So bewältigen Kinder Probleme

Wie Kinder lernen Probleme zu bewältigen und durch den Aufbau von innerer Stärke und Widerstandskraft ihre Resilienz erhöhen.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Resilienz bei Kindern


Was Resilienz bedeutet und welche Krisen und Probleme Kinder zu meistern haben

Immer wieder schaffen es Kinder, Probleme zu meistern und gesund zu bleiben, obwohl ihre Lebensbedingungen nicht gerade einfach sind. Was haben diese Kinder, was andere in vergleichbarer Situation nicht haben? „Resilienz“ heißt der Fachbegriff dafür, zu übersetzen etwa mit „innere Stärke“ oder „innere Widerstandskraft“. „Ob jemand wirklich resilient ist oder nur durch eine momentane Krise gut durchkommt, können nur Langzeitbeobachtungen beweisen“, so Dr. Antje
Richter, Fachreferentin bei der Landesvereinigung Gesundheit Niedersachsen.
Risikofaktor Nummer eins sei eindeutig Armut - und in Deutschland würden etwa eine Millionen Kinder als arm gelten. Erschwerend kämen vor allem familiäre Konflikte, Gewalttätigkeit der Eltern, Delinquenz und frühe gesundheitliche Probleme hinzu. Trennung oder Scheidung der Eltern allein sei übrigens kein gravierender Risikofaktor. Rolle der frühen Mutter-Kind-Beziehung für die Resilienz Seit den 50er Jahren wird Resilienz in den USA wissenschaftlich untersucht. Und das hat einen erstaunlichen Wechsel der Sichtweisen gebracht. Nicht mehr nur Risiken und Defizite werden erforscht, sondern zunehmend persönliche Ressourcen und Quellen der Kraft. „Man kann heute nicht mehr sagen, dass jeder, der unter ungünstigen Lebensbedingungen aufwächst, ins gesellschaftliche Abseits gerät“, fasst Antje Richter zusammen. Für Deutschland belegt das die Mannheimer Risikokinderstudie, die seit mehr als zehn Jahren Kinder aus über 300 Familien beobachtet. Vor allem familiäre Belastungen würden die geistige und seelische Entwicklung der Kinder beeinträchtigen, schreibt Prof. Dr. Günter Esser, der die Untersuchung jahrelang betreut hat. Doch viele Risikokinder würden sich trotz massiver Belastung günstig entwickeln, während andere unter der gleichen Belastung eine schlechte Prognose aufweisen. Die Entwicklung einer guten Resilienz hinge vor allem davon ab, wie gut die frühe Mutter-Kind-Beziehung war. Krisen gehören zum Leben dazu und auch Kinder müssen lernen, mit Problemen umzugehen. „Man kann Kinder nicht gegen alles Unheil der Welt abschotten“, sagt Dr. Renate Niesel, wissenschaftliche Referentin am Staatsinstitut für Frühpädagogik in München. „Leiden gehört zum Wachsen dazu.“




Artikel kommentieren
Login