Ich könnt's schon wieder tun: Wenn der Heißhunger kommt

Hilfe, wo kommt der Heißhunger plötzlich her? Warum Sie so machtlos gegen die Heißhunger-Attacken in der Schwangerschaft sind und was Sie dagegen tun können.


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Heißhunger: Schwangere isst eine Torte

Woher kommt der plötzliche Heißhunger?


© Thinkstock
In der Schwangerschaft ändern sich die Essgewohnheiten total. Doch: Woher kommen solch radikale Änderungen der Essgewohnheiten? Und warum haben viele Schwangere so irritierende Heißhunger-Attacken?

Diese Fragen können auch Wissenschaftler nicht ganz genau beantworten. Aber es gibt Theorien: Ein großer Einfluss auf das Geschmacks- und Geruchsempfinden wird der hormonellen Umstellung während der Schwangerschaft zugeschrieben. Sie soll nicht nur für das Chaos der Gefühle, sondern auch für das Chaos in der Ernährung verantwortlich sein. Die entscheidende Rolle spielt offenbar das Schwangerschaftshormon Beta-HCG.

Diese Abkürzung steht für „Beta-humanes Choriongonadotropin“. Es wird am Anfang der Schwangerschaft von den äußeren Zellschichten der befruchteten Eizelle gebildet. Ein Teil der Schwangeren reagiert darauf mit Übelkeit, ein anderer hat Heißhunger. 
Reserven für die Schwangerschaft

Warum aber entwickeln oft gerade sehr schlanke Frauen einen unwiderstehlichen Appetit auf Kalorienreiches, warum sendet ihr Körper ständig Hungersignale? Der Grund liegt wohl darin, dass sich der Körper gezielt die fehlenden Fettreserven für Schwangerschaft und Stillzeit "anfuttern" will. Dass sich Geruchs- und Geschmackssinn mit der Schwangerschaft oft fast schlagartig ändern, hat also seinen Sinn: Es ist ja auch durchaus üblich, dass der morgendliche Kaffee plötzlich nicht mehr schmeckt oder Raucherinnen keine Lust mehr auf Zigaretten haben.

Eine weitere wissenschaftliche These geht davon aus, dass der Körper versucht, über ein gesteigertes Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln einen Vitamin- oder Nährstoffmangel in der Ernährung auszugleichen - etwa durch Heißhunger auf Fleisch einen schlechten Eisenstatus. Das wäre ziemlich clever. Darum: Essen Sie ruhig, was Ihnen schmeckt und worauf Sie Appetit haben - so kurios Ihre Wahl für andere auch sein mag. 

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Mit kleinen Snacks Heißhunger in der Schwangerschaft vermeiden

Das ist ärgerlich für die Figur und auch ungesund. Denn Übergewicht kann zu Schwangerschaftsdiabetes führen und Stoffwechselkrankheiten (Gestose) begünstigen. Dehalb gehört Übergewicht zu den Risikofaktoren in der Schwangerschaft. Gerade zu Beginn der Schwangerschaft sollte die Ernährung nicht üppiger, sondern vor allem ausgewogener und wirkstoffreicher sein. Schließlich steigt zunächst nur der Bedarf an vielen Vitaminen und Mineralstoffen.

Und wenn der Heißhunger in der Schwangerschaft doch zu stark wird? Da heißt es vorbeugen. Das funktioniert, indem Sie Ihren Magen gar nicht erst leer laufen lassen. Denn bei Nahrungsmangel sackt der Blutzuckerspiegel empfindlich ab und zwingt das Gehirn, alle Signale auf „Sofort was Süßes“ zu setzen. Zucker in Form von Glukose (Traubenzucker) ist nämlich der einzige Stoff, aus dem das Gehirn Energie gewinnen kann.

Mit mehreren kleinen Mahlzeiten und gesunden Snacks zwischendurch lässt sich dem Heißhunger ein Schnippchen schlagen. Essen Sie deshalb also lieber doppelt so gesund als doppelt so viel. Packen kann Sie der Heißhunger dann zwar trotzdem noch, aber das muss kein Problem sein - es gibt ja schließlich viele gesunde Lebensmittel, die sich ganz prima wegknuspern lassen. Bevor Sie sich also aus alter Gewohnheit auf die Tafel Lieblingsschokolade stürzen, greifen Sie lieber zu süßen und doch gesunden Snacks.
Obst gegen den Heißhunger
Wenn Sie das nächste mal am liebsten unkontrolliert den Kühlschrank plündern wollen, probieren Sie es doch statt dessen mal damit:

➤ einem frischen Obstsalat,
➤ einer fruchtige Quarkspeise,
➤ Bratapfel aus dem Ofen,
➤ einem Stück Bananen-Vollkornkuchen
➤ Vanille-Pudding mit Himbeeren

Auch ungeschwefelte Trockenfrüchte wie Feigen, Datteln und Dörrobst sind wertvoll, sorgen für Abwechslung beim Knabberspaß und ergänzen die Ernährung in der Schwangerschaft.

Wer's lieber knackig mag: Auch Nüsse sind richtig gut zum Naschen zwischendurch - pur, als Studentenfutter gemischt oder in einem Müsli mit frischem Obst. Das schmeckt nicht nur zum Frühstück, sondern auch nachmittags. Zu den Naschereien der eher schlanken Art zählen: ungesüßtes Popcorn Reiscräcker, Löffelbiskuits, Buchstaben-Kekse und Schokoküsse.

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