Ausreichend Kita-Plätze bis 2013?

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ist zuversichtlich, dass es 2013 genügend Kita-Plätze bzw. Betreuung durch Tagesmütter gibt. Außerdem will die CDU-Ministerin mehr Männer zu Erziehern umschulen lassen.


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Ausreichend Kita-Plätze bis 2013?

Foto: Thinkstock


Bis 2013 soll es für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Kita-Platz bzw. einen Platz bei einer Tagesmutter geben, insgesamt 750.000 Plätze. Im Jahr 2009 wurde jedes fünfte Kind unter drei Jahren betreut. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hält es für realistisch, dass 2013 für 35 Prozent der Kleinkinder eine Kinderbetreuung gewährleistet ist. "Mit Blick auf die demographische Entwicklung könnten wir bis 2013 sogar auf 38 Prozent kommen", so Schröder.

Westdeutschland hinkt hinter dem Osten des Landes hinterher. Hier muss der "Ausbau von Betreuungsplätzen noch an Dynamik gewinnen", so die CDU-Ministerin.

Die angestrebten 750.000 Plätze in der Kinderbetreuung seien ausreichend, so die Bundesfamilienministerin. Der Bedarf sei vom Alter des Kindes abhängig und dadurch sehr unterschiedlich: So wurden 2009 nur 2,3 Prozent der Babys unter einem Jahr in Kitas oder von Tagesmüttern betreut, aber 20 Prozent der Einjährigen und fast 40 Prozent der Zweijährigen. Kristina Schröder hält außerdem trotz heftiger Kritik der Städte und Gemeinden an dem für 2013 vereinbarten Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung fest.

Mehr Männer in die Kitas

Bundesfamilienministerin Schröder will arbeitslosen Männern ermöglichen, auch in späteren Jahren sich für den Erzieherberuf in einer zweijährigen Ausbildung umschulen zu lassen. Dies sagte Schröder den "Stuttgarter Nachrichten". Viele Kinder haben das erste Mal mit zehn oder elf Jahren auf der weiterführenden Schule eine männliche Bezugsperson. Aber: "Jungs brauchen männliche Vorbilder", so die Familienministerin. Dies sei für ihre Entwicklung wichtig.

Warum es bisher so wenig männliche Erzieher gibt? "Ich glaube, viele junge Männer würden den Beruf gern ergreifen, trauen sich aber nicht, weil er ein weibliches Image hat", sagte die Ministerin.




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