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Windelsoor: Das kannst du für dein wundes Baby tun

Aua – wunder Po!

Windelsoor: Das kannst du für dein wundes Baby tun

Ein roter, schuppiger Ausschlag im Windelbereich? Viele Babys unter sechs Monaten leiden an Windelsoor, einer unangenehmen Pilzinfektion. Aber wieso trifft Windelsoor gerade die Kleinsten? Und wie wird dein Baby den Ausschlag schnell wieder los? 

Verantwortlich für den fiesen Ausschlag Windelsoor ist der Hefepilz "Candida albicans". Der liebt es warm, dunkel und feucht und fühlt sich daher in der Windel, im Darm oder im Genitalbereich pudelwohl.

Die meisten Menschen tragen diesen Pilz in sich – jedoch ohne Beschwerden. Zum Ausbruch von Symptomen kommt es nämlich erst, wenn das Immunsystem der Person geschwächt ist oder wenn das natürliche bakterielle Gleichgewicht der Darmflora aus der Balance geraten ist. Bei Kindern oder Erwachsenen können beispielsweise eine Erkrankung oder längerfristige Behandlungen mit Antibiotika oder Kortison ursächlich dafür sein. Bei Neugeborenen ist das Immunsystem noch unterentwickelt und auch die Darmflora muss erst noch reifen. Deshalb sind Säuglinge unter sechs Monaten besonders anfällig für Windelsoor. Und zum ersten Mal in Kontakt mit dem Hefepilz kommen Babys häufig schon auf dem Weg ins Leben – nämlich im Geburtskanal.

Wie sieht Windelsoor aus?

Das sind die typischen Anzeichen für Windelsoor:

    • roter bis tiefroter, scharf begrenzter Ausschlag am Po, der auch auf
      die Genitalien, die Oberschenkel, den Bauch und den Rücken streuen kann
    • rote, zum Teil weißliche Pusteln
    • die Ränder des Ausschlags sind schuppig
    • die einzelnen Ausschlagflecken können ineinander übergehen
    • die betroffenen Hautstellen können nässen
    • der Ausschlag juckt und schmerzt

Ist Windelsoor ansteckend?

Windelsoor ist ansteckend und kann sich beim Baby auf weitere Körperstellen ausbreiten. Und natürlich kann sich der Pilz auch auf die Eltern und von dort aus weiter übertragen. Aus diesem Grund ein paar Tipps beim Wechseln der Windel: Eine gute Hygiene ist wichtig. Wascht euch also nach jedem Wickeln gut die Hände und vermeidet den Kontakt mit anderen Körperstellen. Außerdem solltet ihr die Wickelunterlage regelmäßig wechseln ebenso wie Waschlappen oder Handtücher.10 Tipps, die das Wickeln leichter machen

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Was hilft bei Windelsoor?

Zeigt dein Baby Anzeichen von Windelsoor, solltest du unbedingt einen Termin beim Kinderarzt vereinbaren. In der Regel erkennt er sofort, ob es sich wirklich um einen Pilzbefall handelt oder ob der Ausschlag eine andere Ursache hat. Eventuell macht er aber auch erst einen Abstrich, bevor er eine sichere Diagnose stellen kann. Gegen Soor helfen pilztötende Medikamente (Antimykotika) in Form von Salben oder Lösungen, die der Arzt verschreibt. Wichtig: Haltet euch genau an seine Anweisungen, was die Dosierung und die Dauer der Anwendungen betrifft, um den Pilz auch wirklich komplett loszuwerden.

Erste Hilfe bei Windelsoor sind Sitzbäder mit Eichenrindenextrakt. Und lasst die Windel so oft es irgendwie geht weg. Pilze mögen nämlich weder frische Luft noch Licht. Falls ihr euer Baby nicht nackig strampeln lassen könnt, dann wechselt die Windel in kürzeren Abständen als gewohnt. Der wunde Babypo sollte nämlich nicht lange in einer nassen Windel stecken müssen.

Natalie Köhler
Das sagtNatalie Köhler:

Wunder Po tut weh!

Zum Glück sind meine Kinder bislang verschont geblieben von Windelsoor. Aber einen wunden Po, das kenne ich nur zu gut von meinen Mädels. Die wunden Stellen mit starkem, abgekühlten Schwarztee abtupfen und trocknen lassen, das ist mein Tipp an alle, die Babys Popo etwas Gutes tun wollen. Bei Verdacht auf Windelsoor aber gilt natürlich: Sofort zum Kinderarzt und keine Experimente!

Bildquelle: GettyImages/thodonal

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