"I got a mom crush"

Der Mom Crush ist jene unvernünftige Schwärmerei, von der keine Mutter gänzlich befreit ist. Sängerin Amy Perry hat es mit diesem großartig sarkastischen Song auf den Punkt gebracht.


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„I got a mom crush“. Ein ehrliches Geständnis, dass die Sängerin Amy Perry hier trällert. Sie selbst ist Mama und beschreibt in ihrem Lied ein Phänomen, vor dem keine Mutter gänzlich unberührt ist: Der Vergleich mit anderen Müttern. Die Konkurrenz zu anderen, perfekteren Müttern.

Der Mom Crush, eine unvernünftige Schwärmerei


Hand aufs Herz. Wahrscheinlich hat ihn jeder, so ein bisschen, im Geheimen: einen Mom-Crush. Jene Schwärmerei zu dieser einen Mutter, die man eigentlich nicht kennt, der man nur über Instagram, Pinterest oder Facebook überall hin folgt. Man bewundert ihren Newsfeed, die schicken Schuhe, die langen Haare, das aufgeräumte Wohnzimmer, die vorbildlichen Kinder, den aufmerksamen Ehemann mit Waschbrettbauch. Im Grunde ihr ganzes, absurd perfektes Leben. Vielleicht ist es doch eher eine Hassliebe! Wie schafft diese Frau das nur? Woher nimmt sie die Zeit, die Energie und das Geld für all das? 

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Alles nur Fassade. Ja, ja. Rein theoretisch ist einem das bewusst. Doch das Unterbewusstsein hält nicht so viel von der Vernunft. Der Mom-Crush ist eine unvernünftige Schwärmerei. Sie ist Teil eines Märchens, in dem wir auch gerne mitspielen würden. Und zwar nicht als hässliche Stiefschwester,  sondern als Heldin. Und gerade weil diese Phantasterei im Grunde so bescheuert ist, kann man darüber wunderbar Witze machen. Anders überlebt man dieses Mama-Ding ohnehin nicht. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Den hat Perry mit ihrem Song und dem dazugehörigen Musikvideo definitiv bewiesen. Die hässlichen Frotteebademäntel als Outfit sind da nur die gelungene Krönung zu den perfekt sarkastischen Lyriks. „Wenn ich Social Media nutze, fühle ich mich als Mutter permanent inadequat, wenn ich mich mit den anderen Müttern vergleiche. Es ist absolut falsch, aber mit absoluter Sicherheit mache ich es jedes Mal wieder. Ich lasse es zu, dass der Erfolg anderer Mütter mich glauben lässt, ich wäre ein Versager; nicht weil sie mich persönlich angegriffen hätten sondern wegen meiner eigenen Unsicherheit. Wir wollen doch alle perfekt sein und wir tun dafür das, was wir können. Ich hoffe, dieses Video zeigt ein bisschen von dem. Wir sitzen doch alle in einem Boot. Und wir brauchen einander, denn Mama-Sein ist einfach hart!“, schreibt Perry noch als Botschaft dazu. Recht hat sie!

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