So macht Aufräumen Spaß!

Aufräumen und Spielen – zwei gegensätzlichere Tätigkeiten sind fast nicht vorstellbar! Spielen geht immer und macht Spaß. Aufräumen „geht gar nicht“ und ist die schlimmste Aufgabe für Kinder. Wir haben den Versuch unternommen, diese beiden Tätigkeiten zu kombinieren. Mit Erfolg! Wir verraten Ihnen hier einige Aufräum-Spiele plus Tipps, wie es mit dem Aufräumen vielleicht bald ein bisschen besser klappt.


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Aufräumen: Ab jetzt Aufgabe der Kinder


Egal, wie alt die Kinder sind: Aufräumen ist und bleibt eine Herausforderung! Anfangs bleibt das Aufräumen an den Mamas hängen - die Kinder sind noch zu klein. Kaum sind die kleinen Rabauken in der Lage, die Dinge selbst wieder an den richtigen Ort zu transportieren, haben sie erst "keine Lust", dann "keine Zeit" und schließlich "null Bock". Zwischendrin gibt es ein kurzes Zeitfenster, wenn die Kinder stolz sind, alles selbst zu machen, der Mama ein bisschen "helfen" zu dürfen. In dieser Zeit ist allerdings die Gefahr groß, dass die Bausteine im Wäschekorb landen und sich die Kuscheltiere in Mamas Bett wieder finden.


© iStock
Unser Zustand momentan: Die Kinderzimmer sind ordentlich. Unglaublich, fast unheimlich ordentlich. Nein, werden Sie jetzt nicht neidisch, sondern lesen Sie erstmal weiter. Die Kehrseite lautet: Die Sachen stapeln sich bei uns in allen (!) anderen Räumen. Das Wohnzimmer ist ein Minenfeld aus Legosteinen, die Küche gepflastert mit Kaufladen-Utensilien. Was tun?
 
Alle Erziehungsratgeber sind sich einig: Aufräumen ist Sache der Kinder. Die haben das Chaos schließlich auch fabriziert. Es hilft also nichts. Aufräumen gehört zu einem Kinderleben dazu wie Zähneputzen, Hausaufgaben und Gemüse essen. Machen wir doch einfach das Beste draus – und aus der ungeliebten Tätigkeit ein Spiel:

Aufräumspiele für Kinder jeden Alters


Der verrückte Aufräum-Tanz
Musik an – und tanzen! Wenn DJ Mama die Stopptaste drückt, muss das Kind fünf Dinge aufräumen. Je nachdem wie groß die Unordnung ist, darf Mama natürlich auch gerne fünf Gegenstände an ihren Ursprungsort räumen…

Aufräumen mit System
Heute wird mit System aufgeräumt: Erst alle roten Dinge, dann die blauen und so weiter. Bei etwas größeren Kindern können Sie das Aufräumen mit einer lustigen Buchstaben-Übung kombinieren. Abwechselnd wird ein Buchstabe ausgewählt – und alles weggeräumt, was mit diesem Buchstaben beginnt.

Lostopf
Alle anstehenden Aufgaben wie "Legosteine in die Box werfen", "Schmutzwäsche zur Waschmaschine bringen", "Schreibtisch entmüllen", "Papiertaschentücher in den Müll werfen" etc. werden auf kleine Zettel geschrieben. Die Zettel wandern allesamt in eine Lostopf – dann darf abwechselnd und verdeckt eine Aufgabe gezogen werden.

Baggerfahrer

Kleinkinder räumen liebend gerne auf, wenn sie die Spielsachen mit dem Bagger einmal quer durchs Zimmer fahren dürfen. Die "Aufräumware" aufladen – und los geht die Fahrt! Aber Achtung: Umwege sind hier vorprogrammiert…

Lustige Quiz-Show
Kaum zu glauben – aber dieser Trick funktioniert wirklich. Meistens. Mama denkt sich eine Frage aus, am besten eine, die nicht zu schwierig ist. Wer die Antwort weiß, darf eine Sache aufräumen.

Mit Bestechung geht alles besser
Eigentlich kein Spiel, sondern der verzweifelte Versuch, meine Kinder mit kleinen Belohnungen zum Aufräumen zu bringen… Aber egal: Bei kleinen Kindern funktioniert die Masche. Die Regeln sind denkbar einfach: Wer fünf, zehn, 15 Dinge aufgeräumt hat, darf sich bei Mama ein Gummibärchen abholen.

Wecker
Fünf Minuten aufräumen, fünf Minuten Belohnungsgeschichte – dieses Spiel ist ganz einfach. Die Länge und die Belohnung darf natürlich nach Lust und Laune variiert werden.

Bestimmerpunkte sammeln
Und nochmals ein Belohnungsspiel… Für die Woche werden verschiedene Aufgaben festgelegt: Bei zehn Punkten darf ein Essenswunsch geäußert werden, bei zwanzig gibt es Eis zum Nachtisch etc.

Notizzettel
Macht Kindern Spaß, die schon lesen können. Unterteilen Sie das Mega-Chaos in kleine Häppchen und schreibt Sie auf kleine Notizzettel, was alles aufgeräumt werden muss. Ihre Kinder dürfen bei Ihnen einen Zettel wählen, ihn abarbeiten – und dann bei Ihnen den nächsten "Auftrag" abholen.

Rollentausch
Total ungerecht! Die Mama hat so tolle Aufgaben wie Spülmaschine ausräumen und das Sockenpuzzle lösen. Auf die Kinder warten dagegen so langweilige To do’s wie Bausteine einräumen und Kaufladensachen aufräumen. Wie wär’s mit einem Rollentausch?

Würfel-Glück
Reihum wird gewürfelt – dann räumt jeder so viele Dinge auf wie er Punkte auf dem Würfel hatte.
Tipps, damit das Aufräumen in Zukunft besser klappt
➤ Leben Sie Ordnung vor!
➤ Aufräumen ist keine Strafe!
➤ Gemeinsam aufräumen macht mehr Spaß.
➤ Sorgen Sie für genügend Stauraum in Form von großen Kisten.
➤ "Entmüllen" Sie das Kinderzimmer regelmäßig. Spielsachen, die momentan nicht beliebt sind, wandern in eine Kiste in den Keller oder auf den Schrank. Wenn ein Jahr lang niemand danach gefragt hat, können Sie die Sachen getrost weitergeben.
➤ Spielsachen und Bücher alle drei Monate austauschen.
➤ Kinder brauchen Hilfe und Anleitung. "Räum Dein Zimmer auf!" ist eine zu pauschale Anweisung, die Kinder überfordert.
➤ Lassen Sie Ihre Kinder mitbestimmen, wo was aufbewahrt werden soll.
➤ Regelmäßig aufräumen hilft, damit die Unordnung gar nicht erst zu groß wird.

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