Vater unser...? Vol. 1: Die Sache mit dem Hochwerfen

Wir haben genug vom Grübeln, jetzt wird Tacheles geredet - wir decken schonungslos die letzten Väter-Geheimnisse auf! Wie? Wir fragen einfach nach! #vaterunser


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Prolog: Es gibt so Situationen, in denen die Spezies "Vater" ganz anders reagiert als ihr weibliches Gegenstück. Selbige Mutter fragt sich dann im Stillen: Was zur Hölle denkt/fühlt/macht er da? Diese Fragen dürfen nicht ungestellt bleiben! Also haben wir uns auf die Suche gemacht nach Vätern, die uns das ein oder andere (dunkle) Geheimnis verraten. Und wir haben sie gefunden!

Väter von ichbindeinvater.de

Sie werden uns erleuchten: Janni, Lempi und Thomas (v.l.n.r.) vom "Ich bin dein Vater"-Blog


© Dr. Guntermann GmbH
Lempi, Janni und Thomas von ichbindeinvater.de werden ab jetzt Licht ins Dunkel bringen. Natürlich aus sehr persönlicher Sicht - und mit mehr als nur "Spuren" von Humor. Los geht's ...

Vater unser...? Vol. 1: Die Sache mit dem Hochwerfen


Die erste Frage - und die brennt uns wirklich auf den Nägeln: Ihr werft das Kind mindestens doppelt so hoch als es unserer Gelassenheit gut tun würde. Wir sehen vor unserem inneren Augen sehr plastisch den Hinterkopf unseres Lieblings auf den Boden knallen, gefolgt von einer Blaulicht-Fahrt in die Notaufnahme. Also schauen wir lieber weg bzw. können uns nur knapp ein hysterisches Kreischen verkneifen. Und fragen uns: Seid ihr wirklich so mutig? Habt ihr gar keine Angst, wenn ihr das Kind gefühlt bis zum Mond katapultiert?


Auf diese Frage gibt es zwei Antworten - eine einfache und eine tiefenpsychologische.
Die einfache Antwort
Wir sind gar nicht mutig, wir haben die Dinge unter Kontrolle!
Ich wage ganz mutig zu behaupten, dass der gemeine Kleinkindvater es gar nicht als gefährlich empfindet, wenn er seinen Spross in die Luft wirbelt. Egal, ob Bälle, Dosen oder Feuerzeuge - von klein auf werfen sich Männer Dinge zu, die sie gut finden. Dass dabei etwas schief gehen könnte, kommt uns erst dann in den Sinn, wenn wir den Nachwuchs fünf Zentimeter vorm Bodeneinschlag gerade noch am Knöchel erwischt haben. Und wenn uns dabei nicht gerade jemand beobachtet hat, dann ist das so auch niemals passiert. Wir sind also vielleicht leichtsinnig, selbstüberschätzend und naiv, wenn wir unsere Kinder in die Luft werfen - aber nicht mutig.
Die tiefenpsychologische Antwort

Die Sache mit dem Hochwerfen


© iStock/vision net ag
Es macht uns glücklich! Was ihr Frauen oft vergesst: Die Nachricht, dass ein Kind im Anflug ist, wirft nicht nur bei euch die Hormonmaschine an, sondern bringt auch unser Hirn in völlig neue Sphären. Die Traum-Maschine wird angeworfen und vor unserem inneren Auge laufen Filme ab, in denen der Nachwuchs strahlend und mit weit geöffneten Armen in Zeitlupe auf uns zuläuft, wenn wir die Haustüre öffnen. Der Haken: Erst wenn der Stammhalter auf der Welt ist, kapieren wir, dass noch Jahre vergehen werden, bis das gewünschte Szenario eintreten wird und vom Baby zunächst nicht viel mehr als Trinken, Schlafen und Ausscheiden zu erwarten ist. Also muss eine Exit-Strategie her! Und damit sind wir beim Kind-in-die-Luft werfen, denn diese Handlung ist Vater-exklusiv (das soll sich auch mal jemand anderes trauen!) und bietet bei überschaubarer körperlicher Anstrengung eine absolute Lach- und Gackergarantie: Wir bringen das Kind zum Lachen und das macht uns glücklich! Ganz einfach.

Dummerweise hat aber auch diese Medaille eine Kehrseite: Wir Männer blenden nämlich nicht nur gerne alle potenziellen Gefahren aus, sondern auch unser Alter: Wenn wir das Kind in die Luft schleudern und es uns am höchsten Punkt anjuchzt, sind wir die glücklichsten Menschen der Welt, die nichts stoppen kann. Erst wenn uns beim Auffangen ein Blitz zwischen die Schulterblätter fährt, fällt uns wieder ein, dass wir ja leider doch gar nicht mal mehr so jung sind. Es sind also nicht die mahnenden Worte der Mutter, die uns in den kommenden Wochen von weiteren Luftexperimenten abhalten, sondern der Grund ist weitaus profaner: Wir haben Rücken!

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