurückbekommen. 

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Die Kosten des Kinderkriegens

Die Studie hat auch herausgefunden, dass Eltern im Mittleren Westen und in Asien ihr Kind häufiger und länger finanziell unterstützen als Eltern in Europa und Amerika.

Im Durchschnitt verbrauchen Eltern 37 Prozent ihres Einkommens, um ihren erwachsenen Kindern finanziell unter die Arme zu greifen. Über die Hälfte (56 Prozent) sparen bei sich selbst, um ihr volljähriges Kind unterstützen zu können. 12 Prozent machen sogar Schulden, um damit ihrem Kind helfen zu können.
Unterstützung auch andersrum

Die Studie der HSBC hat allerdings auch herausgefunden, dass 54 Prozent aller erwachsenen Personen ihre Eltern unterstützen. Altersarmut und niedrige Renten sind hier der Hauptgrund, warum sich Kinder verpflichtet fühlen, ihren Eltern finanziell unter die Arme zu greifen.

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von Nicole Metz




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