Eis, Quarkspeisen und süße Sünden als Nachtisch

Eis darf auch mal sein, besonders, wenn es fettarme Eis-Varianten sind wie zum Beispiel Fruchtsorbets. Bei Quarkspeisen lohnt sich das Selbermachen, denn dabei lassen sich einige Kalorien sparen. Und supersüße Sünden? Sind erlaubt, sollten aber die Ausnahme bleiben.


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Darf auch mal sein: Eis als Nachtisch


Zwar nicht ganz so perfekt wie Obst, aber immer noch überraschend wirkstoffreich und damit eine gute Wahl ist Eis als Nachtisch. „Gerade Milchspeiseeis schmeckt nicht nur lecker, es ist auch ein wertvoller Kalziumlieferant“, sagt der Gesundheitsexperte Professor Hademar Bankhofer. Dabei ist Eis gar nicht so kalorienreich: Eine kleine Kugel Vanilleeis hat zum Beispiel nur rund 50 Kilokalorien.


Nachtisch: Eis

Vor allem im Sommer beliebter Nachtisch: Eis


Tipp: Je geringer der Milchfettanteil, desto schlanker ist das Eis. Schokoladeneiscreme kann dagegen deutlich mehr Kalorien liefern, weil sie Kakaobutter und damit mehr Fett enthält. Auch Nusseis gehört zu den weniger schlanken Sorten. Wer seinen Kindern mit dem Nachtisch eine Extraportion Vitamin C servieren will, sollte Orangen- oder Zitroneneis wählen.

Am gesündesten ist Eis aber als Fruchtsorbet, denn das enthält überhaupt kein Gramm Fett, dafür besonders viele Vitamine und Mineralstoffe. Und das Beste daran: Es lässt sich auch ohne Eismaschine ganz leicht selbst zubereiten: Einfach einen Viertelliter reinen Fruchtsaft mit 750 Gramm Erdbeeren oder Himbeeren pürieren und für mindestens vier Stunden in die Tiefkühltruhe oder ins Tiefkühlfach stellen. Den Saft vorher eventuell nach Geschmack mit etwas Zucker oder Honig süßen. Wenn Sie tiefgekühlte Früchte nehmen, wird ein gesunder Blitz-Nachtisch daraus, denn dann ist das Sorbet schon so gut wie servierfertig.

Rezepte für Joghurt-Eis am Stiel
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    Erdbeerjoghurt-Eis

    Für vier bis sechs Formen:

    • 125 g Erdbeeren
    • 40 g Puderzucker
    • 1 frisches Ei
    • 75 g Naturjoghurt

    Die Beeren mit einem Esslöffel Zucker pürieren und das Ei mit dem Restzucker cremig schlagen. Joghurt und Beerenmus vorsichtig untermischen, die Masse in die Förmchen füllen und mindestens sechs Stunden gefrieren lassen.

  • 2 / 2
    Beeren-Eis

    Für vier bis sechs Formen:

    • 125 g Beerenfrüchte
    • 100 g Puderzucker
    • 1/2 Zitrone
    • 125 ml Wasser

    Beerenfrüchte pürieren. Wenn Brombeeren oder Himbeeren dabei sind, die Masse durch ein Sieb streichen, damit im Eis später keine Kerne sind. Mit Wasser, Puderzucker und dem Saft einer halben Zitrone gründlich pürieren, in die Formen füllen - und ab ins Tiefkühlfach!


 
Quarkspeisen und Pudding selber zu machen lohnt sich!

Auch Joghurt- oder Quarkspeisen als Nachtisch liefern wichtige Vitamine und Mineralstoffe, vor allem den Knochenhartmacher Kalzium. Extra gesund und außerdem schmackhaft sind auch hier Mischungen mit Obst: Durch die Fruchtsäuren wird das im Milchprodukt enthaltene Kalzium besonders gut aufgenommen.

Gerade bei Joghurt-Speisen lohnt es sich, so oft wie möglich selbst zum Rührlöffel zu greifen, denn Fertigprodukte aus dem Kühlregal sind meistens viel zu süß und fettig. Besonders, wenn es sich um spezielle Kinder-Produkte handelt. Selbst wenn auf dem Etikett noch so viele Früchte abgebildet sind: Meist steckt kaum Obst drin. Für den Fruchtgeschmack sorgen vor allem Aromastoffe.

Bei Pudding als Nachtisch lohnt sich ebenfalls das Selberkochen. Fix-und-Fertig-Produkte aus dem Kühlregal enthalten nämlich fast immer viel Zucker, viel Fett, viele Zusatzstoffe - aber nur wenig Milch. Doch gerade die Milch macht diesen beliebten Nachtisch-Klassiker so gesund. Egal, ob er nach Vanille, Schokolade oder Karamell schmeckt. Gerade Schokoladenpudding hat allerdings einen weiteren Vorteil - auch wenn er grundsätzlich etwas „mächtiger“ ist als Vanillepudding: Er kann geschmacklich durchaus mit Tafelschokolade konkurrieren, enthält aber wesentlich weniger Kalorien. Kinder, die Schokolade lieben, sind mit einer Portion Schokoladenpudding also besser bedient. Der darf übrigens ruhig aus der klassischen Pudding-Pulver-Tüte stammen. Mit rund 120 Kalorien geht ein Schälchen davon durchaus noch als schlanke süße Sünde durch. Bei Vanillepudding aus der Tüte sind es sogar noch ein paar Kalorien weniger.

Viele dieser Produkte kommen ohne kritische Zusatzstoffe aus. Da lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste. Je kürzer sie ist, desto besser. Pudding von A bis Z selber zu kochen, ist allerdings auch nicht schwer und dauert kaum länger.

Rezepte für Rote Grütze und Vanillepudding
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    Rote Grütze

    Diese norddeutsche Süßspeise enthält viele Vitamine, Mineral- und Pflanzenschutzstoffe Für sechs Portionen brauchen Sie:

    • 600g gemischte Beerenfrüchte und Sauerkirschen (frisch oder TK)
    • 1 Zitrone
    • 1/2 Vanillestange
    • 150 gr Zucker
    • 100 gr Maismehl

    Die Beeren vorbereiten und mit 1/2 Liter Wasser, dem Saft der Zitrone,  Zucker und der halben Vanillestange 10 Minuten köcheln lassen. Maismehl mit 1/2 Liter kaltem Wasser vermengen, unter die kochenden Früchte rühren und alles kalt stellen.

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    Vanillepudding

    Dieses wackelnde Festtags-Rezept ist durch das Eigelb zwar nicht gerade kalorienarm - dafür aber wirklich köstlich Für vier Portionen benötigen Sie:

    • 6 Eigelb
    • 100g Zucker
    • 40g Weizenstärke
    • 1/2 Liter (fettarme) Milch
    • 1 Vanilleschote.

    Das Eigelb wird mit der Hälfte des Zuckers in einer Schüssel schaumig geschlagen und mit der Weizenstärke verrührt. Die Milch mit dem Restzucker und der ausgekratzten Vanilleschote fünf Minuten köcheln lassen. Schote entfernen und dann 1/3 der Milch in die Ei-Masse rühren. Zur restlichen Milch zurückgießen, weiterrühren und vorsichtig zwei Minuten köcheln lassen. Schon ist die wabbellige Leckerei fertig. Guten Appetit!



Supersüße Sünden

Keine neuen Erkenntnisse über den Gesundheitswert sollten große und kleine Nachtisch-Fans dagegen von besonderen Desserts wie einer Portion Sahneeis mit Schlagsahne und Schokoladensoße oder Mousse au Chocolat erwarten: Alles, was mit viel Sahne, Fett und Zucker zubereitet wird, gehört eindeutig in die Rubrik „supersüße Sünde“.

Doch auch solche sind durchaus ab und zu erlaubt! Wer sagt denn, dass das Essen jeden Tag gesundheitspädagogisch korrekt sein muss? Hauptsache, im Durchschnitt stimmt´s. Zu besonderen Anlässen sind deshalb auch mal Kalorienbomben erlaubt - solange sie die Ausnahme bleiben.

Fazit: Obst und Joghurtspeisen sind immer okay. Ein klassisches, süßes Dessert sollte aber immer etwas Besonderes bleiben, auf das sich kleine Feinschmecker ruhig auch länger freuen dürfen. So wie auf das Mousse au Chocolat zu Weihnachten - oder auf Omas Pudding, immerhin jeden Mittwoch.


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