Ab wann ist ein Handy für Kinder sinnvoll?

Handys sind praktisch, keine Frage! Ab wann aber macht ein Handy für Kinder Sinn? Hier erfahren Sie alles rund ums Thema Handy für Kinder.


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Kommunizieren, Fotografieren, Musik hören und Spielen – moderne Handys sind kleine Tausendsassas und stehen auf der Wunschliste von Schulkindern weit oben. Für Eltern überwiegt eher das Argument: Wenn mein Kind ein Handy hat, kann ich es immer erreichen. Und falls es den Bus verpasst oder sonst etwas Unvorhergesehenes passiert, kann das Kind einfach zum Handy greifen und Bescheid geben. Aber ab welchem Alter macht ein Handy für ein Kind Sinn?



© Thinkstock
Grundschulkinder benötigen allermeist noch kein Handy


Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Grundschüler brauchen in der Regel noch kein eigenes Handy. Zumindest keines, das mit allerlei Schnickschnack ausgestattet ist. Wenn Eltern sich sicherer fühlen, wenn sie ihr Kind im Notfall erreichen können, ist ein „Notfallhandy“ sinnvoll. Kein ganz billiger Spaß, aber dafür mit vielen Sicherheitsfunktionen eine Beruhigung für Kind und Eltern: Notfallhandys können via GPS geortet werden, und sie haben eine Notfalltaste. Anrufen kann man diese Handys wie jedes andere auch – für Kinder stehen aber nur die von den Eltern gespeicherten Rufnummern zum Wählen zur Verfügung.
Für Kinder ab zehn Jahren ist ein Handy okay


Leseratte oder Computermaus? Richtiger Umgang mit den Medien

Ab der fünften, sechsten Klasse gehört ein Handy inzwischen zum Alltag von Schulkindern dazu: Mehr als jedes zweite Kind im Alter zwischen neun und 12 Jahren besitzt ein eigenes Handy. In der Altersgruppe über 12 Jahren haben fast 100 Prozent der Jungen und Mädchen ein Handy, bzw. Smartphone. Ist die Anschaffung eines Smartphones aus dem Grund, weil die Freunde auch eins haben, legitim? Der Hamburger Erziehungswissenschaftler Prof. Peter Struck hat dafür Verständnis. „Das Kind kann sonst schnell zum Außenseiter werden. Und Handys dienen dem Austausch und der Kommunikation mit Freunden. Natürlich sollte es aber nicht aus Langeweile genutzt werden.“

Um das zu vermeiden, rät er Eltern, bestimmte Regeln für die Handynutzung festzulegen. „Das geht am besten noch vor der Anschaffung. Eltern sollten ihrem Kind klar machen, dass zum Beispiel Anrufe aus Langeweile zu unterbleiben haben und dass Gespräche grundsätzlich so kurz wie möglich gehalten werden.“ Und: Jugendliche müssen hier nicht jeden Trend mitmachen! Für Jugendliche sind abgelegte Handys von den Eltern optimal. So halten sich die Kosten in Grenzen – und das Gerät lockt keine Handydiebe an. Außerdem macht das Surfen auf einem älteren Gerät weniger Spaß, die Nutzungszeiten halten sich damit automatisch in Grenzen.

Handys für Kinder: Darauf sollten Sie achten
  • 1 / 8

    Kinder sollten für den Anfang ein Handy ohne Internetzugang erhalten. So ist ganz klar, was der Sinn des Gerätes ist: Telefonieren.

  • 2 / 8

    Bei Jugendlichen ist ein Internetzugang fast selbstverständlich. Klären Sie Ihr Kind aber in jedem Fall über die Gefahren des Internets ausführlich auf. Stichpunkte hier sind Preisgabe von Daten und Informationen / Hochladen von Fotos / Apps, Spiele, Klingeltöne

  • 3 / 8

    Für jüngere Handybesitzer sind Prepaid-Tarife empfehlenswert: Die monatliche Grundgebühr entfällt. Und Kinder bekommen ein Gefühl fürs Geld. Denn wenn die Karte leer ist, kann nicht mehr telefoniert werden.

  • 4 / 8

    Lassen Sie Ihr Kind einen Teil der Handykosten von seinem Taschengeld bezahlen. So lernt es eher sein Gerät zu schätzen und verantwortungsvoll damit umzugehen.

  • 5 / 8

    Beschränken Sie die Nutzungszeiten von Anfang an! Als Richtwert gilt: 12-Jährige sollten das Handy nicht länger als 45 Minuten täglich nutzen. Bei 14-Jährigen darf es täglich eine Stunde sein.

  • 6 / 8

    Legen Sie klare Regeln fest: Beim Essen und in der Schule muss das Handy aus oder lautlos gestellt sein.

  • 7 / 8

    Informieren Sie sich über altersgerechte Apps und Spiele und laden Sie diese selbst runter.

  • 8 / 8

    Gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran!



Wo ist mein Kind?
Mittlerweile können Eltern das Handy ihres Kindes sogar orten lassen. Internetfirmen wie www.trackyourkid.de bieten beispielsweise Handyortung über das Mobiltelefon des Kindes.




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Kommentare
  • MariaBeh

    Viel besser ist Familonet, da ist das ganze Thema etwas lockerer. Es ist quasi das soziale Netzwerk für den engsten Kreis der Familie in dem man sehen kann wo der andere ist, und sich im Chat Nachrichten und Bilder schickt. Gibts gratis auf www.familo.net

  • MariaBeh

    Viel besser ist Familonet, da ist das ganze Thema etwas lockerer. Es ist quasi das soziale Netzwerk für den engsten Kreis der Familie in dem man sehen kann wo der andere ist, und sich im Chat Nachrichten und Bilder schickt. Gibts gratis auf www.familo.net