Mädchen-Hirn während der Pubertät stärker durchblutet als Jungen-Hirn

Eine Studie von US-Wissenschaftlern zeigt, dass das weibliche Gehirn während der Pubertät besser durchblutet ist als das männliche. Was diese Forschungsergebnisse für die Entwicklung bedeuten.


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Hirn-Durchblutung unterscheidet sich in der Pubertät


© Thinkstock
Zwar war bisher bereits bekannt, dass die Hirndurchblutung zu Beginn der Pubertät abnimmt (bei Kindern mehr als 100 ml Blut pro 100g Gehirn, bei Erwachsenen ist die Blutmenge nur noch halb so hoch) und dass das ausgewachsene Frauen-Hirn stärker durchblutet ist als das Männer-Hirn. Aber bisher konnte keine Studie den Beginn des unterschiedlichen Verlaufs der Hirndurchblutung zwischen beiden Geschlechtern aufdecken. Das gelang nun Wissenschaftlern der US-nationalen Akademie der Wissenschaften. Dafür maßen sie bei 922 Jugendlichen im Alter von acht bis 22 Jahren die Blutströme in verschiedenen Phasen der Pubertät unter anderem mit der Magnetresonanztomografie (MRT).

Ergebnis der Untersuchungen: Während die Durchblutung im Gehirn von Mädchen ab ca. 16 Jahren wieder leicht ansteigt, nimmt sie bei Jungen weiter ab.

Was bedeutet das?

Keine Sorge, Ihr Sohn ist deshalb nicht dümmer oder leistungsschwächer als Ihre Tochter oder andere Mädchen im gleichen Alter. Die Unterschiede in der Durchblutung treten vor allem in den Hirnregionen auf, die mitverantwortlich sind für das Sozialverhalten und die Regulierung von Emotionen. Das könnte also erklären, warum Mädchen in der Pubertät mehr zu Stimmungsschwankungen neigen als Jungen. Die Forscher vermuten auch, dass Frauen wegen der stärkeren Durchblutung in den emotionalen Hirnarealen dem männlichen Geschlecht in emotionalen Aufgaben überlegen sind.

Was bringen die Ergebnisse?

Die Ergebnisse der Untersuchung können vor allem bei der weiteren Erforschung psychischer Erkrankungen, wie z.B. Depressionen, helfen. Weitere Studien sollen zeigen, ob die bessere Hirndurchblutung von Mädchen auch mit deren erhöhtem Risiko für Affekt- und Angststörungen zusammenhängt.

Außerdem können die Untersuchungsergebnisse dabei helfen, Wachstumstabellen für die gesunde Gehirnentwicklung zu erstellen. Anhand dieser könnte man später beispielsweise Probleme erkennen, bevor sie schwere Erkrankungen auslösen.

(
27.05.2014 / Quelle: wissenschaft.de)

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