familie.de testet einen neuartigen Kinderfahrradsitz

Dieses Mal testen Anna, Sascha und Lea-Marie den Kinderfahrradsitz WeeRide SafeFront, weil mit dem das gemeinsame Fahrradfahren ein noch schöneres Erlebnis sein soll.


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Der Kinderfahrradsitz zwischen Fahrer und Lenker



WeeRide SafeFront


© WeeRide Deutschland
Das Besondere an diesem neuartigen Kinderfahrradsitz ist seine Position auf dem Fahrrad. Er wird nicht hinter dem Sattel oder am Lenker montiert, sondern mittig zwischen Fahrer und Lenker angebracht. Laut dem Hersteller soll das Fahrrad dadurch besser manövrierbar sein, da sich der Schwerpunkt des Fahrrads trotz Zusatzgewicht durch Sitz und Kind nicht verändert. Geeignet ist das Ganze für Kinder von 12 Monaten bis 4 Jahren. Huch - passt Lea-Marie da rein?! Beim Auspacken wirkt die Sitzschale auf den ersten Blick sehr klein, sodass Papa Sascha fragt, ob es sich um einen Puppensitz handelt. Der Hersteller erklärt, dass Kinder bis zum Alter von 4 Jahren mehr in die Länge als in die Breite wachsen und daher in den meisten Fällen bis zum vierten Lebensjahr in den Sitz passen. Und siehe da, Lea-Marie passt mit ihren knapp 2 ½ Jahren, 87 cm und 14 kg genau in die gepolsterte Sitzschale hinein, sie rutscht nicht und hat einen guten Halt.

Montage - Schrauben übrig ...
Die Montage des Sitzes klappt mit der Anleitung ganz gut, allerdings sind einige Schrauben übrig geblieben, vermutlich für die Montage an verschiedenen Fahrradtypen. Leider wird das aus den Unterlagen nicht ganz ersichtlich. Übrigens: Ist die Haltestange erst einmal am Rad angbracht, lässt sich der Sitz ganz einfach an- und abmontieren.

Anna und Lea-Marie testen den WeeRide SafeFront


© privat

Aufsitzen - zu dritt klappt's!
Da unsere Testfamilie zu dritt ist, ist das Aufsitzen und Anschnallen kein Problem. Der Papa hält das Fahrrad fest, die Mama setzt die Kleine in den Sitz und schnallt sie an. Intuitiv versteht Lea-Marie, wofür die gepolsterte Kopfablage da ist – nämlich für ein kleines Nickerchen zwischendurch oder wenn der Kopf einfach mal zu schwer wird. Sobald die Kleine sicher im Sitz befestigt ist, steigt Mama Anna auf. Das klappt bei ihr ganz gut, sie merkt aber an, dass kleinere Frauen vermutlich einen Bordstein oder eine andere Erhöhung zum Aufsteigen benötigen. Das Aufsitzen des Kindes ohne Hilfe einer dritten Person scheint übrigens schwierig aber mit ein bisschen Übung machbar. Fahren - das macht Spaß! Nun kann’s endlich losgehen. Mama Anna ist begeistert und spricht von einem tollen Fahrgefühl, da sie ihre Kleine immer im Blick hat und das Rad dabei sicher manövrieren kann. Außerdem schauen Mama und Kind in die gleiche Richtung und können die Welt gemeinsam entdecken. Und auch Lea-Marie macht das Ganze sichtlich Freude.
Und um die Kurve?!

Probleme gibt's nur beim Fahren von ganz engen Kurven, da Anna dann mit dem Lenker an Lea-Maries Knie stößt. Den Sitz weiter zurückstellen ist leider auch keine Alternative, da er ihr dann zu sehr den Bauch drückt. Auf die Frage, ob sie sich längere Fahrradtouren mit dem Sitz vorstellen kann, gibt Anna außerdem zu bedenken, dass sie durch den Sitz vor ihr doch sehr breitbeinig fahren muss und das auf Dauer sicher recht anstrengend wird. 

Produkt Kinderfahrradsitz WeeRide SafeFront Deluxe
Montage
Fahrgefühl
Auf- und Absitzen
Gesamtwertung 3
Fazit

Für kurze Strecken und kleinere Touren ist der Kinderfahrradsitz WeeRide SafeFront wirklich ideal. Das Kind sitzt bequem und sicher angeschnallt und der Fahrer kann das Rad gut manövrieren. City-Bikes mit großem gebogenem Lenker, auf denen man relativ aufrecht sitzt, scheinen sich am besten für den Kindersitz zu eignen. Trotz kleiner Punktabzüge: Daumen hoch!


(WeeRide SafeFront Deluxe, ca. 120 Euro über www.weeride.de)




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