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Pflanzenkunde

Gefährlicher Blickfang? Ist der Blauglockenbaum giftig?

Im Blauglockenbaum steckt viel Kraft. Unter Umständen kann sie dir gefährlich werden.
Im Blauglockenbaum steckt viel Kraft. Unter Umständen kann sie dir gefährlich werden. (© Pixbay / Michaela Wenzler)

Der Blauglockenbaum wird im Frühjahr mit seinen violetten Blüten zum Blickfang. Aber ist die hübsche Zierde giftig für Mensch und Tier? Wir verraten es dir.

Ist der Blauglockenbaum giftig?

Der Blauglockenbaum stammt ursprünglich aus Asien und heißt auch Paulownia. Er soll der Lieblingsbaum von Kaiser Franz Josef, dem Mann von Sissi, gewesen sein, weshalb man ihn auch Kaiserbaum nennt. In China wurde lange Zeit das Neugeborene der Kaiserin durch seine Pflanzung begrüßt. Aber sind der Baum und seine Bestandteile giftig? Hier ist Vorsicht geboten, denn der Blauglockenbaum hat zwei Gesichter. Während seine zuckerhaltigen Blätter und Blüten in der chinesischen Heilkunde zur Behandlung von Erkältungs- und Hautkrankheiten genutzt werden und wertvolles, proteinhaltiges Viehfutter sind, sind seine Samen und kapselförmigen Früchte leicht giftig für Menschen und Tiere. Sie enthalten das Pflanzengift Verbascosid. Auch diesem Gift wird eine medizinische Wirkung zugesprochen. Es hilft, den Blutdruck zu senken und wirkt antioxidativ gegen Entzündungen. Nimmt man aber zu viel Verbascosid ein, kommt es zu Vergiftungserscheinungen.

Wie wirkt das Pflanzengift aus dem Blauglockenbaum?

Nicht nur das Verspeisen der Früchte kann Folgen für dich und deine Tiere haben. Kommt deine Haut mit dem Pflanzensaft in Berührung, errötet diese und juckt. Das erinnert an den Riesenbärenklau, der sogar noch tückischer ist. Wasche die betroffene Stelle dann gründlich mit Seife. Werden versehentlich Früchte oder Samen gegessen, führt das zu Problemen im Magen-Darm-Bereich, zu Durchfall und Erbrechen. In der Regel klingen die Beschwerden nach einigen Stunden wieder ab. Sollten sie fortbestehen, suche einen Arzt auf.

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Warum sind die Blätter des Blauglockenbaums gesund?

Mit der Essenz des Blauglockenbaums werden nicht nur Warzen und Geschwüre behandelt. Er soll auch zur Kräftigung der Haarstruktur beitragen. Sehr lecker sind auch seine bis zu 90 Zentimeter großen, herzförmigen und leicht haarigen Blätter. Ihr Geschmack erinnert an Spinat und man kann sie als Salat oder gekochtes Gemüse essen oder seinen Haustieren anbieten. Die Blätter liefern viel Eisen, Kalzium und Magnesium und zudem viele Vitamine. Sie sind also ein Booster für dein Immunsystem. In Asien werden die Blüten des Baumes sogar als Dekoration auf Salate und Suppen getan. Auch sie sind ungefährlich.

Glücklicherweise fallen die gefährlichen Früchte erst vom Baum, wenn sie komplett vertrocknet sind. Dann sind sie meist so unansehnlich, dass auch Tiere keinen Wert mehr auf sie legen. Mit diesem Wissen darf der Blauglockenbaum auch weiterhin ein toller Blickfang in deinem Garten bleiben. Du willst die ungewöhnliche Blattkost probieren? Dann haben wir einige Tipps für dich, wie du deinen Salat am besten lagerst. Natürlich erklären wir dir auch, welche Pflanzen deine Kinder besser meiden sollten und was deinen Haustieren gefährlich werden kann.

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