Verhaltensregeln bei Gewitter: Was tun bei Blitz und Donner?

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Verhaltensregeln bei Gewitter: Was tun bei Blitz und Donner?

Bei heißen Temperaturen steigt nicht nur die Badelust, sondern auch das Gewitterrisiko. Wenn ihr euch bei Blitz und Donner mit eurer Familie im Freien aufhaltet, heißt es schnell reagieren.

Bei Gewitter gilt: raus aus dem Wasser und Schutz suchen

Der Sommer bringt nicht nur Sonnenschein mit sich, sondern auch die ein oder andere Wetterkapriole mit heftigem Gewitter. Gerade wenn ihr mit euren Kindern im Freibad, am See, auf dem Spielplatz oder im Park seid, ist es wichtig auf Blitz und Donner richtig zu reagieren. Denn im schlimmsten Fall droht euch Lebensgefahr!

Wie verhaltet ihr euch bei Gewitter richtig?

Selten taucht ein Gewitter aus dem Nichts auf. Meist gibt es deutliche Zeichen, die den nahenden Sturm ankündigen, z. B. aufkommender Wind und dunkle Wolken. Wer sich nicht als Wetterexperte berufen fühlt, wirft bei Ausflügen am besten regelmäßig einen Blick auf seine Wetterapp. Mit aktivierten Push-Nachrichten bekommt ihr immer die aktuellsten Wettermeldungen.
Ist das Gewitter erst einmal da und ihr mit euren Kindern noch draußen ohne Möglichkeit in einem Gebäude Schutz zu suchen, dann gilt folgendes:

  • Bäume meiden (alle Bäume*)
  • In die Hocke gehen
  • Kopf schützen
  • Keinen Schirm aufspannen
  • Sofort aus dem Wasser (egal ob See, Schwimmbad, Meer oder Planschbecken)

Wo seid ihr vor Blitz und Donner sicher?

Erinnert ihr euch aus eurer Schulzeit noch an den Begriff “Faradayscher Käfig”? Wenn nicht, fragt mal eure Kinder. Ein gutes Beispiel für so einen Käfig, der Blitzenergie an seiner Hülle ableitet, ist ein Auto. Deshalb seid ihr in eurem Auto bei einem Gewitter gut vor Blitzen geschützt. Dabei unbedingt darauf achten, die Fenster zu schließen!
Wer mit dem Fahrrad, Laufrad oder Tretroller unterwegs ist, sollte von diesen hingegen möglichst schnell absteigen und sich davon entfernen.
Im Gegensatz zu Blitzen ist Donner übrigens nicht gefährlich, sondern nur laut. Angst muss man vor dem Grummeln und Grollen jedoch nicht haben.

Wie entsteht ein Gewitter?

Und während ihr mit eurer Familie hoffentlich einen sicheren Unterschlupf gefunden habt und abwartet, dass das Gewitter vorbeigezogen ist, könnt ihr euren Kindern gleich noch erklären, wie ein Gewitter entsteht: Durch starke Sonneneinstrahlung erhitzten sich Boden und Wasserfläche und es kommt zu erhöhter Wasserverdunstung. Die feuchtwarme Luft steigt auf und sammelt sich in den Wolken bis sich irgendwann eine Gewitterwolke bildet. Die Wassertröpfchen in der Wolke reiben aneinander, sodass elektrische Ladung entsteht. Blitze sind die sichtbare elektrische Entladung dieser Energie. Dabei erhitzt sich die Luft um den Blitz und dehnt sich dadurch aus, was wir über den Schall als Donner wahrnehmen.
Je kürzer der zeitlich Abstand zwischen Blitz und Donner, desto näher ist das Gewitter. Liegen nur noch zehn oder weniger Sekunden zwischen Licht und Rumms, ist das Gewitter direkt über euch und ihr solltet euch dringend in Sicherheit bringen.

Bringt euren Kindern bei, dass sie vor Gewitter keine Angst, aber Respekt haben sollten und wie sie sich im Ernstfall richtig verhalten. Gerade für ältere Kinder, die schon ohne euch unterwegs sind, ist das wichtiges (Über-)Lebenswissen!

*Bitte nicht an das alte Sprichwort “Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen" halten, sondern ALLE Bäume meiden.

Bildquelle:

Getty Images

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