Hausstaubmilben: allergiegefährdete Kinder schützen

Viele Kinder reagieren allergisch auf Hausstaubmilben. Was ihnen dann am besten hilft und wie Sie die Milben weitgehend aus Ihrer Wohnung verbannen können, lesen Sie hier.


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In Großaufnahme sehen sie wie Monster aus, doch eigentlich sind Hausstaubmilben harmlos. Sie beißen oder stechen nicht und übertragen auch keine Krankheiten. Doch sie hinterlassen überall ihren Kot – und der macht vielen Menschen schwer zu schaffen. Denn nach den Pollen ist er der zweithäufigste Auslöser für Allergien. Betroffen sind vor allem Kinder.


Fiese Monster: Hausstaubmilben ernähren sich hauptsächlich von Hautschuppen.

Fiese Monster: Hausstaubmilben ernähren sich hauptsächlich von Hautschuppen.


© Thinktock

Allergie gegen Hausstaubmilben ensteht in den ersten Lebensjahren


„Eine Hausstaubmilben-Allergie entwickelt sich meist früh, in den ersten fünf bis sechs Lebensjahren. Untersuchungen zufolge sind bis zum sechsten Geburtstag fast sieben Prozent der Kinder gegen die Milben sensibilisiert“, erklärt Prof. Ulrich Wahn, Experte für Allergien im Kindesalter. Das bedeutet: Ihr Immunsystem hat die Eiweiße in den Ausscheidungen der winzigen Spinnentierchen bereits als „Feinde“ registriert und Antikörper dagegen gebildet. „Das lässt sich daran erkennen, dass der Allergietest positiv ausfällt, aber noch keine Beschwerden vorliegen“, so der Leiter der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie an der Berliner Charité.
Symptome für eine Allergie gegen Hausstaubmilben
Der Weg zur allergischen Reaktion gegen Hausstaubmilben ist dann nicht mehr weit: Juckende Augen, eine verstopfte oder laufende Nase, Niesanfälle, Husten oder schwere Atemnot - all das können Hausstaubmilben auslösen. Bei kleinen Neurodermitis-Patienten reagiert auch die Haut verstärkt mit juckenden Ekzemen. Anders als beim Heuschnupfen treten die Symptome ganzjährig auf. Besonders schlimm wird es zu Beginn der Heizperiode. Dann stirbt ein Großteil der Hausstaubmilben ab und ihre Körper hinterlassen zusätzliche Allergene, die sich – wie der Milbenkot – mit Staub verbinden und eingeatmet werden. 

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Lieblingsort der Hausstaubmilbe: das Bett

Besonders zahlreich lauern die unsichtbaren Mitbewohner dort, wo es schön warm und feucht ist und Menschen viel Zeit verbringen. Denn ihre wichtigste Nahrungsquelle sind unsere Hautschuppen. Vor allem im Bett tummeln sich Hausstaubmilben gerne. Deshalb sind die Beschwerden nachts und morgens meist besonders stark. Doch selbst, wenn Ihr Kind bislang nur leichte Symptome zeigt, sollten Sie frühzeitig Maßnahmen ergreifen.

"Kein anderes Allergen birgt ein so hohes Risiko, ein allergisches Asthma zu entwickeln und dieses auch lange zu behalten, wie die Hausstaubmilbe", betont Prof. Ulrich Wahn. Und gerade diesen Etagenwechsel der Beschwerden von den oberen auf die unteren Atemwege gilt es zu vermeiden.
Milbensicher schlafen
Die wirksamste Therapie gegen Hausstaubmilben ist es, den kleinen Krabbeltieren ihren häuslichen Aufenthalt zu verleiden, damit der Allergiker weniger mit ihnen in Kontakt kommt. "Schon dadurch lässt sich oft eine deutliche Erleichterung bei den Beschwerden beobachten, was den Einsatz von Medikamenten hinauszögern oder aber reduzieren kann", sagt der Kinderarzt und Allergologe. Die wichtigsten Sanierungsmaßnahmen in der Wohnung betreffen dabei den Schlafbereich des Kindes. Denn hier, vor allem in der Matratze, finden die Hausstaubmilbenilben nicht nur ideale Lebensbedingungen: Nirgendwo sonst sind sie den kindlichen Atemwegen so nah - und das rund zehn Stunden am Tag. Der beste Milbenschutz für das Bett ist ein spezieller allergendichter Matratzenbezug. Solche "Encasings" verhindern ein Entweichen des Milbenkots in die Luft. Gleichzeitig schneiden sie die Tierchen von ihrem Futter, den Hautschuppen, ab und dämmen so ihre Vermehrung ein. "Das senkt die Allergenbelastung um 99 Prozent", so der Experte. Auch Encasings für Kissen und Oberbett können helfen, die Beschwerden zu lindern. "Sinnvoll sind diese Bezüge nur für Federbetten. Bei waschbarer Synthetik-Bettwäsche braucht man sie nicht. Denn eine 60-Grad-Wäsche überlebt die Milbe nicht", sagt Ulrich Wahn.

Deshalb gilt:
Waschen Sie das gesamte Bettzeug regelmäßig heiß - Bettbezüge wöchentlich, Kissen und Decken mindestens alle sechs Wochen, Encasings etwa alle drei Monate.

> Auf der nächsten Seite finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Behandlung Allergie gegen Hausstaubmilben <




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Kommentare
  • Holger11

    Sehr schöner und interessanter Bericht. Da ich mich auch mit dem Thema beschäftige, habe ich diesen Artikel sehr aufmerksam gelesen. Wenn es um das Thema „Milbensicher Schlafen“ geht, kann ich euch unser Allergie 1x1 empfehlen: http://www.wohnbedarf-pies.de/home4feeling/allergiker-bettwaesche/ Ich hoffe, wir können damit Betroffenen ein bisschen helfen.
    @mariamia: Ja, den Blog kenne ich auch, ist echt sehr interessant!
    VG Holger

  • mariamia

    Ich habe letzte Woche einen Blog gelesen der die Leidensgeschichte einer Familie aufzeigt, die eine Allergie gegen Hausstaubmilben hat. Der Blog (http://hausstaub-milben-allergie.de/) hat mich wirklich sehr interessiert, da ich und meine Familie auch unter einem ähnlichen Problem leiden. Seitdem wir das Allergie-Problem haben, benutze ich ein Mittel aus der Apotheke namens Milbiol. Als ich dieses Spray wiederholt in der Apotheke kaufen wollte, war es leider ausverkauft. Nun habe ich aber ein Spray gefunden, es nennt sich Milbopax, was die Allergie fast vollständig unterdrückt also super wirkt. Auch das bekommt man in der Apotheke! Für mich ist dieses Spray fast wie ein kleines Wundermittel, es erleichtert mir und meiner Familie das alltägliche Leben. Kaum bis keine Niesanfälle mehr, Augenjucken, Schnupfen. Probiert es aus!