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Kinderkopfhörer Test 2021: Diese Kopfhörer eignen sich laut Stiftung Warentest für Kinderohren

Kinderkopfhörer Test 2021: Diese Kopfhörer eignen sich laut Stiftung Warentest für Kinderohren

Endlich Ruhe

Kinderohren sind sehr empfindlich, deshalb gibt es bei Kopfhörern für Kinder einiges zu beachten. Stiftung Warentest nahm jetzt 19 Kinderkopfhörer mit und ohne Bluetooth unter die Lupe. Das Ergebnis ist leider größtenteils ernüchternd. Wir stellen euch die Modelle vor, die überzeugen konnten. Und zeigen euch, was beim Kauf wichtig ist.

Ob Mario-Kart auf der Konsole, die Kinderserie mit piepsigen Tierstimmen auf dem Tablet oder zum zehnten Mal das Hörspiel "Benjamin Blümchen als Detektiv": Irgendwann sind auch die stärksten Eltern-Nerven am Ende. Besonders, wenn wir viel Zeit drinnen verbringen müssen, kann die dauerhafte Beschallung ganz schön anstrengend sein. Da hilft nur eins: Kopfhörer auf! Aber welche Kopfhörer sind für empfindliche Kinderohren geeignet?

Stiftung Warentest prüfte 19 Kinderkopfhörer

Diese Frage hat sich jetzt Stiftung Warentest gestellt: Im März 2021 veröffentlichte die Verbraucherschutzorganisation einen großen Kinderkopfhörer-Test, für den sie insgesamt 19 Bügel­kopf­hörer für die Kleinen unter die Lupe nahm. Von den überprüften Geräten lassen sich sechs kabellos per Bluetooth mit einem Zuspielgerät, wie zum Beispiel Smartphone oder Fernseher, verbinden. Der Rest benötigt ein Kabel zur Verbindung. Alle getesteten Modelle sind für unter 50 Euro zu haben.

Das ernüchternde Ergebnis: Viele der Testkandidaten zeigten erhebliche Schwächen. Sie gingen schnell kaputt, überzeugten vom Sound her überhaupt nicht, enthielten Schadstoffe oder waren sogar zu laut für empfindliche Kinderohren. Vier der 19 Kinderkopfhörer wurden deshalb nur mit einem "Mangelhaft" bewertet.

Wir verraten euch, welche je zwei Kinderkopfhörer in den Kategorien Kabelkopfhörer und Bluetooth-Kopfhörer im Test am besten abgeschnitten haben. Und sagen euch, welche Modelle komplett durchfielen.

Die Testsieger im Überblick

JBL JR300 Tonie-Lauscher JBL JR300BT iClever BTH03
Gesamtnote 2,7 3,2 3,0 3,2
Maximale Lautstärke 76 dB(A) 76 dB(A) 75 dB(A) 83 dB(A)
Verbindung über Kabel Kabel Bluetooth Bluetooth oder Kabel
Akkulaufzeit entfällt entfällt 9 Stunden 30 Minuten 35 Stunden 30 Minuten
Mittlerer Ladenpreis 24,50 € 28,70 € 42,00 € 27,00 €
Zum Beispiel hier kaufen

Das sind die besten Kinderkopfhörer mit Kabel

Testsieger: JBL JR 300

Erhielt im Kinderkopfhörer Test die Gesamtbewertung 2,7: der JBL JR300. Bildquelle: Hersteller

Mit einer Gesamtnote von 2,7, also "Befriedigend" landete das Modell "JR300" von JBL auf dem ersten Platz unter den Kinderkopfhörern, die mit einem Kabel mit einem Abspielgerät verbunden werden. Es ist für durchschnittlich knapp 25 € im Handel zu finden.

Besonders gut schnitt der Kopfhörer, den es auch noch in Hellblau gibt, in Sachen Schadstoffe und Hörschutz ab: Hier konnten die Experten jeweils eine 1,0 vergeben. Mit 2,8 bzw. 2,7 je nur befriedigend wurden dagegen Ton und Tragekomfort und Handhabung bewertet.

Die JBL-Kopfhörer lassen sich platzsparend zusammenklappen, sind weich gepolstert und kommen mit einem Aufkleber-Set, mit dem die Kids ihn individuell verzieren können.

Auf dem zweiten Platz: Tonie-Lauscher von Tonies

Die Tonie-Lauscher landeten auf dem zweiten Rang bei Stiftung Warentest. Bildquelle: Hersteller

Die Tonie-Box gehört zu den beliebtesten und auch am besten getesteten Kinder-Musikboxen. Vom gleichen Hersteller gibt es auch passende Kopfhörer, die ihr natürlich auch dann einsetzen könnt, wenn ihr keine Tonie-Box besitzt. Diese "Tonie-Lauscher" landeten bei dem Test von Stiftung Warentest auf dem zweiten Platz mit einer Gesamtnote von 3,2.

Tonies Kopfhörer Lauscher
Tonies Kopfhörer Lauscher

Während auch hier in Sachen Schadstoffe und Hörschutz nichts zu bemängeln war (Note 1,0), konnte der Kinderkopfhörer für rund 30 € in allen anderen Testkategorien nur ein "Befriedigend" abstauben.

Die "Tonie-Lauscher" werden für Kinder ab drei Jahren empfohlen und haben eine Lautstärkenbegrenzung von 85 dB. Die Kopfbügel und Ohrmuscheln sind weich gepolstert. Der Kopfhörer lässt sich individuell anpassen, da er größenverstellbar ist. Zudem gibt es die Kopfhörer in tollen Farben und mit niedlichen Verzierungen.

Diese Kinderkopfhörer mit Kabel fielen im Test durch

In den "Trust Sonin Kids Headphones" wurden Schadstoffe nachgewiesen. Deshalb wurde er automatisch mit "Mangelhaft" bewertet. Auch der "OTL SM0655" wurde mit einer 5 bewertet: Hier war der Gehörschutz nicht ausreichend vorhanden.

Das sind die besten Kinderkopfhörer mit Bluetooth

Testsieger: JBL JR300BT

Testsieger bei den Kinderkopfhörern mit Bluetooth: der "JBL JR300BT". Bildquelle: Hersteller

Das Modell "JR300" von JBL, das bei den getesteten Kinderkopfhörern mit Kabel am besten abschnitt, konnte auch als Bluetooth-Version "JR300BT" überzeugen: Stiftung Warentest vergab hier insgesamt die Note 3,0 – und damit die beste Note im Test.

Die Testkategorien Schadstoffe und Gehörschutz wurden auch hier bestens bewertet (1,0). Die Haltbarkeit fiel mit 3,8 nur "ausreichend" aus. "Gut" dagegen sind Tragekomfort und Handhabung (2,3)

Auf Platz 2: iClever BTH03

Der Kinderkopfhörer "iClever BTH03" wurde mit "Befriedigend" bewertet. Bildquelle: Hersteller

Der Kinderkopfhörer "iClever BTH03" konnte die Gesamtnote 3,2 erzielen und war damit das zweitbeste Modell mit Bluetooth im Test.

iClever Bluetooth Kinder Kopfhörer
iClever Bluetooth Kinder Kopfhörer

Der Ton wurde beim iClever-Kopfhörer nur mit "Ausreichend" (3,7) bewertet, Tragekomfort und Handhabung sowie die Bluetooth-Verbindung bekamen mit 2,5 und 2,3 die Note "Gut".

Die Kopfhörer eignen sich am besten, wenn das entsprechende Endgerät auch Bluetooth-fähig ist. Ist das nicht der Fall oder habt ihr mal vergessen, den Akku aufzuladen, lässt sich an die Kopfhörer aber auch ein gewöhnlicher 3,5 mm Klinkenstecker anschließen. Auch diese Kopfhörer halten sich an das Lautstärken-Limit von 85 dB und sind größenverstellbar. Besonderes Highlight: Die Kopfhörer leuchten in verschiedenen Farben.

Diese Kinderkopfhörer mit Bluetooth fielen im Test durch

Wegen mangelhaftem Gehörschutz flogen die Bluetooth-Modelle "MPowCH9" und "Onanoff Buddyphones Play" aus dem Test.

 So ging Stiftung Warentest beim Kinderkopfhörer Test vor

Beim Kinderkopfhörer Test verfuhren die Experten der Verbraucherschutzorganisation wie bei einem Test für Erwachsenen-Kopfhörer:

Bewertungskriterium Ton Das wurde geprüft
Ton 55% Fünf Experten hörten mit den Kopf­hörern Klangbei­spiele aus Rock, Jazz, Klassik und Sprache. Und beur­teilten die Qualität des Klangs.
Störeinflüsse 5% Die Experten bestimmten in 0,1 Meter Abstand vom Kopf­hörer wie laut Neben­stehende mithören und inwieweit sich Kabel­geräusche bei sehr leisen Musikpassagen bemerk­bar machen.
Tragekomfort und Handhabung 25% Ein Experte und fünf geschulte Nutzer unter­suchten die Gebrauchs­information. Die fünf Nutzer prüfen auch, wie gut das Aufsetzen und Anpassen der Kopf­hörer klappt und wie hoch der Trage­komfort im Alltag und bei Bewegung ist.
Nutzung/Bluetooth 10% Die Tester begut­achteten alle Bedien­elemente und prüften unter anderem das Verbinden mit einem Abspielgerät (Pairing).
Haltbarkeit 5% Ein Experte bewertete die Verarbeitung und ließ die Kopf­hörer zehn Mal aus 1,8 Meter Höhe auf Steinboden fallen. Falls die Kopfhörer wassergeschützt sein sollten, wurde auch das überprüft.

Zusätzlich zu diesen Kriterien wurde bei den Kinderkopfhörern der Gehörschutz überprüft: Die maximale Laut­stärke wurde "mit einem normgerechten Zuspielgerät" gemessen und bewertet, ob ein Gehör­schutz gewähr­leistet ist. Dieser Punkt war den Testern so wichtig, dass eine weitere Prüfung des Geräts abgebrochen wurde, wenn es hier "Mangelhaft" war.

Auch eventuell vorhandene Schadstoffe spielten bei Kinderkopfhörer-Test eine größere Rolle als beim Test von Modellen von Erwachsenen: Lautete das Urteil in diesem Punk "Mangelhaft" wurden erst gar keine weiteren Untersuchungen durchgeführt.

In Sachen Haltbarkeit wurde beim Test der Bügelkopfhörer für Kinder etwas anders verfahren als bei dem normalen Test: Zwar wurden die Kinderkopfhörer auch zehn Mal aus einer Höhe von 1,80 Meter auf Steinboden fallen gelassen. Das Ergebnis wurde aber wenige streng bewertet, da die Geräte für Kinder in der Regel ja aus geringerer Höhe herunterfallen. Außerdem wurde noch die Robustheit des Kabels am Anschlussstecker auf Herz und Nieren geprüft.

Kinderkopfhörer: Darauf kommt es an

Bei Kopfhörern für Kinder gelten andere Ansprüche als bei Erwachsenen. Das liegt daran, dass Kinderohren noch sehr empfindlich sind und keine so hohen Lautstärken vertragen wie die der Großen. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt es sich für Kinder unter 14 Jahren den Dauerschallpegel auf 85 Dezibel (dB) zu begrenzen. Höhere Lautstärken können dem Hörvermögen deutlich schaden. Daher ist es besonders wichtig, dass Kinderkopfhörer ein Dezibel-Limit haben, das die Kleinen nicht überschreiten können.

Wichtig ist auch, dass die Kopfhörer für Kinder keine Noise-Cancelling-Funktion haben. Das ist in lauten Umgebungen wie z. B. einem Flugzeug praktisch, wenn eure Kids ihre Kopfhörer aber auch mal im Bus oder auf der Straße tragen, kann das ganz schön gefährlich werden, weil sie nichts mehr von ihrer Umgebung mitbekommen.

Ein weiterer Punkt: In Ear-Kopfhörer sind super praktisch, weil sie in jede Hosentasche passen. Für kleine Kinder eignen sie sich aber nicht, da der Gehörgang noch zu klein ist und die Stöpsel gar nicht im Ohr halten.

Ein weiterer wichtiger Tipp: Kopfhörer sollten nie über einen längeren Zeitraum getragen werden. Zum Gehörschutz ist stündlich eine Pause von 15 Minuten wichtig.

Ihr sucht zu den Kopfhörern für eure Kids noch passende Hörbücher? Dann schaut mal auf dieser Seite vorbei.

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Meine persönliche Erfahrung:

Mein Sohn hat seit einem knappen Jahr den Kinderkopfhörer von iClever im Einsatz. Und er – und ich – lieben ihn! Endlich muss ich nicht mehr das euphorische Gebelle der "Paw Patrol" während der Kinderstundenzeit ertragen. Und mein Kind fühlt sich nicht mehr durchs Gebrabbel des Babys beim Sehgenuss gestört. Ich habe mir ihn auch schon ein paar Mal ausgeliehen und kann nichts Negatives berichten.

Bildquelle: Getty Images/Halfpoint
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