Ringelröteln: Symptome, Bilder & Behandlung

Ringelröteln (auch bekannt als "Ohrfeigenkrankheit") zählen wie Röteln, Mumps oder Scharlach zu den klassischen Kinderkrankheiten. Eine Impfung gibt es nicht, aber meist verläuft die Infektion bei Kindern ohne Komplikationen.


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Hautausschlag bei Ringelröteln am ganzen Körper.

Der Hautausschlag kann bei Ringelröteln am ganzen Körper auftreten.


© Andrew Kerr via Wikimedia Commons
Ursache der Ringelröteln ist eine Infektion mit dem Parvovirus B19. Meist erkranken Kinder zwischen fünf und 15 Jahren, wobei häufig keinerlei oder nur gering ausgeprägte Symptome auftreten. Äußerst selten kommt es zu Komplikationen.

Aber:
So unbedenklich eine Ringelrötelninfektion für Kinder ist, so gefährlich kann Erkrankung für Schwangere sein, denn es besteht Gefahr für das ungeborene Kind. Die Infektion kann sich auf das Baby übertragen, mitunter mit schweren Folgen. In den ersten Monaten der Schwangerschaft führen Ringelröteln oft zu einer Fehlgeburt; eine Ringelröteln-Infektion zwischen der 10. und 22. Schwangerschaftswoche kann schwere gesundheitliche Folgen für das ungeborene Kind haben.

Wie ansteckend sind Ringelröteln?


Ringelröteln werden per Tröpfcheninfektion übertragen und gelten generell aber als wenig  ansteckend. Der Erreger kann zudem auch einige Zeit auf der Haut und Gegenständen überleben und so veiterverbreitet werden. Da der Hautausschlag nur bei einem Viertel der Betroffenen auftritt, gibt es alle paar Jahre "Epidemien" in Kindergärten und Schulen. Denn: ansteckend sind Ringelröteln auch dann, wenn sie nicht sichtbar sind.

Typischer Schmetterlingsausschlag bei Ringelröteln.

Typischer Schmetterlingsausschlag bei Ringelröteln.


© Dr. Rautenstrauch
Die Inkubationszeit (Zeitraum zwischen Infektion und Ausbruch) liegt zwischen 4 und 21 Tagen. Die Ansteckungsgefahr ist zwischen dem 4. und 10. Tag nach der Infektion am größten. Gegen die Ringelröteln gibt es keine Impfung, wer die Krankheit einmal hatte ist lebenslang gegen sie immun.
Symptome der Ringelröteln

Nach zwei bis drei Tagen können grippeähnliche Symptome, wie Kopfschmerzen, leichtes Fieber und Schüttelfrost auftreten.

➤ Erst nach ca. einer Woche kommt es zu dem für Ringelröteln typischen Hautausschlag. Dieser breitet sich schmetterlingsförmig im Gesicht aus. Meist bilden sich zuerst an den Wangen und der Nase große roten Flecken, dabei ist Mundbereich oft ausgespart.

Ringelröteln: Mundbereich meist nicht betroffen.

Der Mundbereich ist meist nicht betroffen.


© Dr. Rautenstrauch
Der Ausschlag kann sich über Arme, Beine und Po ausbreiten. Die Flecken sind leicht erhaben und laufen girlandenartig zusammen.

Es kann bis zu sieben Wochen dauern, bis sich der immer wieder aufflammende Ausschlag endgültig zurückbildet.

➤ Leichter Juckreiz ist möglich.
Behandlung bei Ringelröteln
Eine medikamentöse Behandlung der Virus-Infektion gibt es nicht, es können lediglich die Symptome wie gelindert werden:

Gegen das Fieber helfen Wadenwickel, fiebersenkende Medikamente (Paracetamol). Außerdem sind ausreichend Ruhe und Schonung wichtig.

● Vermeiden Sie vor allem, dass Ihr an Ringelröteln erkranktes Kind Kontakt mit Schwangeren hat, um die Übertragung zu verhindern.

● Da die Haut nach überstandener Erkrankung schuppig und rauh sein kann, sollte die Heilung mit einem Extra an Pflege unterstützt werden.

● Gegen eventuellen Juckreiz können kalte Umschläge oder eine kühlende Salbe helfen.

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