Vater unser...? Vol. 4: Schwangerschaftsneid?!?

Wir haben genug vom Grübeln, jetzt wird Tacheles geredet - wir decken schonungslos die letzten Väter-Geheimnisse auf! Wie? Wir fragen einfach nach! #vaterunser


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden


© iStock/vision net ag
Wir haben uns auf die Suche gemacht nach Vätern, die uns das ein oder andere (dunkle) Geheimnis verraten. Und wir haben sie gefunden! Lempi, Janni und PapaDoc von ichbindeinvater.de bringen Licht ins Dunkel. Natürlich aus sehr persönlicher Sicht - und mit mehr als nur "Spuren" von Humor. Diesmal:

Vater unser...? Vol. 4: Seid ihr neidisch darauf, dass ihr nicht schwanger werden könnt?


Frauen sind schwanger. Zehn Monate lang. Nur sie „bekommen“ das Kind und können stillen. Die Frage drängt sich geradezu auf: Seid ihr nicht ein bisschen neidisch auf diese andere Art der Bindung? Auf 40 Wochen Schwangerschaft. Oder gibt's nichts zum neidisch sein? Seid ihr vielleicht sogar froh darüber? Wie ist das, PapaDoc?
Neun Gründe, warum wir NICHT neidisch sind

Zeit meines Lebens bin ich sehr froh ein Mann zu sein. Der einzige Nachteil war immer, dass wir zum Bund oder Zivi gehen mussten. Seitdem der Graf Guttenberg auch diesen Missstand aufgehoben hat, bin ich unverfälscht glücklich. Das bringt mich gleich zu deiner Frage: Sind wir neidisch, weil wir nicht schwanger werden können? Nein. Aus Gründen. Würden wir diese neun erschütternden Veränderungen durchmachen, hätten wir a) weder Freude noch b) die minimalste Überlebenschance.

1.
Du fängst an, auf deine Ernährung zu achten.
Du zählst Kalorien, du teilst Nahrung ein in Kohlehydrate, Fette, Eiweiß, Vitamine und Ballaststoffe. Andere Mütter, die dir in der Kita nicht mal die Tür aufhalten, widmen sich voller Pathos deinem Ernährungsplan und geben ungefragt wertvolle Tipps, wie du deinen Heißunger endlich in den Griff bekommst.

2. Du wirst extrem kompliziert in Restaurants.
Du bist hart in der Sache, du gibst dir Blöße und orderst Sonderwünsche. Keine Speisekarte, kein vom Koch noch so fein austariertes Gericht, ist vor dir sicher. „Ist das pasteurisierte Milch? Können Sie mir das Wagyu-Filet bitte ganz durchbraten? Nutzen Sie unterschiedliche Messer für Fisch und Fleisch? Kann ich das aber mit dem Salat statt Kartoffeln bekommen? Und kein Dessert, bitte – ach bringen Sie mir nur das Dessert.“ Solche Sachen sind für uns echt anstrengend. UND du nimmst trotzdem zu. Weil es normal ist, aber auch das wird argwöhnisch beäugt.

3.
Du gehst häufiger zum Arzt als ins Stadion.
Kontrolltermine sind wie der TÜV. Musste machen. Verstehen wir zwar, nervt uns aber trotzdem. Auch das Ultraschall-Baby-TV sieht für uns eher aus wie früher, als wir mit der Zimmerantenne herumfuchtelten, um die Streifen im Bild des Röhrenfernsehers zu minimieren.

4.
Du wirst monothematisch.
Wenn es die Einkaufspolitik des HSV, das bizarre Gehabe von Schalke 04 oder die Verletzungen von Marco Reus wären: okay. Aber so?

5.
Du hörst auf Alkohol zu trinken.
Das könnten wir nicht! Wir verachten die Uefa schon, weil es bei internationalen Spielen kein anständiges Bier gibt. Aber eine ganze Spielzeit lang? Wow, das ist 'ne Maßnahme. Und wenn du dich entscheidest zu stillen, kommt auch noch die Verlängerung hinten dran. Das halten wir nicht aus.

6.
Du verziehst das Gesicht, wenn jemand auf der anderen Straßenseite raucht.
Wir denken da an früher, als die süße Prickel-Plörre getrunken und dazu gepafft wurde. Es war light, es war easy und die Kopfschmerzen am nächsten Tag waren Teil des großen Plans. An dem scheint ihr euch dann plötzlich nicht mehr erinnern zu wollen. Wollen wir nicht wahrhaben.

7. 
Du stapelst komische Kissen im Bett.
Alter, diese Dinge sind monströs, sanatoriumsmäßig geil und wirken verstörend. Sie sollen raus aus unserem Bett.

8. Impulsivität kann erfrischend sein, muss es aber nicht.
In der 23. Schwangerschaftswoche werde ich aus dem Nichts mit den Worten „WIR HABEN NIX FÜR DEN KLEINEN!“ angebrüllt. Abgesehen davon, dass im Keller ein ganzer Container Babyprodukte den schmalen Korridor zu unseren Fahrrädern versperrt, bleibt es selbst für mich eine unüberbrückbare Herausforderung sonntags um 18 Uhr einen Regenschutz für unseren Maxi Cosi zu besorgen.

9. Small Talk mit Fremden.
Du bist nicht allein. Das ist für uns ganz klar eine Drohung! Was gibt es Schöneres, als bereits in der 18. SSW gefragt zu werden, wann es denn endlich losgehen würde? Spontan fällt mir nichts ein. Vielleicht der Fakt, dass wildfremde Menschen in der Bahn deinen Bauch mit ihren Blicken stalken und dich solange anstarren bis du zurücklächelst.

Noch mehr "Vater unser...?"-Folgen

 Das könnte Sie interessieren: Vater unser ...? Vol. 3

Warum schafft man es als Tochter immer und in jedem Alter, Papa mit einem Blick um den Finger zu wickeln? Die Antwort.



 Das könnte Sie interessieren: Vater unser ...? Vol. 2

Haben Väter wirklich Panik vor dem Moment, an dem die Tochter den 1. Freund hat? Wir haben nachgefragt.



 Das könnte Sie interessieren: Vater unser ...?

Hat der gar keine Angst, wenn er das Kind gefühlt bis fast zum Mond wirft? Wir haben nachgefragt.






mehr zum Thema
Unterhaltung Babybauch Papa
Artikel kommentieren
Login