Vom ersten Zahn bis zum fertigen Milchgebiss

20 Zähne hat das Milchgebiss eines Babys. Bis alle Zähnchen durchgebrochen sind, dauert es fast zwei Jahre. In unserer Infografik sehen Sie, wie sich das Milchgebiss nach und nach entwickelt und welche Zähnchen als erstes kommen.


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Milchzähne beim Kleinkind


© iStock

Die fertigen Anlagen für sein Milchgebiss hatte Ihr Baby schon, als es noch friedlich in der Gebärmutter schaukelte. Jetzt müssen die Zähnchen nur noch durchbrechen. Nur noch ist natürlich absolut untertrieben. Bis das Milchgebiss komplett da ist, bedeutet das harte Arbeit für das Baby. Kein Wunder, dass es jetzt oft weinerlich und schlecht gelaunt ist. Zahnen ist einfach unangenehm für das Baby. Dabei helfen können Sie ihm leider nicht viel. Diese 6 Tipps bringen trotzdem etwas Erleichterung.

Zahnen: Was dem Baby hilft
  • 1 / 6
    Massage

    Eine Massage des Zahnfleischs tut vielen Babys jetzt gut. Nutzen Sie dafür einfach eine sauberen Finger oder Baby-Zahnpflege-Fingerlinge. Zur Linderung der Schmerzen können Sie dabei das Zahnfleisch mit kühlem Kamillentee einreiben. Auch der abgekühlte Tee aus 5 Gewürznelken, die in 200 ml Wasser für rund zehn Minuten siedeten, kann Zahnungsschmerzen lindern.

  • 2 / 6
    Beißen lassen

    Das Herumkauen auf härteren Gegenständen wirkt ebenfalls wie eine wohltuende Massage für das drückende und juckende Zahnfleisch. Am besten eignen sich dafür schadstofffreie Beißringe oder feuchte Waschlappen. Leicht gekühlt mindern sie die Durchblutung, lindern den Schmerz und hemmen mögliche Entzündungen. Auch ein Stück Brotrinde oder gekühlte Stücke Fenchel und Möhre können als Zahnungshelfer dienen. Lassen Sie Ihr Baby damit aber nicht unbeaufsichtigt, es könnte sich verschlucken.

  • 3 / 6
    Veilchenwurzel

    Die Veilchenwurzel hat eine schmerzstillende Wirkung und wird von einigen Hebammen als Zahnungshilfe empfohlen. Einziges Problem: die Hygiene. Auf dem Holz können sich schnell Keime bilden. Wenn Sie die Wurzel dennoch ausprobieren möchten, spülen und kochen Sie sie regelmäßig mit Wasser ab und lassen Sie sie gut durchtrocknen. Rissige und kaputte Wurzeln entsorgen und nicht mehr zum Beißen anbieten!

  • 4 / 6
    Zahnungsgel

    Leidet ihr Baby sehr, können schmerzstillende und entzündungshemmende Zahnungsgels Linderung verschaffen. Lassen Sie sich dazu vom Kinderarzt oder in der Apotheke hinsichtlich der richtigen Salbe und wichtiger Anwendungshinweise beraten.

  • 5 / 6
    Homöopathie

    Einige Mamas schwören auf Homöopathie bei Zahnungsschmerzen. In Frage kommt da vor allem der Wirkstoff Chamomilla (Kamille).

  • 6 / 6
    Lätzchen

    Bei vermehrtem Speichelfluss beim Zahnen sind Hals und Brust im Nu durchnässt. Halstücher und Lätzchen sorgen dafür, dass Strampler und Hemdchen trocken bleiben.


Jedes Zähnchen schiebt sich nach und nach mühevoll durch das Zahnfleisch. Als erstes brechen die unteren Schneidezähne durch. Meistens ab dem 6. – 8. Monat. Kurz darauf kommen auch die oberen Schneidezähne, direkt gefolgt von den seitlichen. Damit das Essen von fester Nahrung endlich auch richtig Spaß macht, kommen ab dem ersten Lebensjahr die sogenannten Milchmahlzähne dazu. Also die ersten breiteren Milchzähne, die beim Kauen helfen. Die Eckzähne brechen erst ziemlich spät durch – etwa ab dem 16. Monat. Ein zweites Paar Milchmahlzähne machen das Milchgebiss komplett.

Zu seinem zweiten Geburtstag kann Ihr Baby dann schon mit allen seinen Zähnen lachen. Die behält Ihr Kind auch bis etwa zum sechsten Lebensjahr. Dann können die ersten Milchzähne ausfallen. Sie werden nach und nach von den bleibenden Zähnen ersetzt. In unserer Infografik sehen Sie noch einmal im Überblick, wie sich das Milchgebiss entwickelt.


Milchgebiss: So entwickeln sich die Zähne des Babys

Milchgebiss: So entwickeln sich die Zähne des Babys


© vision net ag

Die Milchgebiss-Grafik steht Ihnen auch zum kostenlosen Download zur Verfügung. Dafür klicken Sie einfach auf das Bild, speichern die Grafik oder drucken Sie direkt aus. Auf der Grafik finden Sie außerdem Checkboxen zum Abhacken. Jedes neue Zähnchen kann dann genau dokumentiert werden.
Richtige Pflege von Anfang an

Damit das neue Milchgebiss auch gesund bleibt, ist die richtige Pflege ganz wichtig – von Anfang an. Am Anfang genügt es, den Milchzahn einmal am Tag mit einer weichen Zahnbürste und vorerst nur mit Wasser zu putzen. Später können Sie dann auch einen etwa erbsengroßen Klecks Kinderzahnpasta auf die Zahnbürste geben. Gestalten Sie die Zahnpflege ruhig spielerisch, erzählen Sie dabei zum Beispiel eine Geschichte. So wird das Zähneputzen schon bei Ihrem Baby zu einem festen Ritual am Abend.

Ab etwa zwei Jahren - also wenn dass Milchgebiss komplett durchgebrochen ist - sollten die Milchzähne zwei Mal am Tag geputzt werden. Auch wenn es am Anfang noch nicht richtig klappen will, lassen Sie Ihr Kind ruhig erste eigene Putzversuche wagen. Mit diesen lustigen Zahnpflegeprodukten macht dass auch doppelt so viel Spaß.






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