
Röteln sind wie Windpocken eine typische Kinderkrankheit. Eine Impfung im Kleinkindalter wird empfohlen, vor allem aber Mädchen. Wir erklären die Symptome von Röteln, den Verlauf und was Sie tun können.
Röteln, auch Rubella genannt, sind eine Viruserkrankung und werden vom Rubellavirus ausgelöst. Für Kinder sind Röteln in der Regel ungefährlich. Bei älteren Patienten können aber Komplikationen wie Gelenkentzündungen, Herzmuskelentzündung oder einer Bronchitis auftreten.
Gefährlich sind Röteln für Schwangere, vor allem in den ersten acht Wochen der Schwangerschaft. Bei 90 Prozent treten Schäden beim Embryo auf. Während der 13. bis 25. Schwangerschaftswoche sinkt das Risiko auf 25 bis 30 Prozent. In den ersten vier Monaten der Schwangerschaft können die schwersten Schäden durch eine Röteln-Infektion entstehen. Mögliche Folgen einer Röteln-Infektion sind eine Fehl- oder Frühgeburt oder das sogenannte Gregg-Syndrom. Bei diesem Syndrom tritt eine Kombination an Fehlbildungen auf: Herzfehler, Trübung der Linse der Augen und Innenohrtaubheit. Deshalb gehört die Untersuchung auf Röteln zur Schwangerschaftsvorsorge.
Röteln können aufgrund der Symptome anfangs leicht mit Masern oder Scharlach verwechselt werden. Ürbigens: Bei ca. 50 Prozent der Röteln-Infektionen treten keine Symptome auf.
Die Ansteckungsgefahr bei Röteln ist hoch. Sie werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Röteln sind sieben Tage vor und zehn Tage nach Beginn des Ausschlags ansteckend. Erst danach sollten Sie Ihr Kind wieder in den Kindergarten oder in die Schule gehen lassen und bis dahin vor allem auch den Kontakt mit Schwangeren vermeiden.
Nach einmaliger Erkrankung ist man in der Regel immun gegen Röteln. Für Röteln gibt es eine Impfempfehlung. Kinder bekommen die erste Impfung gegen Röteln meist zwischen dem 12. und 15. Lebensmonat. Die zweite Impfung sollte zwischen 15 und 23 Monaten folgen. Zwischen beiden Impfungen sollten mindestens vier Wochen liegen. Meist wird gegen Röteln in einer Dreifachimpfung zusammen mit Mumps und Masern geimpft. Vor allem für Mädchen und Frauen ist eine Röteln-Impfung wichtig, um schwere Komplikationen in einer möglichen späteren Schwangerschaft zu vermeiden.
Röteln verlaufen bei Kindern meist recht unkompliziert und so ist auch keine medikamentöse Behandlung notwendig.
Hinweis: Der Text ersetzt keine ärztliche Beratung.
(beh)

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