Eigene Regeln mit denen anderer Familien vergleichen


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Eigene Regeln mit denen anderer Familien vergleichen

An diesem Beispiel können wir ihnen dann auch erklären, warum wir uns von anderen Leuten unterscheiden, einander aber dennoch brauchen: Denn kein Club ist sich selbst genug. Damit alle Spaß haben und fröhliche Fans sein können, braucht es eine Liga. Und als Vereinspräsidentinnen und Manager in der Familien-Liga sind wir dafür verantwortlich, dass es fair und regelgerecht zugeht, wenn wir auswärts spielen: Kummer entsteht dabei oft dadurch, dass mancher nicht widerstehen kann, ein kleines bisschen anzugeben. „Bei einer Freundin von mir gibt es ein einziges Problem“, erzählt etwa Elke, „Äußerlichkeiten. Es gibt kein Treffen ohne Klamotten-Kommentare wie: ,Oh, dein Junge hat heute aber wieder eine extreme Hochwasser-Hose an.'“ Das nagt natürlich, obwohl Elke weiß, dass „Na und?“ die  einzig passende Antwort wäre. Schließlich sind die kurzen Hosenbeine ja keine Lifestyle-Inszenierung, sondern der ausdrückliche Wunsch des bewegungsfreudigen Sohnemanns, der keine langen Hosen leiden mag. Beliebte Felder ganz unnötiger Reibereien sind auch
  • Ernährung und
  • Heilkunde, gerade bei den Kleinsten.
Gern vertreiben sich viele Eltern die Zeit damit, einander vorzuspielen, wie toll sie „Bio“ draufhaben, wie wunderbar sie Babys Bewegung fördern und seinen hellen Verstand wach kitzeln und was für eine hochdifferenziert-kritische Einstellung sie sich zur Frage der Sechsfach-Impfstoffe erarbeitet haben. Aber mal ehrlich: Viel spannender werden Freundschaften und das Zusammenleben doch, wenn wir den kleinen Missionar in uns auch einmal zu ausgedehnten Schweige-Exerzitien schicken.