Wie der Urlaub mit befreundeten Familien klappt

Die Voraussetzung für einen gelungenen Urlaub mit befreundeten Familien ist eine gute Reisevorbereitung. Wichtig sind vor allem klare Absprachen - und dass Kinderwünsche berücksichtigt werden.


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Was spricht für den gemeinsamen Urlaub mit Freunden?


Praktisch: Wenn befreundete Familien mit Kindern im ähnlichen Alter gemeinsam in den Urlaub fahren, sind Spielgefährten automatisch dabei. Und wenn die Eltern sich bei der Kinderbetreuung abwechseln, hat jedes Elternpaar auch ein bisschen kinderfreie Zeit für sich. Außerdem macht das Spielen, Wandern, Paddeln und Sandburgen bauen mit vielen Leuten einfach mehr Spaß!

Mama und Tochter am Strand


© Thinkstock
Es gibt allerdings einen Punkt, den man auf keinen Fall unterschätzen sollte: Eltern und Kinder sind es oft gar nicht gewohnt, in einem fremden Umfeld viel Zeit auf engstem Raum miteinander zu verbringen - und mit anderen. Dies fällt umso mehr ins Gewicht, wenn die Erwartungen sehr groß sind. Kein Wunder also, dass es im Urlaub öfter mal Streit gibt, auch und gerade bei Leuten, die sich gut kennen. Sind Freunde dabei, entschärft das zwar manche Situation - andere hingegen können genau deswegen eskalieren. Dazu ergeben sich im Urlaub auch Gelegenheiten, mit den Freunden zusammenzugeraten… „Was ist, wenn man sich nach ein paar Tagen nur noch zofft?“ Diplom-Psychologin Angelika Faas: „Man kann sich noch so lange kennen - schiefgehen kann es trotzdem. Genauso können aber durch einen gemeinsamen Urlaub aus guten Bekannten Freunde fürs Leben werden."

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Organisation und Kommunikation sind das A und O

Zwar sollte man so eine Reise nicht durchplanen wie einen Staatsbesuch, aber so manches lässt sich schon lange vorher abklopfen. Die Entscheidung Campingplatz oder Hotel, kuschelige Pension oder All-Inclusive-Anlage, Ferienhaus oder Vollpension hilft ebenso beim Aussieben der möglichen Ferienpartner wie die alles entscheidende Frage: Meer oder Berge?  Wenn sich die einen nach einem Faulenzer-Badeurlaub sehnen, die anderen aber mit Mountainbikes Downhill-Rekorde aufstellen wollen, empfiehlt sich der gemeinsame Urlaub wirklich nicht unbedingt.

Überhaupt sind Freiräume für jeden der beste Garant dafür, dass der Urlaub gelingt. Deswegen ist auch ein gemeinsames Ferienhaus keineswegs immer die optimale Lösung. Denn: Auch wenn man sich mit den anderen total gut versteht, manchmal möchte man als Familie auch unter sich sein. Und oft sind es ganz banale Dinge, die in einem gemeinsamen Haushalt zu Problemen führen: Besteht etwa eine Familie aus Frühaufstehern, während die anderen gern ein bisschen länger im Bett bleiben, dauert die Urlaubsharmonie meist nicht lang.

Streitpunkte und Lösungen
  • 1 / 4
    Besetztes Bad

    Morgendliches Gedrängel vor der Badtür bekommen Sie mit einem Zeitplan in den Griff. Am besten Ferienhaus/-wohnung mit zwei Bädern bzw. separatem WC mieten.

  • 2 / 4
    Das bisschen Haushalt

    Wenn immer nur einer einkauft, kocht und putzt, schafft das Unfrieden. Hier hilft der klassische WG-Putz-, Einkaufs- und Kochplan.

  • 3 / 4
    Rauchen

    Klare Regeln aufstellen. Und sobald Kinder dabei sind, ist Rauchen im Haus sowieso tabu.

  • 4 / 4
    Ständige Spendierhosen

    Wenn die befreundete Familie keine Eisdiele auslässt, Sie das aber nicht mitmachen wollen, sollten Sie die anderen bitten, es zu lassen, solange Sie gemeinsam unterwegs sind.


Auch die Erziehungsstile der Familien sollten ebenfalls zueinander passen oder angeglichen werden, damit die Kinder wissen, woran sie sind. Wenn sie nicht wissen, welche Regeln gelten, sind Konflikte programmiert.  Natürlich muss man nicht jede Kleinigkeit festlegen, aber die Richtung sollte allen klar sein.
Damit es auch den Kindern Spaß macht …

Gleichaltrige Kinder haben ähnliche Interessen.

Gleichaltrige Kinder haben ähnliche Interessen.


© Thinkstock
Voraussetzung für gelungene Ferien ist, dass die Kinder vom Alter her zusammenpassen. Die Bedürfnisse von Zwei- und Zehnjährigen liegen so weit auseinander, dass der Vorteil, andere Kinder dabeizuhaben, eher zum Nachteil wird. Schon der unterschiedliche Tagesablauf - kleine Kinder brauchen oft noch ihren Mittagsschlaf - macht gemeinsame Unternehmungen schwierig. Anders verhält es sich, wenn mehrere Kinder unterschiedlichen Alters zusammen sind, denn dann können sich Große und Kleine getrennt zusammentun. Die werden dann mal von der einen, mal von der anderen Familie betreut oder auch mal nur von den Vätern oder den Müttern.

Urlaub mit Kindern sollte auch Kinderurlaub sein, denn dichts kann den Urlaubsspaß mehr verderben als permanent maulende Kinder. Ganz gleich, wohin und mit wem man fährt, das Wichtigste ist, den gemeinsamen Urlaub so ausgewogen wie  möglich zu gestalten. Dabei sollte selbstverständlich auch die Meinung der Kinder berücksichtigt werden. Denn das Urlaubsziel kann noch so toll sein und die Elternpaare noch so gut befreundet -  wenn sich die Töchter der beiden Familien nicht verstehen oder die Söhne lieber ans Meer wollten statt in die Berge, steht die Reise unter keinem guten Stern. Umgekehrt gilt aber: Sind die wichtigsten Voraussetzungen geklärt, wird es bestimmt der tollste Urlaub der Welt!  



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