Osterbräuche von A bis Z

Es gibt zahlreiche Osterbräuche, ob Ostereier färben, den Osterhasen oder die Osterkerze. Doch woher stammen die Osterbräuche und was bedeuten sie? Wir erklären kurz und knapp die Ursprünge.


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Osterbrauch 1: Ostereier färben



Osterbräuche

Ostereier suchen ist einer der neueren Osterbräuche.


© Thinkstock
Das Färben von Ostereiern ist einer der weit verbreitesten Osterbräuche. Der Ursprung des Ostereis im christlichen Glauben ist bis heute nicht ganz geklärt. Das Ei gilt aber zum Beispiel in der Kunstgeschichte als Symbol für die Auferstehung. Es steht in vielen Religionen für neues Leben und Wiedergeburt, da aus ihm Leben schlüpft. Bereits im alten Rom und Griechenland wurden zu den Frühlingsfesten Eier verziert und Freunden geschenkt und in den Tempeln hingen die bunten Eier als Verzierung.

Den Osterbrauch des Ostereier Verschenkens kann man neben dem Ursprung aus den Schöpfungsmythen verschiedenster Völker auch auf das Mittelalter zurückführen. Hier wurden oft Abgaben an den Lehnsherrn, Lehrer und Kirchenträger mit Eiern ausgezahlt.

Übrigens: Da Eier während der Fastenzeit nach christlicher Tradition nicht gegessen werden durften, wurden die gelegten Eier gekocht, um sie haltbar zu machen. Am Ostersonntag durften dann wieder Eier gegessen werden. 

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Osterbrauch 2: Ostereier suchen

Vor allem bei Kindern ist dieser Osterbrauch sehr beliebt, aber auch so mancher Erwachsener legt noch Wert darauf, sein Osternest am Ostersonntag suchen zu müssen. Dieser Osterbrauch ist noch nicht so alt und wird im 17. Jahrhundert das erste Mal in Deutschland schriftlich erwähnt. Wie die Ostereiersuche wirklich entstand, ist nicht geklärt. Ihre Entstehung wird in die Zeit des Übergangs vom Heidentum zum Christentum gesetzt, da die Kirche sich einige heidnische Bräuche zu eigen machte.
Osterbrauch 3: Der Osterhase
Die Ostereier werden vom Osterhasen gelegt, bemalt und versteckt. Doch woher kommt dieser Osterbrauch? Der Osterhase kam recht spät ins Spiel: Je nach Region wurden die Eier an Ostern vom Fuchs, dem Kuckuck oder vom Hahn gebracht. Einen ersten Nachweis zur Osterhasentradition gibt es aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Erst mit der Spielzeug- und Süßigkeitenindustrie setzte sich der Osterhase wirklich im Volksglauben durch.

Der Hase stand jedoch schon weit davor für Fruchtbarkeit und einen Neuanfang, da er im Frühling seine Jungen bekommt und auf Futtersuche sich in der Nähe der Menschen aufhielt. Außerdem wurde er als Lieblingstier einiger Göttinnen, wie zum Beispiel von Aphrodite, angegeben.

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Osterbrauch 4: Das Osterlamm 

Der Osterlammbrauch ist auf einen Brauch beim jüdischen Pessachfest zurückzuführen. Beim Pessachfest, das an den Auszug aus Ägypten und somit an die Befreiung der Israeliten erinnert, wird traditionell ein Lamm geschlachtet. In der christlichen Tradition wird das Lamm als Zeichen des Lebens und der Reinheit gesehen. Es wurde zum Lamm Gottes und in den meisten Kirchen weist an Ostern eine Fahne auf den Sieg des Lammes hin, das den Tod überwunden hat.

Heute ist an Ostern neben dem Lammbraten auch ein gebackenes Osterlamm aus Rührteig ein weit verbreiteter Osterbrauch.
Osterbrauch 5: Das Osterfeuer
Das Feuer hat zwar auch im christlichen Glauben eine wichtige Position, wie zum Beispiel als Gott im brennenden Dornbusch Mose erscheint und die zehn Gebote verkündet. Der Osterbrauch des Osterfeuers ging allerdings aus einem heidnischen Brauch hervor: Nach dem kalten Winter sollte im Frühling durch das Feuer die Sonne auf die Erde herabgezogen werden, um die Erde wieder zu wärmen und so ernten zu können.
Osterbrauch 6: Das Osterwasser
Unter Osterwasser wird heute das in der Osternacht gesegnete Taufwasser verstanden. Der Ursprung des Osterbrauchs stammt aber auch hier aus heidnischer Zeit. Wasser galt schon immer als Symbol für Fruchtbarkeit und Leben und wurde bei den Germanen als Symbol der Fruchtbarkeits- und Frühlingsgöttin Ostera verehrt. Das Wasser an Ostern, so glaubte man, habe besondere Heilkräfte. So bleibe man jung und schön, wenn man am Ostermorgen in einem fließenden Bach bade. Vor allem unverheiratete Frauen gingen dieser Tradition nach.
Osterbrauch 7: Die Osterkerze
Dieser Osterbrauch hat eine römische, griechische, jüdische und christliche Tradition. Das Licht gilt als Zeichen des Lebens. Die Osternacht wurde mit Kerzen erhellt. Im 4. Jahrhundert ist die Osterkerze beim Christentum entstanden. Die Osterkerze steht für Jesus Christus, der über den Tod gesiegt hat. In der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird die Osterkerze am geweihten Osterfeuer entzündet und in die dunkle Kirche getragen. Dabei wird von der Gemeinde "Christus ist das Licht – Gott sei ewig Dank!" gesprochen. Daraufhin können die Gläubigen ihre eigenen, mitgebrachten Kerzen an der Osterkerze entzünden. Jesus wird hier als Ursprung des Lebens gesehen und er bringt Licht in die Dunkelheit. Die Osterkerze brennt nur bis Pfingsten.
Osterbrauch 8: Der Osterspaziergang
Bei diesem Osterbrauch geht die ganze Familie entweder am Ostersonntag oder am Ostermontag spazieren, um den Frühling willkommen zu heißen. (beh)






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