Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
Studie beweist: Bis zu 90% weniger Fälle von Gebärmutterhalskrebs durch HPV-Impfung

Studie beweist: Bis zu 90% weniger Fälle von Gebärmutterhalskrebs durch HPV-Impfung

Impfung empfohlen

Jährlich erkranken laut Deutscher Krebsgesellschaft ca. 4.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Die gute Nachricht: Seit es die Impfung gegen die krebsverursachenden HP-Viren gibt, sind die Erkrankungen gesunken. Darum empfiehlt es sich, dass ihr eure Kinder, wenn möglich, gegen HPV impfen lasst.

Geimpfte Frauen erkranken seltener an Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs wird durch eine Übertragung von sogenannten Humanen Papilomviren (HPV) ausgelöst und ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen und jungen Mädchen. Um die Entstehung von Gebärmutterhalskrebserkrankungen zu verhindern, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) seit 2007 die HPV-Impfung für Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Seit 2018 gilt diese Impfempfehlung sogar auch für Jungen.

Auch in Großbritannien wurde 2008 die Impfung gegen HPV bei Mädchen von 12 bis 13 Jahren und später für Frauen von 14 bis 18 Jahren eingeführt. Eine groß angelegte britische Beobachtungsstudie untersuchte in einem Kohortenvergleich mit ungeimpften Mädchen und Frauen, wie sich die Zahlen von Gebärmutterhalskrebs dahingehend veränderten. In einigen Altersgruppen reduzierten sich die Raten der Erkrankung sogar um über 90 %.

Die geschätzte relative Verringerung der Gebärmutterhalskrebsraten nach Alter bei Angebot der Impfung betrug 34 % (95 %) für das Alter 16-18 Jahre (Schuljahr 12-13), 62 % für das Alter 14-16 Jahre (Schuljahr 10-11) und 87 % für das Alter 12-13 Jahre (Schuljahr 8), verglichen mit der ungeimpften Referenzkohorte.

Auch in Deutschland weniger Fälle von Gebärmutterhalskrebs

Auch das statistische Bundesamt hatte im letzten Jahr gute Nachrichten: Die Zahl der Frauen, die mit Gebärmutterhalskrebs im Krankenhaus behandelt werden, ist stark gesunken.

Um ganze 10 % ist die Zahl der Frauen, die mit Gebärmutterhalskrebs stationär behandelt werden, in den letzten zehn Jahren gesunken. Zum Weltkrebstag am 4. Februar 2020 teilte das Bundesamt mit, dass im Jahr 2017 in Deutschland insgesamt 14.509 Frauen mit Gebärmutterhalskrebs im Krankenhaus behandelt wurden. Fast die Hälfte der betroffenen Patientinnen war zwischen 45 und 65 Jahre alt, ein weiteres Viertel älter als 65 Jahre.

Insgesamt starben von 2007 bis 2017 durchschnittlich 1.570 Frauen pro Jahr an Gebärmutterhalskrebs. Das sind 1,5 % aller in diesem Zeitraum an einer Krebserkrankung verstorbenen Frauen. Zum Vergleich: Brustkrebs ist mit einem Anteil von 19 % die häufigste Krebserkrankung mit Todesfolge bei Frauen.

Impfung nicht nur für Mädchen wichtig

Der Gebärmutterhalskrebs entsteht durch Viren, die sexuell übertragen werden können. Also können auch Jungen erkranken. Nicht jede Übertragung löst dabei auch eine Krebserkrankung aus, doch bei Jungen können auch Feigwarzen, Peniskarzinome, Analkrebs oder Mundhöhlenkrebs entstehen. Kondome bieten keinen 100%igen Schutz gegen diese Viren, so meldet die Deutsche Krebsgesellschaft. Das heißt, eine Impfung ist sowohl für junge Mädchen als auch für Jungen zwischen 9 und 14 Jahren empfohlen. Fragt dazu am besten euren Kinderarzt bzw. die Ärztin und informiert euch bei der Ständigen Impfkommission.

Leider ist auch Brustkrebs eine der häufigsten Krebserkrankungen unter Frauen und ihr solltet euch unbedingt mit den Symptomen auseinandersetzen und regelmäßig abtasten.

Bildquelle: Getty Images/Prostock-Studio

Na, hat dir "Studie beweist: Bis zu 90% weniger Fälle von Gebärmutterhalskrebs durch HPV-Impfung" gefallen, weitergeholfen, dich zum Lachen oder Weinen gebracht? Dann hinterlasse uns doch ein Like oder teile den Artikel mit anderen netten Leuten. Wir freuen uns sehr über dein Feedback – und noch mehr, wenn du uns auf Pinterest, Facebook, Instagram, Flipboard und Google News folgst.

Galerien
Lies auch
Teste dich