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Sonnencreme fürs Baby: Sonnenschutz-Tipps für die Kleinsten

Sunshine, Baby!

Sonnencreme fürs Baby: Sonnenschutz-Tipps für die Kleinsten

Wenn die ersten Sonnenstrahlen blitzen wird es Zeit, an einen guten Sonnenschutz für euer Baby zu denken. Denn Babyhaut ist besonders empfindlich und kann schon nach wenigen Minuten verbrennen. Eine Kombination aus Schatten, Sonnenhut, luftiger Kleidung und einer guten Sonnencreme für Babys bringt euch gut durch die warmen Tage!

Ist Sonnencreme fürs Baby empfehlenswert oder unnötig?

Einige Experten raten, Babys unter einem Jahr nicht mit Sonnencreme zu belasten. Denn während sich in dieser Zeit noch der Säureschutzmantel der Babyhaut aufbaut, ist sie auch besonders empfindlich. Nicht selten enthält Baby-Sonnencreme auch Chemikalien, die ja nicht sein müssen. Deshalb ist es gut, primär auf alternativen Sonnenschutz, wie gute Kleidung zu setzen und die Sonne so gut es geht zu meiden.

Besonders zu Zeiten hoher UV-Belastung rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte aber ausdrücklich, eine Sonnencreme zu verwenden. Wenn ihr euch in der Sonne aufhalten müsst, schützt eine Sonnencreme für Babys in Kombination mit guter Kleidung so vor schädlicher Strahlung. Denn auch, wenn es nicht zu sichtbaren Rötungen kommt, können UV-Strahlen das Erbgut verändern und das Hautkrebs-Risiko erhöhen. In Maßen und in gewissen Situationen ist eine Sonnencreme für Babys also durchaus ok und das geringere Übel. Denn besonders bei Babys und Kleinkindern kann ein Sonnenbrand nicht nur extrem schmerzhaft sein, sondern auch das Hautkrebsrisiko stark erhöhen und einen Trip zum Notarzt bedeuten.

Welche Baby-Sonnencreme ist die beste?

Am besten setzt ihr auf Baby-Sonnencreme mit mineralischem Filter, die auf Mikropartikel und unnötige Konservierungsstoffe verzichtet. So enthalten Bio-Sonnencremes Zink, der UVA und UVB auf mechanische Weise filtert. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto besser: LSF 30 oder 50 sollten es sein.

Die Baby-Sonnencreme-Testsieger

Testsieger der Baby-Sonnencremes bei Ökotest war die Sensitive Sonnencreme von Lavera, auch DMs Alverde Sonnencreme für Kinder schnitt mit “Sehr Gut” ab. Dabei prüfte Ökotest 2017 aber nur die chemischen Eigenschaften, nicht den UV-Schutz. Stiftung Warentest gab beiden Herstellern 2014 ein "Befriedigend", was aber auf das etwas umständlichere Auftragen, nicht auf Inhaltsstoffe oder UV-Schutz zurückzuführen war. In beiden Kategorien, die ja bei Babys und Kindern am wichtigsten sind, konnten sie die Tester überzeugen.

Übrigens schnitten die meisten namhaften Sonnencremes für Kinder bei Stiftung Warentest mit einer guten Note ab, auch die von Discountern und Drogeriemärkten. Für kleine Babys empfehlen sich von den chemischen Sonnencremes trotzdem Produkte, die weitgehend auf unnötige Konservierungsstoffe und Parfüm verzichten, z. B. die Hipp Baby Sonnencreme (Amazon) oder auch die Kinder-Sonnencreme von Ladival (Shop Apotheke).

Wie trage ich Baby-Sonnencreme richtig auf?

Am besten cremt ihr euer Baby ein, bevor ihr das Haus verlasst: 30 min vorher sind ideal. Wichtig ist, nicht an Sonnencreme zu sparen und hervorblitzende nackte Stellen gut zu bedecken. Zu den Sonnenterrassen, also besonders empfindlichen Stellen gehören Gesicht, Handrücken, Ohren und Nacken. Und Händchen und Füße nicht vergessen! Wenn euer Baby schwitzt oder ihr Baden geht, solltet ihr unbedingt häufig nachcremen. Am besten vor dem Aufenthalt im Wasser und direkt nach dem Abtrocknen. Denn Stiftung Warentest warnt, dass selbst wasserfeste Sonnencremes für Kinder beim Baden nicht zuverlässig halten.

Wenn ihr nach Hause kommt, ist es eine gute Idee die Sonnencreme in einem lauwarmen Bad (oder gleich unter der Dusche, wenn es euer Baby gerne mag) mit milder Seife abzuwaschen. So kann sich die Haut von der Belastung erholen. Gerade bei fettigen Sonnencremes entstehen gerne Pickelchen.

5 Tipps für Babys Sonnenschutz

So gut etwas Sonne tut und so wichtig Tageslicht für unseren Stoffwechsel ist, sollten Babys und Kleinkinder so wenig Zeit wie möglich in der prallen Sonne verbringen. Auch im Schatten bekommen eure Kleinen genügend Strahlen ab, um wichtiges Vitamin D zu bilden. Die besten Tipps für Sommertage mit eurem Nachwuchs haben wir hier:

Tipp 1: Im Schatten bleiben

Im Schatten ist es kühler und die Strahlung geringer. So kann euer Baby weniger schnell überhitzen und das Risiko eines Sonnenbrands ist geringer. Gleichzeitig werden auch die empfindlichen Augen geschont. Denk dabei auch an den Sonnenschutz für den Kinderwagen.

Tipp 2: Viel trinken

Im ersten halben Jahr ist Stillen nach Bedarf bzw. eine regelmäßige Fläschchen-Gabe ausreichend, um den Flüssigkeitsbedarf zu stillen. An besonders heißen Tagen empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ab ca. vier Monaten, zusätzlich Wasser oder ungesüßte Tees anzubieten. Sobald ihr auf drei Breimahlzeiten kommt, wird ein Glas Wasser je Mahlzeit empfohlen, plus extra nach Bedarf. Für unterwegs sind Trinkflaschen toll, wie die Mam Trinklernflasche ab vier Monate (ca. 8 Euro, Amazon).

Tipp 3: Luftige Kleidung

Gerade im Sommer ist luftige, bequeme Kleidung aus Naturfasern wichtig, um einen Hitzestau zu vermeiden. Denn auch Hitzepickel sind nicht selten, wenn es viel schwitzt oder etwas reibt. Lange, dünne Baumwollkleidung oder Wolle-Seide ist perfekt, hält Babys schön kühl und lässt die Haut atmen. Unsere Lieblinge:

Tipp 4: Sonnenschutz-Ausrüstung

Ein dünner, weiter Sonnenhut mit Nackenschutz ist ideal, denn der liegt bei Babys und Kleinkindern oft frei. Toll, wenn das Gewebe zusätzlich UV-undurchlässig ist. Für den Kinderwagen könnt ihr euch ein Sonnensegel holen, fürs Auto Sonnenschutz fürs Fenster. Und beim Schwimmen, im Babypool und an der Plansche: Ein Badeshirt schützt den Oberkörper zuverlässig, ohne beim Badespaß zu stören. Unsere Favoriten:

Tipp 5: Früh und spät nachmittags rausgehen

Zwischen 11 und 16 Uhr ist die UV-Strahlung am höchsten und erreicht etwa 13.30 Uhr, nicht mittags, ihren Höhepunkt. Am besten meidet ihr, in dieser Zeit mit eurem Baby rauszugehen. Da das nicht immer realistisch ist und viele Babys auch im Sommer viel im Kinderwagen oder der Trage schlafen, sind schattige Plätzchen und die richtige Ausstattung dann eine gute Idee.

SOS: Was tun bei Sonnenbrand beim Baby, Hitzschlag und Sonnenstich?

Auch wenn ihr alles versucht habt, ist es passiert: Jetzt erst mal Ruhe bewahren und an die Guidelines der Kinderärzte halten. In allen Situationen gilt: Bringt euer Baby zunächst aus der Sonne und an einen kühlen Ort.

Sonnenbrand beim Baby: Entscheidend ist der Schweregrad

Leichte Rötungen könnt ihr zuhause behandeln. Aloe vera, Quark, Joghurt oder kühle Umschläge mit Kamillentee helfen. Aber Vorsicht, denn Babys kühlen schnell aus. Bei Blasen oder großflächigen Rötungen heißt es ab zum Kinderarzt. Wichtig ist auch, dass euer Kleines viel trinkt und in den nächsten Tagen der Sonne fern bleibt.

Sonnenstich und Hitzschlag beim Baby: Direkt Hilfe holen

Kleine Kinder bekommen schnell zu viel Sonne ab. Bei einer Hitzeerschöpfung, Fieber, einem Sonnenstich oder auch, wenn euer Kind einen roten, heißen Kopf aber kalten Körper hat, solltet ihr direkt zum Arzt. Auf dem Weg solltet ihr seinen Kopf mit kalten Umschlägen kühlen. Verwirrung, Schreien und Überhitzung deuten auf einen Hitzschlag, zum Beispiel in einem überhitzten Auto, hin. Das kann sehr schnell gehen und ist ein echter Notfall, in dem ihr direkt den Notarzt rufen solltet.

Quellen:
BvKJ, BZgA , Stiftung Warentest , Ökotest, Uni Kiel 

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Jennifer Kober
Das sagtJennifer Kober:

Abendsonne genießen ...

Auch wenn es manchmal so scheint: Natürlich müsst ihr euch nicht den ganzen Sommer über verschanzen. Gerade morgens im Schatten und früh abends ließen wir unseren Kleinen auch gerne nackt im Babypool oder auf der Picknickdecke strampeln. Für Nickerchen eignet sich auch eine dünne Mullwindel, die ihr an einem schattigen Ort über die Beinchen legt. Und ab und zu zur Sonnencreme zu greifen, kann sinnvoll sein. Spätestens wenn Tagesmutter oder Kita mit euren Mäusen rausgehen, werden sie auf das Eincremen bestehen. Und das ist dann auch gut so, denn Sonnenbrand ist die bei Weitem schlimmere Alternative zu Cremes in geringen Dosen.

Bildquelle: Getty Images/morrowlight

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