Schwänzt du schon wieder?

Sich nicht einzumischen ist oft leichter gesagt als auch getan. Doch gerade in sozialen Netzwerken sollten Sie sich als Eltern etwas mehr zurückhalten. Nutzen Sie das Vertrauen Ihrer Kinder nicht aus und spionieren sie ihnen online nicht hinterher. Finden Sie Kompromisse.


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Das wichtigste ist, seine Kinder über die Gefahren im Internet aufzuklären und mit ihnen darüber zu sprechen, worauf es zu achten gilt. Legen Sie beispielsweise gemeinsam ein Profil bei Facebook an. So können Sie sicher gehen, dass die Privatsphäreeinstellungen entsprechend eingerichtet sind und Ihre Kinder nicht zu viel von sich einer breiten Öffentlichkeit preisgeben. Letztendlich ist das auch für Sie beruhigend.

Einigen Sie sich auch darauf, wie lange Ihre Kinder das Internet beziehungsweise Soziale Netzwerke nutzen dürfen. Ein grundsätzliches Verbot von Facebook und Co. wäre dagegen falsch. Teenager sind oft trotzig und das Verbotene lockt sie umso mehr. Gehen Sie daher auch auf ihre Wünsche ein und finden Sie einen Kompromiss, der Eltern und Kind zufriedenstellt.


Schwänztt du schon wieder?

Schwänzt du schon wieder: Wie viel Kontrolle der Eltern ist gut?


Hier sollte Ihre Fürsorge allerdings aufhören. Eltern müssen auch im Internet die Privatsphäre Ihrer Kinder akzeptieren. Das meint auch, dass sie ihnen keine Strafpredigt halten oder ihnen ein schlechtes Gewissen machen, wenn sie nicht mit Ihnen im digitalen Leben „befreundet“ sein möchten.

Schließlich erwarten Eltern damit von Ihren Kindern, dass sie ihnen ungehinderten Zugang zu allem geben: was sie fühlen, denken und tun. In einer Welt ohne Internet fordern sie das auch nicht ein. Und wenn Sie sich zurückerinnern, haben Sie Ihren Eltern sicher auch nicht permanent so tiefe Einblicke gewährt.
Das richtige Maß finden: im digitalen wie im analogen Leben
Sehen Sie es also als eine Art Privileg, wenn Ihre Kinder Ihnen das digitale Leben preisgeben. Deshalb sollten Sie dieses Vertrauen auch nicht ausnutzen. Missbrauchen Sie das Freundschaftsangebot nicht dafür, um Ihren Kindern hinterherzuspionieren oder zu kontrollieren. Entwickeln Sie außerdem ein Feingefühl dafür, Ihre Kinder nicht durch Kommentare oder Fotos bloß zu stellen. Das passiert meist nicht einmal mit Absicht. Aber für Ihre Tochter ist es mit Sicherheit nicht so lustig wie für Sie, dass sie auf dem letzten Urlaubsfoto einen Schatten unter der Nase hat, der aussieht wie ein Schnurrbart. Überlegen Sie also lieber einmal öfter, bevor sie etwas posten, dass Ihre Kinder betrifft.

Dass manche Eltern für solche Fettnäpfchen ein wahres Talent entwickelt haben, zeigt unsere Bildergalerie. Wir haben die schönsten Dialog-Perlen aus Facebook herausgefischt. Freuen Sie sich, dass nicht nur Sie manchmal Probleme damit haben, das Gleichgewicht zwischen Eltern-Sein und Freunde-Sein zu halten. Denn letztlich geht es genau darum: das richtige Maß finden. Im digitalen wie im analogen Leben.