Das Montessori-Schulkonzept


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Einrichtung der Klassenzimmer in der Montessori-Schule

Anders in der Potsdamer Montessori-Schule: Hier werden die Tafeln demnächst ganz aus den Klassenzimmern verschwinden. Sie gelten als entbehrlich in Räumen, in denen Lehrer nicht mehr dozieren, sondern gemeinsam mit den Schülern den Lernstoff erarbeiten. So unterschiedlich die Klassenzimmer auch eingerichtet sind, ein verbindendes Element findet sich überall: der runde Teppich für das Kreisgespräch. Denn das Reden miteinander, der Austausch unterschiedlicher Meinungen, Ideen und Erkenntnisse zählt hier mehr als jeder Lehrervortrag. Kennzeichnend ist auch das in den Regalen griffbereite Montessori-Lernmaterial: für Rechnen das Hunderter- und das Wurzelbrett, Spindelkästen und bunte Perlenstangen, für Deutsch Sandpapierbuchstaben, Lesedosen und ein bewegliches Alphabet. Die Kinder helfen sich damit, selbst zu lernen. Altersgemischte Klassen in der Montessori-Schule Eine Folge dieses Konzepts, das sich an den Interessen und dem Lerntempo des einzelnen Schülers und nicht an der Gruppe orientiert, sind die altersgemischten Klassenstufen: „Ist doch klar, dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit lesen lernen wollen. Daher ist es auch nicht sinnvoll, allen gleichaltrigen Kinder in eine Klasse zu setzen“, sagt Schulleiterin Ulrike Kegler. Vorbild der altersgemischten Klassen ist die Familie, in der die Geschwister vieles voneinander lernen und untereinander regeln - ohne dass die Eltern eingreifen. Kegler: „Das spart viel Zeit, die wir dann für die wirklich wichtigen Dinge wie die Förderung einzelner Schüler haben.“ Bis zur 8. Klasse gibt es auf der Montessori-Schule keine Noten Ein weiteres Kernstück des Montessori-Schulkonzepts ist der Verzicht auf Noten bis zur 8. Klasse. Stattdessen gibt es schriftliche Beurteilungen. Dabei hält sich die Schule durchaus an den Lehrplan und ermöglicht den Haupt- und Realschulabschluss sowie die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Noch ganz andere Pläne Ulrike Kegler hat aber noch ganz andere Pläne: „Ich habe die Vision einer Schule, in der die Kinder noch viel mehr in Projekten lernen. Schon heute wird in der 9. Klasse drei Wochen lang nur Theater gespielt - das Ergebnis ist professionell. Genauso stelle ich mir das Lernen in der Zukunft vor.“