Windeldermatitis beim Baby: Das hilft!

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Windeldermatitis beim Baby: Das hilft!

Windeldarmatitis: Der Po ist wund, das Baby quengelig. Jeder 3. Säugling ist in der Wickelphase einmal oder mehrmals von Windeldermatitis betroffen. Da die äußerst schmerzhaft sein kann, solltest du einen wunden Po beim Baby immer ernst nehmen und behandeln.

Symptome und Ursachen eines wunden Pos

Ist der Windelbereich vor allem in Umgebung des Afters und der Leisten bei deinem Baby gerötet, schuppt sich die Haut oder nässt, sind vielleicht sogar Bläschen zu sehen, dann hat dein Baby eine Windeldermatitis. Reizende Stoffe aus Urin oder Stuhlgang und das zusätzlich feucht-warme Klima der Windel haben die zarte Babyhaut am Po beschädigt.

Eine Windeldermatitis kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel:

• Scharfer oder säuerlicher Kot (z.B. durch Nahrungsumstellung oder Verdauungsschwäche)
• Durchfallerkrankung
• Erhöht konzentrierter Urin, zum Beispiel durch eine Erkältung
• Behandlung mit Medikamenten (z.B. Antibiotikum)
• Überempfindlichkeit gegen Windel-Material oder Pflegeprodukte
Zahnen (Babys sind dann anfälliger für Hautausschläge)

Auch Pilze und Bakterien können eine Windeldermatitis verursachen. Einen Pilzbefall erkennst du an flächigen Rötungen und Knötchen. Sind Bakterien der Grund für den wunden Po, sind in der Regel Eiterbläschen und Pusteln zu erkennen, die aufreißen, bluten und schorfige Unebenheiten auf der Haut hinterlassen. In beiden Fällen solltest du einen Kinderarzt aufsuchen, da es sich hierbei auch um Soor handeln kann. In allen anderen Fällen kannst du das Wundsein selbst behandeln.

Hilfe bei wundem Baby-Po

Damit die wunden und zum Teil nässenden Stellen am Po von selbst heilen können, müssen sie so trocken wie möglich gehalten werden. Das heißt, so oft es geht, solltest du dem Po deines Babys "windelfrei" geben und es untenrum nackt herumstrampeln lassen. Ansonsten sollte dein Kind noch öfter als bisher frisch gewickelt werden. Die Windelregion ist nun besonders gründlich zu säubern und vor dem Anlegen einer neuen Windel zu trocknen. Bei Windeldermatitis kannst du auch mal Windeleinlagen aus Bouretteseide (gibt es in Apotheken und über das Internet) ausprobieren. Sie sind angenehm und weich auf der Haut, verkleben nicht an wunden Stellen und leiten die Feuchtigkeit von der Haut ab.

Heilwolle wirkt manchmal Wunder bei roten Babypopos. Sie hält trocken, kostet nicht viel und belastet die Umwelt nicht. Kaufen kann man sie im Drogeriemarkt oder in der Apotheke.

Tipp aus der Redaktion

Wichtig ist außerdem, dass der Po möglichst nur mit warmem Wasser und ohne Feuchttücher gereinigt wird, denn die enthalten Stoffe, die die haut weiter reizen können.

Muttermilch und Tees helfen

Zum Behandeln der wunden Stellen kannst du mit einem sauberen und weichen Tuch etwas Muttermilch auf den Po des Kindes tupfen. Auch ein wenig kalter Kamillentee oder Schwarztee wirken hautberuhigend und kühlend. Um den Heilungsprozess zu unterstützen kannst du zudem eine rezeptfreie Zinksalbe aus der Apotheke dünn auf die roten Hautstellen auftragen. Wenn du stillst, dann solltest du, während dein Baby an einer Windeldermatitis leidet, auf stark säurehaltiges Obst und Gemüse sowie auf Nüsse, Schokolade und probeweise auch auf Kuhmilch verzichten. Damit erreichst du, dass Urin und Stuhlgang des Kindes nicht so sauer werden und die Haut nicht noch weiter reizen.

Hautausschlag bei Baby und Kind

Hautausschlag bei Baby und Kind
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Einer Windeldermatitis vorbeugen

Um einem wunden Po vorzubeugen, gilt es, immer auf eine gesunde Hygiene zu achten und deinem Kind nach jedem Stuhlgang zügig eine neue Windel anlegen. Bevor du das tust, trocknest du unbedingt den Po und die Hautfalten immer gründlich ab. Für die Babypflege verwendest du am besten dermatologisch getestete Babypflegeprodukte ohne Zusätze wie Duftstoffe. Außerdem: So oft es geht die Windel einfach mal weglassen, damit sich die Haut erholen kann. Muttermilchstuhl reizt die Haut kaum, daher solltest du dein Baby stillen. Eventuell reagiert es empfindlich auf stark säurehaltiges Obst und Gemüse. Wenn du den Verdacht hast, verzichte  probehalber zwei Wochen lang auf Zitrusfrüchte und entsprechende Fruchtsäfte und beobachte, ob es dem Baby damit besser geht. Nimmt dein Kind bereits Beikost zu sich, dann gib ihm während der Wundzeit nur säurearme Säfte und mildes Mus.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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