Schnuller-Ratgeber: Infos & Tipps zum Nuckel

Schnuller, Nuckel, Nuggi, Huppi. Egal, wie Sie ihn nennen, der Schnuller begleitet das Baby in den ersten Lebensjahren. Alles Wissenswerte haben wir hier zusammengefasst.


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Saugen macht nicht nur satt



Schnuller

Schnuller beruhigen Babys


© Thinkstock
Einem Baby ist der Saugreflex angeboren. Schon im Bauch nuckelt das ungeborene Baby am Daumen. Und wird es nach der Geburt der Mutter an die Brust gelegt, sucht es instinktiv die Brustwarze und beginnt zu saugen. Saugen sichert dabei nicht nur die Nahrungsaufnahme, sondern tut gleichzeitig der Seele gut. Denn beim Saugen produziert der Körper des Babys Hormone, die beruhigend wirken und sogar die Verdauung fördern.

Ein paar Dinge, die Sie beachten sollten:

● Wenn Sie den Schnuller das erste Mal anbieten, ist Fingerspitzengefühl gefragt: Wird der Schnuller zu früh eingeführt, kann das negative Auswirkungen aufs Stillen haben. Am besten geben Sie den Nucki erst, wenn Ihr Baby einige Wochen alt ist.

● Später kann der Schnuller die Sprachentwicklung verzögern: Denn wenn die Zunge nur damit beschäftigt ist, den Schnuller zu halten, sind Aussprache und Artikulation beeinträchtigt.Und: Die Zunge kann mit Schnuller das Schlucken nicht richtig üben. Sie muss aber dazu trainiert werden, Flüssigkeit und Nahrung nach hinten zu transportieren.

● Bis zum dritten Lebensjahr sollten Sie versuchen, Ihrem Kind den Schnuller abzugewöhnen. Je länger der Nucki ein ständiger und unhinterfragter Begleiter ist, desto mehr gewöhnt sich das Kind daran.
Schnuller nicht gleich von Geburt an

Schnuller, Sauger oder Babyfläschchen können unter Umständen zur sogenannten Saugverwirrung führen. Denn die Saugtechniken an der Brust und beim Fläschchentrinken unterscheiden sich:

➤ Beim Stillen muss das Baby seinen Mund weit öffnen, um den gesamten Warzenhof zu umfassen. Die Lippen sind nach vorne gestülpt, und die Kiefer müssen rhythmisch arbeiten.

➤ Beim Saugen
an Fläschchen oder Schnuller braucht ein Baby den Mund nicht so weit zu öffnen und muss auch nicht stark mit dem Kiefer arbeiten, damit Milch fließt. Bekommt ein Baby abwechselnd Fläschchen oder Schnuller und die Mutterbrust, kann es passieren, dass es die Brustwarze nicht mehr richtig mit den Lippen umschließt, die Mutter beim Stillen Schmerzen empfindet und auch nicht mehr genug Milch kommt.

Aber: Es besteht kein Anlass zu Panik. Die meisten Babys haben keine Probleme mit dem Wechsel zwischen Schnuller/Flasche und Brust. Wichtig ist, wenn möglich in den ersten Tagen auf Sauger zu verzichten und den Schnuller erst zu einem späteren Zeitpunkt anzubieten. Sollte eine Saugverwirrung enstehen, können Stillberaterinnen und Hebammen meist helfen. Nur in seltenen Fällen pendelt sich das Stillen nicht mehr ein.

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Retter in Notfällen - der Schnuller

Ein Schnuller ist immer okay, solange er keine Dauerlösung darstellt. Also: Klingelt der Postbote an der Tür und das Baby schreit, darf der es zur schnellen Beruhigung einen Schnuller bekommen. Den ganzen Tag sollte er allerdings nicht im Mund stecken.

Einschlafen mit Brust oder mit Schnuller? Hier scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf häufiges Stillen zur Beruhigung. Aus guten Grund: Denn das hat den großen Vorteil, dass Ihr Baby ganz nah bei Ihnen ist und durch die körperliche Nähe beruhigt einschlafen kann. Aber: Stillen zur Beruhigung kann für Mütter auch ganz schön anstrengend und teilweise belastend sein - deswegen sollten sie auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie statt zu Stillen den Schnuller holen. Es ist Ihre Entscheidung - und die treffen Sie auch dem Bauch heraus.
Welche Schnullerform ist die Richtige?

Zur dieser Frage gibt es keine "richtig" oder "falsch", denn jedes Baby ist anders. Einige Babys spucken kiefergerechte Schnuller wieder aus, andere nehmen nur diese eine Form. Probieren Sie es aus und lassen Sie Ihr Kind entscheiden.




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Kommentare
  • Nadine86

    Ich habe noch einen Buchtipp zum Thema "Schnuller wieder abgewöhnen":
    "Klaus Schnullermaus". In der Geschichte lässt Klaus, die Maus, einen Schnuller nach dem anderen verschwinden. Der letzte wird gegen ein geschenk eingetauscht.
    Das hat bei unserem Sohn (3 Jahre) gut geklappt. Ich finde die Geschichte und die Bilder wirklich schön, mal eher was für Jungs und nicht so kitschig.

  • chris1990

    Sehr schöner und informativer Beitrag zu dem Thema Schnuller, hat mir sehr gefallen. Auch wie man in dem Beitrag auf Einzelheiten eingegangen ist. Habe mich vorher auf www.schnuller-tests.de auch ein wenig schlau machen können. Diese Seite hat mir auch sehr geholfen:)