Kinder fit machen fürs Internet

Das Internet hält für Kinder viele Möglichkeiten bereit, leichtgläubig und unvorsichtig zu handeln. Den verantwortungsbewussten Umgang hat sich der ‘Safer Internet Day‘ zur Aufgabe gemacht.


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Kinder fit machen fürs Internet

Ein Unterrichtsfach kann Kindern den Umgang mit dem Internet beibringen.


Heute findet zum 8. Mal der ‘Safer Internet Day‘ unter der Schirmherrschaft von EU-Kommissarin Neelie Kroes statt. In der Hauptsache geht es dieses Jahr darum, Kinder webkompetent zu machen. Wie behandele ich die Privatsphären-Einstellungen meines sozialen Netzwerks? Wo kann ich sicher chatten? Welche Seiten sind für mein Alter bestimmt? Und kann ich meine Daten auch bei Bedarf wieder löschen? Folglich, welche Konsequenzen ziehen meine Aktivitäten im Netz nach sich?

Kindern die Fallstricke im Internet zeigen

Einer Studie zufolge sind 98 Prozent der Zehn- bis 18-Jährigen online. Dreiviertel von ihnen nutzen soziale Netzwerke, um mit Freunden verbunden zu sein. Kinder und Jugendliche sind im Internet aktiv und leichtgläubig. Teenager müssen lernen, sich im Internet „selbstbestimmt, selbstbewusst und selbstkritisch“ zu bewegen, meint Dirk Heckmann, Professor für Sicherheitsrecht und Internetrecht an der Universität Passau. Und die Politik müsse ihre Internetpolitik mit der Bildungspolitik abstimmen.

Kinder sollen die Freiheiten des Internets genießen Eine entsprechende Medienerziehung in der Schule soll Kindern und Jugendlichen die kritische Nutzung des Internets erklären. „Mit dem richtigen Wissen können Kinder und Jugendliche die Freiheit des Internets auch genießen“, ist Heckmann überzeugt. Der netzpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz, sieht die Verantwortung auch beim Gesetzgeber und verlangt „klare Regelungen zur Speicherung, Nutzung und Weiterverarbeitung von privaten Daten in sozialen Netzwerken und Webportalen für Geodaten.“

Eltern haften für ihre Kinder

Kinder fit machen fürs Internet

Der verantwortungsbewusste Umgang mit dem Internet gehört zum Erziehungsauftrag.


Da Eltern als Erziehungsberechtigte die Verantwortung für ihre Kinder tragen, müssen auch sie sich informieren, um ihre Zöglinge aufklären zu können. Dabei stellt sich auch die Frage, bis wohin reicht die Aufsichtspflicht und wo beginnt die Privatsphäre. Aufklärung und Kommunikation innerhalb der Familie sind wichtige Faktoren, um Kinder selbstbewusst und kritisch das Internet nutzen zu lassen. Aber auch die Technik kann helfen. Softwarehersteller entwickeln Produkte, die die Nutzung des Internets steuerbar macht.

So surfen Kinder und Eltern sicher im Internet Inhalte können geblockt, Online-Kontakte kontrolliert und die Nutzungszeit begrenzt werden. Mit dem digitalen Radiergummi können Fotos beim Hochladen verschlüsselt werden, die nur von Usern angeguckt werden können, die eine entsprechende Software besitzen.

Tipps für sicheres Surfen im Internet: Kein Download unbekannter Software
Für jeden Computer verschiedene Zugänge, die Eltern sind die Administratoren
So wenig persönliche Informationen wie möglich preisgeben
Keine Angaben über regelmäßige Aufenthaltsorte oder Bewegungsprofile
Firewall, Anti-Viren- und Anti-Spionage-Programme installieren

(welt.de/yahoo.de/presseportal/leo)




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