Ice Ice Baby: Wie dein Baby die Hitze gut übersteht

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Ice Ice Baby: Wie dein Baby die Hitze gut übersteht

Kaum auf der Welt geht es für Sommerbabys im wahrsten Sinne gleich heiß her. Wir haben die besten Tipps und Tricks für einen wundervollen ersten Sommer mit Säugling zusammengestellt.

Wie dein Baby die Hitze gut übersteht: Abkühlung für Babys und Kleindkinder (Achtung: Niemals unbeaufsichtigt planschen lassen)

Gerade auf der Welt und schon fängt das harte Leben an. Anders als im All-Inclusive-Ressort in Mamas Bauch steht jetzt für den kleinen Körper Schwerstarbeit an. Und im Sommer ist das im wahrsten Sinne besonders schweißtreibend. Hitze macht Babys sehr zu schaffen, da sie ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren können: Sie neigen zu Hitzestaus, kühlen aber auch leicht aus. Mit diesen Tipps hilfst du deinem Neuling heiße Sommertage gut zu überstehen.

Und wie bringe ich meinem Baby etwas Abkühlung?

Babys haben bei Hitze die gleichen Probleme und Bedürfnisse wie wir. Allerdings können sie diese noch nicht artikulieren und Hitzelösungen für Erwachsene lassen sich auch nicht eins zu eins auf unsere Kinder übertragen - ein eisgekühlte Drinks sind für Babys zum Beispiel keine Option und wären bei Stillkindern auch schwierig umzusetzen. Aber es gibt natürlich dennoch jede Menge Tipps, wie du deinem Kind Abkühlung verschaffen kannst:

  • Windel weg lassen Dein Baby freut sich über die frische Luft am Popo. Außerdem gibt ihm nackt zu Strampeln ein tolles Körpergefühl. Noch dazu ist das gesund für die zarte Babyhaut und beugt einer Windeldermatitis vor.

  • Im (warmen) Wasser planschen Auch Babys finden ein erfrischendes Bad im Sommer gut. Allerdings nicht im kalten Wasser. Babys kühlen sehr schnell aus, da der Körper die Wärmeregulierung noch nicht beherrscht. Deshalb brauchen Babys beim längeren Baden eine Temperatur von etwa 38 Grad, um nicht zu viel Körperwärme zu verlieren. Gegen einen kurzen Plansch in kühlerem Wasser ist jedoch nichts einzuwenden.

  • Waschlappen-Abkühlung Wasche dein Babys mit einem lauwarmen Waschlappen ab. Wenn das Wasser wieder verdunstet, bringt das einen angenehm kühlenden Effekt. Vorsicht: auf keinen Fall sollte dein Baby dabei in der Zugluft liegen!

  • Wäscheständer-Klimaanlage Stelle einfach einen Wäscheständer mit feuchten Handtüchern auf. Das kühlt das Zimmer sanft herunter. Du kannst auch eure Vorhänge - sofern deine Vorhänge dies vertragen - anfeuchten oder nasse Handtücher vor die Fenster hängen.

  • Die richtige Schlafkleidung Zum Schlafen reicht im Sommer ein kurzärmeliger Baumwollbody und ein dünner Schlafsack. Merkst du, dass auch diese Kombination zu warm sein sollte, nimm ein Baumwolltuch als Zudecke. Am besten unter die Ärmchen stecken und die Enden unter der Matratze festgestecken, damit nichts verrutschen kann.

Achtung: Zugluft ist grundätzlich schlecht für Babys. Sie können sich leicht verkühlen und erkälten. Deshalb sind Ventilatoren tabu fürs Kinderzimmer. Auch bei offenem Fernster sollte dein Baby nicht schlafen

Mit dem Baby sicher durch den Sommer

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Ist mein Baby richtig angezogen?

Wichtig ist auch die richtige Kleidung. Gerade im Sommer lässt sich über die richtige Wahl des Materials Abkühlung für dein Kind schaffen. Natürliche Stoffe sind ideal, da sie die Haut genügend atmen lassen und die Hitze gut nach außen abtransportieren. Kleidung aus folgenden Materialen sind im Sommer ideal:

  • Baumwolle

  • Seide

  • Leinen

Kunstfasern solltest du hingegen meiden (nicht nur im Sommer).

Und wie viel Kleidung ist richtig? Gerade Ersteltern tuen sich manchmal schwer einzuschätzen, welche Kleidung nun zu dick oder zu dünn für das Kind ist. Ob dein Kind zu warm oder zu luftig angezogen ist, lässt sich ganz einfach feststellen: Fasse deinem Baby in den Nacken. Fühlt sich der Nacken warm aber nicht heiß an, ist alles in Ordnung. Schwitzt dein Kind im Genick, war die letzte Schicht doch zu viel. Ein Mützchen muss trotzdem immer sein. Es schützt vor Sonne und Zugluft. Die besten Mützchen für Neugeborene haben Ohrenklappen und einen Nackenschutz. Denk auch daran, dass Babys in kühlen Räumen schnell wieder auskühlen, vor allem wenn sie vorher geschwitzt haben. Jetzt braucht das Baby wieder eine leichte Hülle, um die Wärme halten zu können. Normalerweise reicht ein dünnes Tuch oder eine Stoffwindel aus.

Erfrischende Spielideen: Fühlen, matschen, ausprobieren

Die warmen Temperaturen eignen sich perfekt dazu, die Motorik zu schulen und neue Sinneseindrücke zu sammeln und dabei Abkühlung zu finden. Für die Kleinen, die schon krabbeln oder laufen, ist es ein tolles Gefühl, barfuß zu spielen und Gras oder Sand an den Füßen zu spüren. Einen frische Kick kannst du deinem Baby oder Kleinkind damit verschaffen, indem du den Rasen oder Sand anfeuchtest.
Eine gute Beschäftigung im Schatten ist das kindersichere Planschen im kühlen Nass - ganz ohne Pool oder Planschbecken: einfach mit einer Gießkanne Wasser auf einem Handtuch verteilen, bis sich kleine Pfützen bilden. Legt man noch ein paar Muscheln oder Stöcke dazu, kann das Baby mit den Händen neue Formen erfühlen.
Überhaupt ist der Aufenthalt im Freien für dein Baby im Sommer besonders anregend: Während Wärme und Wind die Haut des Babys kitzeln, kann es nebenbei bunte Schmetterlinge und Käfer beobachten. All das sorgt für neue Sinneseindrücke und fördert die Entwicklung der Kleinen.

Getränke und Snacks an heißen Tagen

Viele Mamas fragen sich, ob ihrem Baby im Sommer zusätzlich zur Muttermilch oder zum Fläschen noch Wasser oder Tee anbieten sollen, um das Baby mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Die Antwort lautet: Nein!
Wenn du dein Baby noch voll stillst, ist dein Baby bestens versorgt. Denn egal wie heiß es draußen ist, vollgestillte Säuglinge brauchen keine zusätzliche Flüssigkeit. Die Muttermilch reicht aus. Zu Beginn der Stillmahlzeit ist die Milch durststillend und erst wenn dein Baby länger trinkt, wird sie nahrhafter. Du wirst also vielleicht bemerken, dass dein Kind jetzt öfter aber viel kürzer trinken möchte. Das Gleiche gilt für industriell hergestellte Säuglingsmilch. Auch diese ist so konzipiert, dass sie den Flüssigkeitsbedarf des Babys deckt.
Bekommt dein Nachwuchs bereits Beikost, kannst du bei heißem Wetter zusätzlich Wasser anbieten. Achte aber auf den Nitratwert des Wassers. Der sollte nicht über 50 mg pro Liter liegen. Kaufe am besten Mineralwasser mit dem Hinweis "für Säuglingsnahrung geeignet“. Mehr dazu findest du auch in unseren 10 Fragen zum Trinken bei Babys.

Für ältere Kleinkinder und Kinder eignen sich folgende Snack:

  • Obstbrei

  • Wassermelone oder anderes möglichst wasserhaltiges Obst

  • erfrischenden Snack anbieten - wer mag gibt noch etwas Joghurt für die Cremigkeit dazu.

  • kalte Suppen wie Gazzpacho oder kalte Gurkensuppe (wenn euer Kind so etwas mag)

  • ohne Kerne oder Obstbrei an, die den Wasserhaushalt der Kleinen schnell wieder ausgleichen“, empfiehlt die erfahrene Hebamme Sarah Moitzheim*. Und natürlich stellt sich die wichtige Frage:

Und was ist ist mit Eis? Darf mein Kind ein Eis essen? Als Faustregel gilt hier: Ein Kind, das mindestens zehn Monate alt ist, Beikost kennt und Milch gut verträgt, darf durchaus einmal am Eis schlecken. Wichtig: um Gefahren durch Salmonellen zu vermeiden, lieber ein abgepacktes Eis nehmen und keines aus der Eisdiele. Wer das erste Lebensjahr zuckerfrei bleiben möchte, kann auch ein kinderfreundliches Eis selber machen: tiefgefrorene, aber bereits angetaute Früchte im Mixer pürieren und als erfrischenden Snack anbieten - wer mag gibt noch etwas Joghurt für die Cremigkeit dazu.

Wieviel muss ein Baby trinken? - 10 Fragen zum Trinken bei Babys

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Ab in die Sonne: Das musst du mit Baby beachten

Mit Neugeborenen ist es besser, den ganzen Tag in der kühlen Wohnung zu verbringen, wenn die Temperaturen zu heiß sind. Nach zwei Wochen oder wenn sich das Wetter etwas abgekühlt hat, kannst du erste Ausflüge wagen.
Aber auch dann gilt: Auf keinen Fall direkte Sonne, Schatten ist Pflicht. Nicht nur wegen der Hitze, sondern auch wegen der schädlichen UV-Strahlung. Babyhaut ist ohnehin sehr empfindlich und hat noch keinen natürlichen Schutz gegen die Sonne. Ihr Schutzsystem braucht einige Jahre, bis die Haut UV-Strahlen etwas entgegenzusetzen hat. Du musst die Babyhaut also vor der Sonne schützen. Ältere Babys kannst du mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und mineralischem UV-Filter bei der Abwehr unterstützen.
Säuglinge vertragen Sonnenschutz jedoch nur bedingt. Ihre Hautbarriere ist noch sehr dünn und kann daher viel empfindlicher auf die in Cremes enthaltenen Stoffe reagieren. Experten raten deshalb, bei Kindern unter einem Jahr Sonnencreme nur in unvermeidlichen Fällen (beispielsweise im Sonnenurlaub in heißen Gebieten) und nicht am ganzen Körper einzusetzen. Grund dafür ist, dass Babys noch nicht richtig schwitzen können, um ihren Körper zu kühlen. Das müssen sie erst noch lernen. Sonnencreme kann das Schwitzen aber zusätzlich erschweren, sodass es Kindern unter einem Jahr so noch schwerer fällt ihren Körper abzukühlen.

Ziehe deinem Baby im ersten Jahr deshalb am besten leichte und schützende Kleidung an - für Strand- oder Schwimmbadbesuche  gibt es auch Kleidung mit UV-Schutz - und creme nur Stellen des Körpers ein, die nicht durch Kleidung bedeckt sind, z. B. an den Unterarmen, den Händen, den Füßen und im Gesicht.

Alle Infos zum richtigen Sonnenschutz für Babys und Kindr findest du in unserem Sonnenschutz-ABC.

Bildquelle:

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