So familienfreundlich sind Städte in Deutschland

Was macht eine Stadt für Familien besonders lebenswert? Basierend auf aktuellen Zahlen hat eine Studie nun die 30 größten Städte Deutschlands auf einen Familienfreundlichkeits-Index gesetzt. Der Spitzenreiter? Überraschend!

Familienfreundliche Städte

Der Spitzenreiter beim Vergleich der familienfreundlichsten Städte ist Mönchengladbach. Die Stadt überzeugt mit vielen Schulen, günstigen Mieten, und vielen Grünflächen.


Die Familie steht für die meisten von uns im Ranking der wichtigsten Lebensbereiche unangefochten ganz oben. Kein Wunder: Was bringen uns der tollste Job und die spannendsten Hobbies, wenn wir am Abend nicht unserem Partner, unseren Kindern, Eltern oder Großeltern davon Berichten können. Familie ist einfach das, was uns im Leben immer Halt gibt. Tennisstar Serena Williams bringt es auf den Punkt: “Tennis is just a game, family is forever.”

Seit fünf Jahren steigt die Geburtenrate in Deutschland wieder stetig an. Eine eigene Familie zu gründen wird also auch wieder immer beliebter. Doch lässt sich diese Entwicklung auch mit dem aktuellen Städteboom in der Bundesrepublik vereinbaren? Diese Frage stellte sich die finanzen.de GmbH und stellte einen Familienfreundlichkeits-Index der 30 größten Städte Deutschlands auf. Anhand von zwölf verschiedenen Rubriken wird bewertet, wie familienfreundlich die deutsche Großstädte wirklich sind.

Die 12 Rubriken, anhand der die Studie prüft, wie familienfreundlich eine Stadt ist, umfassen Parks, Spielplätze, Kitas, Schulen, Mietpreis, Einkommen, Arbeitslosenquote, Straftaten, Verkehrsunfälle, Ärzte, Internet und – was braucht man noch, um als Familie glücklich zu sein? – na klar, Sonnenstunden! Um die unterschiedlich großen Städte überhaupt vergleichbar zu machen, wurde u. a. die Anzahl der Spielplätze oder Arztpraxen durch die jeweilige Einwohnerzahl geteilt.

Mönchengladbach Spitzenreiter, Chemnitz Verlierer

Als gebürtige Mönchengladbacherin freut mich das Ranking natürlich besonders. Denn auf Platz 1 schafft es die knapp 260.000 Einwohner starke Stadt am Niederrhein. Mit einer hohen Dichte an Schulen, einem durchschnittlichen Mietpreis von 7,82 € pro Quadratmeter, etwa 35 m² Grünfläche je Einwohner und Breitbandinternet in 97 % aller Haushalte hat die Nordrhein-Westfälische Stadt in puncto Familienfreundlichkeit die Nase vorn und erweist sich so trotz geringer Einkommen als die kinderfreundlichste Stadt im Index. Gefolgt wird sie von München, Bremen, Mannheim, Augsburg und Wiesbaden.

Auf dem letzten Platz des Rankings findet sich Chemnitz. Die sächsische Stadt punktet mit den niedrigsten Mieten und vielen Schulen. Im Index rutscht die Stadt aber wegen wenigen Spielplätzen, vielen Straftaten, keiner guten Ärztedichte und einer eher schlechten Versorgung mit Breitbandinternet nach ganz unten. Kaum besser schneiden allerdings auch Dortmund, Bochum und Duisburg ab. Berlin, Hamburg und Köln finden sich im unteren Mittelfeld.

Verschiedene Präferenzen

Doch familienfreundlich bedeutet nicht für jeden das Gleiche. Vielleicht sind dir die Sonnenstunden einer Stadt egal, oder du findest, dass das Durchschnittseinkommen einer Stadt oder die Anzahl an Verkehrsunfällen den Lebenswert für Familien nicht beeinflusst. Auf der Seite der Studie kannst du die Filter nach deinen eigenen Präferenzen auswählen, um dir einen individuellen Score anzeigen zu lassen. Klicke einfach die Punkte an, die du als wichtig erachtest.

Doch ganz egal, wie deine Stadt im Index abschneidet – entscheidend ist nie der Wohnort, sondern das, was wir daraus machen.

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