Alkohol und Rauchen: der erste große Rausch

Jan, 17 Jahre, trinkt mit seiner Clique gerne Alcopops und raucht. Seit dem letzten großen Rausch sind Jans Eltern ziemlich besorgt.


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Der 17-jährige Jan fährt am Wochenende mit seiner Clique abends gern in die Stadt. Sie sitzen auf Parkbänken, trinken Bier oder Alcopops und rauchen. Rauchen und Alkohol trinken ist cool, erwachsen und macht sexy. Normalerweise übertreiben sie es auch nicht. Eines Abends bringt einer der Jungs einen Schnaps mit. Jan kommt sturzbetrunken und nach Rauch stinkend nach Hause. Seine Eltern sind entsetzt. Jan ist doch sonst verhältnismäßig vernünftig, müssen sie sich jetzt Sorgen machen? Was haben sie nur falsch gemacht und wie sollen sie sich jetzt Jan gegenüber verhalten? Ihm Hausarrest geben, die Ausflüge mit seinen Freunden, den Alkohol und das Rauchen verbieten? Oder lieber mal ein Auge zudrücken, schließlich kann sich fast jeder selbst noch an den ersten Rausch erinnern. Ist der nicht schon Strafe genug?


Alkohol Jugendliche


© Thinkstock

Lösungsvorschlag


Machen Sie kein Drama daraus! Eltern, die Rauchen oder Alkohol verbieten sind uncool und ernten meist nur Trotz und eine Jetzt-erst-recht-Einstellung. Die Pubertät ist nun mal die Zeit des Sturm und Drang, des Ausprobierens, des Testens und Verschiebens eigener Grenzen und jener der Eltern. Und dabei dürfen Jugendliche eben auch mal auf die Nase fallen. Nehmen Sie es mit Gelassenheit: Nur weil Ihr Kind einmal betrunken und nach Rauch stinkend nach Hause kommt, ist es weder Alkoholiker noch Kettenraucher. Zeigen Sie erst mal Verständnis und sprechen Sie am nächsten Tag in Ruhe darüber. Dann können Sie auch strikt sein und fordern: Das kommt so nicht mehr vor! Halten Sie sich mit Vorwürfen zurück, Sie werden sehen: Mit kühlem Kopf und vernünftigen Argumenten kommen Sie weiter. Schließlich ist dem Halbwüchsigen die Situation, vor den Eltern betrunken zu sein, schon unangenehm genug. Was das Suchtverhalten und die Anfälligkeit für Zigaretten und Alkohol angeht, sollten Sie schon vor der Pubertät den Grundstein in der Erziehung legen. Zu einem Zeitpunkt, wenn Alkohol und Rauchen von Kindern noch abgelehnt wird, weil es eklig schmeckt und riecht. Wenn Sie Ihr Kind zum selbstbewussten Menschen erzogen haben, wird es sich später da draußen nicht gleich jedem Gruppendruck beugen. Sie können ohnehin nicht kontrollieren, wie Ihr Kind in der Öffentlichkeit oder auf Partys mit Alkohol umgeht.

Appellieren Sie an den Menschenverstand: Alkohol ist ein Genussmittel, soll nicht ständig und immer in Maßen zu sich genommen werden. Damit zeigen Sie, dass Sie Ihren angehenden Erwachsenen mit seinen Fehlern und Problemen für voll nehmen, aber auch, dass er in der Lage sein sollte, sein Handeln und die Folgen abzuschätzen.