Sonnenallergie bei Kindern

Endlich Sommer! Spielplatz, Schwimmbad, gute Laune. Viele Kinder reagieren allerdings mit juckender, entzündeter Haut auf die ungewohnten Sonnenstrahlen. Hier erfahren Sie, was eine Sonnenallergie eigentlich ist und wie Sie die Beschwerden Ihres Kindes lindern können. Noch besser als heilen ist vorbeugen: Unsere Tipps helfen, damit Ihr Kind erst gar keine Sonnenallergie bekommt.


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Was ist eigentlich eine Sonnenallergie?


Alle Welt spricht von einer Sonnenallergie oder Lichtallergie, wenn die Haut mit einem juckenden Ausschlag auf die Sonne reagiert. Tatsache ist, dass dieser Begriff in der Medizin so gar nicht existiert. Zum einen weil es sich bei der sogenannten Sonnenallergie um unterschiedliche Überempfindlichkeitsreaktionen handelt, zum anderen weil wissenschaftlich noch gar nicht geklärt ist, ob es sich bei den Reaktionen überhaupt um eine echte Allergie handelt.

Sonnenallergie bei Kindern

Wichtig: Guter Sonnenschutz für kleine und große Kinder


© Thinkstock

Die meisten Kinder, die mit Juckreiz und Rötungen auf Sonnenlicht reagieren, leiden unter einer Polymorphen Lichtdermatose, auch PLD oder im Volksmund Sonnenallergie genannt. Hier handelt es sich um eine Unverträglichkeit von Sonnenlicht. Eine Krankheit mit ähnlichen Symptomen ist als „Mallorca-Akne“ bekannt. Sie tritt allerdings häufiger bei Jugendlichen als bei kleinen Kindern auf.
Für Eltern ist es schwierig die Krankheitsbilder der Polymorphen Lichtdermatose und der Mallorca-Akne voneinander zu unterscheiden – in beiden Fällen helfen aber diese Tipps

Eine Sonnenallergie behandeln
  • 1 / 10

    Generell gilt: Sonne vorsichtig genießen!

     

  • 2 / 10

    Babys unter einem Jahr sollten keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sein.

  • 3 / 10

    Verwenden Sie guten Sonnenschutz mit mindestens LSF 30.

  • 4 / 10

    Besonders wichtig ist ein hoher UV-A-Schutz als Schutz vor einer Sonnenallergie.

  • 5 / 10

    Als Sonnenschutzmittel eignet sich am besten ein Gel. Die in Creme enthaltenen Emulgatoren und Fette gelten mit als Verursacher für die Sonnenallergie.

  • 6 / 10

    Sonnenschutzmittel mit chemischem statt physikalischem Lichtschutz (Zinkoxid, mineralische Filter) sind für Sonnen-Allergiker besser geeignet, da sie hautfreundlicher sind und kaum allergische Hautreaktionen auslösen.

  • 7 / 10

    Schützende Kleidung mit langen Ärmeln und geschlossenem Ausschnitt schützt optimal.

  • 8 / 10

    Kinder sollten immer einen Sonnenhut oder eine Kappe tragen.

  • 9 / 10

    Mittagssonne meiden (11 bis 15 Uhr), da ist die Sonnenstrahlung am stärksten.

  • 10 / 10

    Feuchte Umschläge helfen bei Juckreiz.



Polymorphe Lichtdermatose
Hinter dieser komplizierten Bezeichnung verbirgt sich die häufigste der sogenannten „Sonnenallergien“. Sie zeigt sich vor allem nach einer ungewohnt hohen Sonnendosis: Nach dem ersten ausgedehnten Spielplatzbesuch im Frühling oder nach dem ersten Tag am Meer im Sommerurlaub treten Stunden oder auch erst ein, zwei Tage später Rötungen oder kleine juckende Bläschen auf. Betroffen sind vor allem die Stellen, die die meiste Sonne abbekommen: Gesicht, Hals, Dekolleté, Arme und Schultern. Die Polymorphe Lichtdermatose kommt besonders häufig bei Kindern vor.

Therapie
Wenn Sie die betroffenen Stellen mit Sonnenschutzmittel oder – noch besser! - mit dünner Kleidung schützen, verschwinden die Symptome meist schnell wieder. Wer seine Haut langsam an die Sonne gewöhnt, hat kaum Probleme mit den allergischen Reaktionen: Die Haut verstärkt dann automatisch ihren natürlichen Schutzmechanismus und produziert mehr Melanin, das UV-Strahlen abhält.
Wenn der Juckreiz arg quält, kann der Arzt eine entzündungshemmende, kortisonhaltige Creme verschreiben. Auch Antihistaminika können den Juckreiz lindern.

Prophylaxe
Kalzium wird nachgesagt, dass es einer Sonnenallergie vorbeugen kann. Wissenschaftlich ist das nicht eindeutig belegt, im Zweifel ist die vorbeugende Therapie aber einen Versuch wert. Sprechen Sie Ihren Kinderarzt darauf an. Dasselbe gilt für die Prophylaxe mit Beta-Carotin (Provitamin A), mit der viele Eltern gute Erfahrungen gemacht haben. Mit der Prophylaxe sollten Sie unbedingt zwei bis drei Monate vor der Sonnen-Saison starten.

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Da die empfindliche Babyhaut noch nicht über einen Eigenschutz gegenüber UV-Strahlung verfügt, muss sie vor zu viel Sonne geschützt werden.


Mallorca-Akne

Auch bei der sogenannten Mallorca-Akne ist die Sonne der „Übeltäter“ -  in Wechselwirkung mit fetthaltigen Inhaltsstoffen in Sonnencremes oder Körperlotionen. In vielen Fällen hilft es, von Sonnencreme auf ein Sonnengel zu wechseln, denn in Sonnengels sind keine Emulgatoren und Fette enthalten.




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