Mehr Geld für Kinder

Sechs- bis 13-jährige bekommen im Schnitt 10 Prozent mehr Taschengeld als im Vorjahr. Diese und weitere Erkenntnisse gewann die aktuelle KidsVerbraucherAnalyse 2012.


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Mädchen mit Sparschwein

So viel Taschengeld wie nie zuvor: Laut der aktuellen KidsVerbraucherAnalyse geben Eltern wieder mehr Geld für ihre Kinder aus. Foto: Thinkstock


Deutsche Eltern geben mehr Geld für Kinder aus. Zu diesem Ergebnis kam die diesjährige KidsVerbraucherAnalyse (KidsVA)*. Bei den Sechs- bis 13-jährigen stieg die Höhe des Taschengelds im Vergleich zu 2011 um satte 10 Prozent. Durchschnittlich erhalten Kinder in dieser Altersgruppe rund 27,18 Euro Taschengeld im Monat, und damit so viel wie noch nie zuvor.  Die Vier- bis Fünfjährigen bekommen von ihren Eltern zirka 14,26 Euro im Monat, das sind zwei Euro mehr als im Vorjahr.

Geldgeschenke und Markenbewusstsein nehmen zu

Nicht nur beim Taschengeld klingeln die Groschen im Sparschwein. Die befragten Eltern gaben bei der KidsVerbraucherAnalyse 2012 an, dass auch die Geldgeschenke zu Weihnachten, Ostern und zum Geburtstag höher als in den Jahren zuvor ausfallen. Mit steigenden finanziellen Mitteln erhöht sich auch noch etwas anderes: „Hinzu kommen ein gestiegenes Markenbewusstsein bei den Kindern und die generell hohe Bereitschaft der Eltern, Markenwünsche beim Nachwuchs zu erfüllen. Diese Faktoren machen junge Zielgruppen weiterhin zu wichtigen Ansprechpartnern der Wirtschaft“, so Ingo Höhn, Geschäftsführer Egmont MediaSolutions. Im Durchschnitt bekommen Grundschüler derzeit Geldgeschenke von insgesamt 210 Euro jährlich. Vorschüler freuen sich über 167 Euro für die Spardose, in der das geschenkte Geld meistens landet. Oft wird es auch auf einem Sparbuch angelegt oder in Spielzeug, Süßigkeiten und Zeitschriften investiert.


Mädchen mit Zeitschrift und Junge mit Handspielgerät auf Wiese

Blatt für Blatt: 96 Prozent der deutschen Kinder nehmen regelmäßig ein Magazin zur Hand. Im Vergleich dazu fällt die Nutzung von Handspielgeräten, wie zum Beispiel dem Nintendo DS, auf 68 Prozent zurück. Foto: Thinkstock


Zeitschriften bei den Kids immer noch hoch im Kurs Auch im fortgeschrittenen digitalen Zeitalter sind Zeitschriften bei den Sechs- bis 13-jährigen immer noch angesagt. Auf Platz 1 der beliebtesten Kindermagazine landet „Walt Disneys Lustiges Taschenbuch“, knapp gefolgt vom „Micky Maus Magazin“. Fußballbegeisterte Jungs informieren sich mit „Just Kick-it“, Pferdenärrinnen schmökern am liebsten in „Wendy“. Unter den befragten Kindern gaben viele Lesen als Hobby an, Tendenz steigend. Auch unter den Vorschülern greifen mehr als 85 Prozent regelmäßig zu Buch und Magazin. Fast jeder zweite Grundschüler täglich online Laut den Ergebnissen der KidsVerbraucherAnalyse verfügen 80 Prozent der Kinder ab sechs Jahren in Deutschland über einen Computerzugang. In der Altersklasse der über Zehnjährigen ist fast jeder Zweite täglich im Internet unterwegs. Immer mehr Vorschüler im Alter von vier und fünf Jahren haben bereits fundierte Internet- und Computererfahrung. Unter den beliebtesten Zielseiten der Kinder sind die Communitys schuelervz.net, toggo.de und facebook.com. Smartphones und Tablets bei Kindern noch selten Und noch eine Kennziffer der KidsVerbraucherAnalyse 2012: 3,2 Millionen Kinder in Deutschland haben ein eigenes Handy, davon 17 Prozent ein Smartphone. Rund 43 Prozent der befragten Kinder dürfen ab und an das Smartphone der Eltern nutzen. Nur ein Prozent der Sechs- bis 13-jährigen verfügt über einen Tablet-PC. Anders dagegen Spielekonsolen: In 4,2 Millionen Haushalten wird das digitale Spielzeug von der ganzen Familie genutzt. Erfreulicherweise bestätigen die befragten Kinder aber auch, dass klassisches "analoges" Spielzeug immer noch aktuell und sehr beliebt ist.

* Die KidsVerbraucherAnalyse wurde 2012 bereits zum 20. Mal im Auftrag des Jugendmagazinverlags Egmont Ehapa erhoben. Die repräsentative Umfrage untersucht regelmäßig die Mediennutzung und das Konsumverhalten von Kindern in Deutschland. In der KidsVA 2012 wurden 2.032 Kinder und Eltern befragt.


(tat)
 




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