Flohbisse bei Menschen

Flöhe sind in unseren Breitengraden zwar nicht gefährlich, Flohbisse bringen aber einen unangenehmen Juckreiz mit sich. Erfahren Sie, wie Sie sich und Ihre Kinder vor den Parasiten schützen und was Sie bei Flohbissen tun können.


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Der Floh


Floh

Menschenfloh


© Thinkstock

Flöhe sind Parasiten, die ein bis sieben Millimeter groß werden und sich, wie Kopfläuse, von Blut anderer Lebewesen ernähren. Mit ihrer enormen Sprungkraft von bis zu einem Meter können sie sich schnell von Wirt zu Wirt weiterbewegen. Zwar gibt es verschiedene Floharten, wie etwa den Katzen-, Hunde- und Menschenfloh, jedoch sind Flöhe im Allgemeinen in Bezug auf ihren Wirt nicht wählerisch. Erwachsene Flöhe können bis zu zwei Monate ohne Nahrung überstehen. Am liebsten hat es der Floh geschützt und warm zwischen Fell oder Haaren.

Flohbisse beim Menschen kein Zeugnis mangelnder Hygiene
Der Menschenfloh, der auch Krankheiten übertragen kann, ist zwar weltweit verbreitet, aber durch den hohen Hygienestandard in Mitteleuropa weitestgehend ausgestorben. Daher stammen hier Flohbisse beim Menschen eher von anderen Floharten. Vor allem Haustierbesitzer werden unliebsame Begegnungen mit Katzen- oder Hundeflöhen kennen. Aber auch nach einem Besuch im Streichelzoo kann ein Kind Flohbisse oder Flöhe als unerwünschte Souvenirs mit nach Hause bringen. Einmal in der Wohnung nisten sich Flöhe gern in Matratzen, Polstern, Teppichen und Kleidung ein und vermehren sich dort munter weiter. 

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Flohbisse treten in Gruppen auf

Flohbisse erkennen Sie an hellroten, leicht erhabenen Flecken, die etwa einen Zentimeter groß sind und in Gruppen oder Reihen nah beieinander auftreten. Die Stiche jucken mitunter heftig, weshalb Kinder zu starkem Kratzen neigen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind die Bissstellen nicht aufkratzt, um Infektionen durch das Eindringen von Krankheitserregern zu vermeiden. 

Flohbisse treten in Gruppen auf

Flohbisse können leicht mit Masern oder einer allergischen Reaktion verwechselt werden, weshalb Sie gegebenenfalls die Diagnose eines Arztes einholen sollten.


© Wikipedia

Was Sie bei Flohbissen tun können

Zunächst sollten Sie sich vom Arzt oder in der Apotheke eine Salbe empfehlen lassen, die den Juckreiz mildert. Bewährt bei juckenden Insektenstichen oder Ekzemen haben sich beispielsweise Fenistil-Gel oder eine Cardiosperum-Salbe. In Fällen von besonders extremem Juckreiz wird der Arzt eventuell auch Medikamente zum Einnehmen verschreiben. Homöopathische Mittel dafür sind zum Beispiel Sulfur D20 Trit. Weleda, Calcium-Quercus Glob. Wala oder Urtica comp. Glob. Wala.

Lesen Sie auf Seite 2 weiter: Was kann man gegen Flöhe tun?







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Kommentare
  • Ute aus München

    Homöopathische Mittel als Empfehlung bei Flohbissen? Seufz.

    Nach der homöopathischen Lehre helfen Globuli bei Beschwerden, die sie beim Gesunden hervorrufen. Sulfur in einer Konzentration von wenigen Atomen in einem ganzen Globulifläschchen ruft beim Gesunden also Ihrer Meinung nach Flohbisse hervor?
    Das macht ja nicht einmal aus homöopathischer Sicht Sinn.
    Aus naturwissenschaftlicher Sicht sowieso nicht.

    Aber Sie empfehlen ja zusätzlich noch Fenistil. Und wenn die Stiche dann davon oder letztlich von selbst besser wurden (was eigentlich unvermeidbar ist, wer stirbt schon an Flohbissen), dann haben selbstverständlich die Globuli "geholfen". Man macht ja soooo positive Erfahrungen damit.

    Es ist wirklich kein Wunder, dass die Homöopathie bei so viel kostenloser und absolut narrensicherer Empfehlung bei uns so beliebt ist und sich Naturwissenschaftler und Ärzte den Mund fusselig reden, wenn sie Müttern erklären müssen, dass das Placebos sind.

    Traurig.