familie.de testet den healthy home coach von Netatmo

Wearables geben uns in Echtzeit Auskunft über unsere Gesundheit - ganz normal. Aber wie gesund ist eigentlich unser zu Hause? Wir haben den healthy home coach von Netatmo getestet. 


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Wir benutzen Wearables, Fitnesstracker und haben Ernährungscoaches als App. Seine Gesundheit von digitalen Helferchen überwachen zu lassen ist inzwischen keine Seltenheit mehr. Aber wie sieht es mit der Gesundheit unserer eigenen vier Wände aus? Auch das Raumklima kann krank sein und Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme verursachen und kann Grund für Schlafstörungen sein.

Test: healthy home coach von Netatmo


© privat
Ich bin gerade erst umgezogen und war neugierig, ob mein neues zu Hause „gesund“ ist. Also habe ich den healthy home coach von Netatmo getestet. Das Gerät verspricht eine optimale Raumklimaüberwachung – für die ganze Familie, für Babys und auch für Asthmatiker. Diese differenzierten Einstellungen machen absolut Sinn. Gerade für unsere Kleinsten ist eine optimale Schlafumgebung wichtig, um wirklich erholsam zu schlummern. Aber auch die Option, das Gerät auf die speziellen Bedürfnisse von Asthmatiker anzupassen zu können, finde ich klasse – auch wenn ich diese Einstellung Gott sei Dank nicht benötige.

Einfaches Setup


Der erste Eindruck zählt! Und da konnte der healthy home coach auf jeden Fall punkten. Die Inbetriebnahme ist so einfach und selbsterklärend, dass erst gar kein dickes Handbuch mitgeliefert wird. Gut so, denn für solche Wälzer bin ich ohnehin zu ungeduldig. In wenigen Schritten war der Home Coach betriebsbereit:

• kostenlose healthy home coach App herunterladen (Android und iOS)
• mit einer E-Mail-Adresse registrieren
• mit WLAN verbinden
• healthy home coach an die Steckdose anschließen

Der Registrierungsprozess ging wirklich flott. Es muss nur eine E-Mail-Adresse angegeben und ein Passwort eingerichtet werden. Fertig! Mehr Daten wurden nicht abgefragt. Ein nettes Feature: Man kann dem healthy home coach einen Namen geben. Ich taufte ihn Pinky, angelehnt an die matte rosegoldene Optik. Gar nicht so dumm diese Idee. So hatte ich zu diesem Ding irgendwie sofort eine andere Verbindung – der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Während der Testphase hat Pinky in jedem Raum der Wohnung gewohnt. Aber vor allem wollte ich checken, wie sich das Raumklima nachts im Schlafzimmer verändert. In diesen Stunden bin ich den Bedingungen letztlich irgendwie ausgesetzt. Also hat Pinky die Nachtwache übernommen. In regelmäßigen Abständen misst das Gerät die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, den CO2-Wert und den Lärmpegel. Diese Daten kann man dann über die App abrufen. Ein Zeitstrahl ermöglicht es einem, bis zu 24 Stunden in die Vergangenheit zu schauen. Länger werden die Daten nicht gespeichert. Reicht aber auch völlig aus, da ich dank der Push-Nachrichten eh jeden Tag in die App geschaut habe.
Dein Raumklima ist "SCHLECHT"
Leider begann meine Testphase SCHLECHT. Gleich nach der ersten Nacht fiel das Ergebnis ernüchternd aus. Mein Raumklima im Schlafzimmer war SCHLECHT. So stand es in großen Buchstaben auf der Auswertung. Na toll! Ich war etwas deprimiert. Der CO2-Gehalt war deutlich zu hoch. Eigentlich kaum verwunderlich. Das Schlafzimmer ist recht klein, Türe und Fenster waren geschlossen. Das habe ich in der nächsten Nacht gleich geändert. Und siehe da, der Wert war deutlich besser. Ich war wieder beruhigt. Inzwischen habe ich es mir angewöhnt, mit offenem Fenster zu schlafen. Nur wie ich das im Winter machen werde, ist mir noch nicht klar. Denn ich friere immer und bei Minusgraden das Fenster offen zu lassen klingt für mich nicht nach einer Option.

Wegen dieses holprigen Starts hat mich dann leider jede Push-Nachricht irgendwie etwas nervös gemacht. Was stimmt wieder nicht? Dabei wollte mir Pinky manchmal nur mitteilen, dass es etwas zu warm in der Wohnung ist. Im Hochsommer, bei einer Außentemperatur von über 30 Grad ist das aber nicht untypisch. Entwarnung! In der Testphase mit der Baby-Einstellung wurde meine Sorge vor schlechten Bewertungen noch größer. Sehr oft griff ich nach meinem Handy und checkte die Home Coach App.

Screenshot von der healthy home coach App

Wie gut ist die Luft? Screenshots aus der App


© privat
Natürlich ist das Typsache. Ich weiß auch nicht, warum ich mir so viele Gedanken gemacht habe. Ich achte ohnehin sehr darauf, die Wohnung genügend zu lüften. Ich wohne eben nicht im Wald sondern in einer Stadtwohnung – absolut rein wird die Luft hier nie werden. Für Lüft-Muffel halte ich die Push-Funktion der App aber für absolut sinnvoll. Die Meldungen sind nicht aufdringlich und erinnern einen mit zum Teil lustigen Sprüchen daran, die Fenster zu öffnen. In Erinnerung geblieben ist mir: „Die CO2-Werte sind heute Abend extrem hoch! Geben Sie eine Party? Auch das wäre keine Entschuldigung dafür, das Lüften zu vergessen!“ Da musste ich ein wenig Schmunzeln. Ach Pinky!
Nichts für Angsthasen wie mich

Ich muss gestehen, ich bin mir nicht sicher, ob der Netatmo healthy home coach für mich persönlich das Richtige ist. Denn ich neige dazu, mir zu viele Sorgen zu machen. Eine permanente Überwachung des Raumklimas ist dem nicht sonderlich zuträglich. Mit der Funktionsweise des home coaches bin ich aber absolut zufrieden gewesen. Er macht genau das, was er soll: Er leistet eine optimale Raumklimaüberwachung und hilft dabei, die eigenen vier Wände gesund zu halten. Die Bedienung ist einfach, selbsterklärend und intuitiv. Kritikpunkt ist lediglich, dass Pinky immer eine Steckdose benötigt hat – ohne Strom keine Raumklimaüberwachung. Manchmal war es ein bisschen nervig, für das Gerät den passenden Platz zu finden, da Steckdosen entweder schon besetzt oder zugestellt waren.

Zwar lassen sich mehrere Geräte mit einer App koppeln, so dass man alle Räume parallel überwachen kann, doch dafür braucht man eben auch ein Gerät pro Raum. Bei einem Einzelpreis von 99 Euro eine kostspielige Anschaffung. Wer technikbegeistert ist und Spaß am Smart-Home-Prinzip hat, der wird seinen home coach sicher auch schnell ins Herz schließen.

Produkt healthy home coach von Netatmo
Design
Funktionalität
Handhabung
Nutzwert
Gesamtwertung 4
Fazit

Der healthy home coach von Netatmo macht genau das, was er soll: eine optimale Raumklimaüberwachung - und zwar ohne kompilzierte Voreinstellungen. Das Handling ist intuitiv und wirklich einfach. Push-Nachrichten helfen, das Raumklima gesund zu halten. Aber Vorsicht: Es kann passieren, dass man sich verunsichern lässt.

Der healthy home coach von Netatmo kostet ca. 99 Euro




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