Geschwisterstreit: So bleibt der Familien-Zoff fair

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Geschwisterstreit: So bleibt der Familien-Zoff fair

Bei Geschwistern gehört Streit leider oft zum Alltag. In Ausnahme-Situationen wie der Corona-Krise umso mehr. So nervig das für Eltern auch sein mag: Ein Geschwisterstreit ist nicht weiter schlimm, wenn alle fair bleiben.

Der Klassiker: Geschwisterstreit um Spielzeug & Co

Einer der häufigsten Gründe für Geschwisterstreit ist der Zank ums Spielzeug und Co. Vor allem kleine Kinder sind hier Aggressoren. Gerecht teilen können Kinder frühestens mit etwa sieben Jahren. Erst dann können sie verstehen, dass man auch mal verzichten muss und dafür später einen Ausgleich bekommt.

Das können Eltern tun: Jedes Kind braucht Spielzeug, das nur ihm gehört und für andere tabu ist, gut sind Erkennungsaufkleber. Für gemeinsame Dinge gibt es eine Familienkiste – und sonst gilt: Darf heute der eine mit etwas spielen, ist morgen der andere dran.

Geschwisterstreit durch Konkurrenz unter Geschwistern

Ein weiterer häufiger Grund für Geschwisterstreit ist der Konkurrenzgedanke. Viele Eltern versuchen, alle ihre Kinder gleich zu behandeln, um niemandem weh zu tun. Das geht allerdings schon deshalb schief, weil Kinder nunmal nicht gleich sind. Eltern sollten Ungleichheiten akzeptieren und jedes Kind altersangemessen behandeln. Das funktioniert am besten mit kleinen Absprachen: Natürlich bekommt der Ältere mehr Taschengeld, der Kleinere darf dafür aber zum Beispiel den nächsten Kinofilm aussuchen.

Is klar: Eltern sollten im Alltag natürlich kein Kind bevorzugen. Auch Vergleiche der Geschwister untereinander heizen die Gemüter manchmal unnötig an.

Wichtig: Lasst euch von euren Kindern nicht gegeneinander ausspielen. Und: Lasst nicht zu, dass sie versuchen euch zu manipulieren. Es muss klar sein, dass Petzen unfair ist und nicht belohnt wird.

Was Eltern bei einem Geschwisterstreit tun können

  1. Konkurrenz: Bei Geschwisterstreit ist es nicht Ihre Aufgabe, Partei zu ergreifen. Vor allem, wenn Sie immer dasselbe Kind (meist das jüngere) in Schutz nehmen, fühlt sich das andere zu Recht unfair behandelt.
  2. Konflikte lösen: Zu einem Geschwisterstreit gehören immer zwei. Versuchen Sie nicht zu rekonstruieren, wer Schuld hat. Stattdessen sollten Sie den Streithähnen zeigen, dass sie ernst genommen werden. Nur wenn sich Kinder in ihrer Wut verstanden fühlen, sind sie in der Lage, sich in den Standpunkt des anderen hineinzuversetzen und selbst eine Lösung zu finden.
  3. OOOMMMM: Drohungen und Strafen bringen nichts.
  4. Trennung: Geschwister, die nicht gut miteinander auskommen, sollten sich kein Zimmer teilen. Falls nicht genug Platz ist, helfen Trennwände oder Regale.
  5. Einmischen oder raushalten? Am besten schreiten Eltern bei einem Geschwisterstreit erst ein, wenn alles ausgesprochen ist und der Streit sich im Kreis zu drehen beginnt.
  6. Spätestens wenn der Geschwisterstreit in Handgreiflichkeiten überzugehen droht, sollten Sie aber eine Grenze ziehen. Oft bleibt dann nur noch übrig, die Kampfhähne zu trennen.

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