Nikolausgedichte für Kinder

"Warst du denn in diesem Jahr auch schön brav?" - Natürlich werden die erwartungsvollen Kinder diese Frage mit einem klaren Ja beantworten, wenn die Nikolaus sie stellt. Und wenn der noch nicht ganz überzeugt ist, dann wird ein schönes Nikolauslied oder Nikolausgedicht Knecht Ruprecht ganz sicher milde stimmen.


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Kurze Nikolausgedichte
Nikolausgedichte gibt es viele. Aber gerade jüngere Kinder sind oft zu aufgeregt, wenn der große Nikolaus plötzlich vor ihnen steht, als dass sie viele Strophen aufsagen könnten. Deshalb stellen wir Ihnen hier zuerst einige kurze Nikolausgedichte vor, die sich prima merken lassen. 


Kurze Nikolausgedichte
  • 1 / 7
    Nikolausabend

    Niklaus, Niklaus, lieber Mann,
    Klopf an unsre Türe an!
    Wir sind brav, drum bitte schön,
    lass den Stecken draußen stehn!

    Niklaus, Niklaus, huckepack,
    Schenk uns was aus deinem Sack!
    Schüttle deine Sachen aus,
    Gute Kinder sind im Haus!

    (Autor unbekannt)

  • 2 / 7
    Ach du lieber Nikolaus

    Ach du lieber Nikolaus,
    komm doch einmal in mein Haus!
    Hab so lange an dich gedacht!
    Hast mir auch was mitgebracht?

    (Christian Fürchtegott Gellert)

  • 3 / 7
    Holler Boller

    Holler boller Rumpelsack,
    Nikolaus trägt ihn huckepack.
    Weihnachtsnüsse gelb und braun,
    runzlig punzlig anzuschaun.
    Knackt die Schale, springt der Kern
    Weihnachtsnüsse ess ich gern.
    Komm bald wieder in dies Haus
    guter alter Nikolaus.

    (Albert Sergel)

  • 4 / 7
    Am Nikolaustag

    Horcht einmal hinaus!
    Bald kommt Herr Nikolaus!
    Er geht herum, er klopft bumbum,
    schaut dort hinauf und da hinein,
    dann kommt er gar zu uns herein
    und leert bei uns sein Sack aus,
    der gute, gute Nikolaus!

    (Autor unbekannt)

  • 5 / 7
    Ihr Kinder, stellt die Schuh' hinaus,

    Ihr Kinder, stellt die Schuh' hinaus,
    Denn heute kommt der Nikolaus.
    Und wart ihr immer gut und brav,
    Dann lohnt's euch Nikolaus im Schlaf.
    Er bringt euch Äpfel, Feigen, Nüss'
    Und gutes Backwerk, zuckersüß.
    Doch für das böse, schlimme Kind
    Legt er die Rute hin geschwind.

    (Autor unbekannt)

  • 6 / 7
    Nikolaus, sei unser Gast

    Nikolaus, sei unser Gast,
    Wenn du was im Sacke hast.
    Hast du was, so lass dich nieder,
    Hast du nichts, so pack dich wieder!
    Niklaus mit dem weißen Bart,
    Hab schon lang auf dich gewart'.
    Will auf meine Eltern hören.
    Musst mir was Gut's dafür bescheren!

    (Autor unbekannt)

  • 7 / 7
    Ruprecht, Ruprecht, guter Gast

    Ruprecht, Ruprecht, guter Gast
    Hast du mir was mitgebracht?
    Hast du was, dann setz dich nieder,
    Hast du nichts, dann geh nur wieder.

    (Autor unbekannt)



Weiterscrollen lohnt sich! Hier kommen noch drei weitere, etwas längere Nikolausgedichte.
Nikolaus-Gedicht: Knecht Ruprecht


© Thinkstock
(von Theodor Storm)


Von draußen, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Überall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein blitzen,
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.

Und wie ich strolch' durch des finstern Tann,
da rief's mich mit heller Stimme an:
"Knecht Ruprecht", rief es, "alter Gesell´,
heb deine Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
Alt und Jung sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
und morgen flieg ich hinab zur Erden;
denn es soll wieder Weihnachten werden!"

Ich sprach: "Oh lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist;
ich soll nur noch in diese Stadt,
wo's eitel gute Kinder hat."

"Hast denn das Säcklein auch bei dir?"
Ich sprach: "Das Säcklein, das ist hier;
denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
essen fromme Kinder gern."

"Hast denn die Rute auch bei dir?"
Ich sprach: "Die Rute, die ist hier;
doch für die Kinder nur, die schlechten,
die trifft sie auf den Teil den rechten!"

Christkindlein sprach: "So ist es recht;
so geh mit Gott, mein treuer Knecht!"
Von draußen, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich's hier innen find!
sind's gute Kind, sind's böse Kind?
Nikolausgedicht: Nikolaus, du guter Mann...
(Verfasser unbekannt)

Nikolaus, du guter Mann,
hast einen schönen Mantel an.
Die Knöpfe sind so blank geputzt,
dein weißer Bart ist gut gestutzt,
die Stiefel sind so spiegelblank,
die Zipfelmütze fein und lang,
die Augenbrauen sind so dicht,
so lieb und gut ist dein Gesicht.

Du kamst den weiten Weg von fern,
und deine Hände geben gern.
Du weißt, wie alle Kinder sind:
Ich glaub, ich war ein braves Kind.
Sonst wärst du ja nicht hier
und kämest nicht zu mir.
Du musst dich sicher plagen,
den schweren Sack zu tragen.

Drum, lieber Nikolaus,
pack ihn doch einfach aus.

Nikolausgedicht: Nikolaus im Walde

Nikolaus aus Shcokolade


© Thinkstock
(Verfasser unbekannt)


Es rauscht der Wind im Winterwalde
durch die kühle graue Flur
und ein Jeder hofft, - schon balde
find er St. Niklolauses Spur.

Ach, wann wird er endlich kommen,
dieser heiß ersehnte Gast ?
Kinder blicken teils benommen
von Baum zu Baum, von Ast zu Ast.

In den Blicken heißes Sehnen,
Fragen, was wird dann geschehn ?
Und mancher tut schon mal erwähnen,
"Ich hab St. Nikolaus gesehn".

Langsam neigt der Tag sich nieder,
Die Winternacht, sie steigt herauf,
als ein leises Raunen wieder,
stoppt der Kinder frommen Lauf.

Da aus dunstigem Gefilde
steigt wie eine Nebelnacht,
ein stilles schattiges Gebilde,
und die Dämmerung ist erwacht.

Kinderblicke werden helle
die Gesichter sind verzückt,
als Niklaus an der Tagesschwelle,
tritt in ihren Sehnsuchtsblick.

Du guter alter Nikolaus,
du Freund der Kinder nah und fern,
leer Deinen Sack heut bei uns aus,
wir alle haben dich so gern.


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