Trocken werden: "Mama, ich muss mal!"

Einige Kinder brauchen beim Trocken-werden länger als andere Kinder. Warum das so ist und wie Sie Ihr Kind dabei unterstützen können.


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Trocken werden


© Thinkstock
Mit drei Jahren sind zwar einige Kinder schon „trocken“ - aber längst nicht alle. „Das Alter, in dem Kinder beim Wasserlassen die vollständige Kontrolle erreichen, hat eine beträchtliche Spannbreite“, erklärt Kinderarzt Dr. Helmut Niederhoff, selbst Vater dreier Töchter: „Die meisten Kinder lernen das Trockenwerden zwischen ihrem 3. und 5. Lebensjahr.“ 
Wann müssen Kinder trocken werden?
Wann genau die Kinder die Umstellung von der Windel aufs Töpfchen schaffen und trocken werden, entzieht sich in aller Regel dem Einfluss der Eltern. Der Grund: Kinder gewinnen die bewusste Kontrolle über ihre Harnblase erst durch Reifung des Nervensystems. „Das geschieht aber nicht von heute auf morgen“, sagt Niederhoff. Wer also versucht, sein Kind zu einem fixen und zu frühen Datum zum Töpfchen zu erziehen, wird damit keinen Erfolg haben.

Kinder müssen erst die Fähigkeit erlangen, ihren Harndrang bewusst wahrzunehmen. Dann können die Eltern es beim Gang aufs Töpfchen und später auf die Toilette unterstützen. Wann der Zeitpunkt dafür gekommen ist, signalisieren Kinder von alleine: Sie werden unruhig, laufen in Richtung Toilette, fassen sich an die Windel oder rufen „Pippi!“. Dann ist es Zeit mit dem Töpfchen zu üben.

Und wie ist das nun mit dem Kindergarten? Es ist ein verbreitetes Gerücht, dass nur die „trockenen“ Kinder aufgenommen werden. Das stimmt freilich in aller Regel nicht. Weil die Erzieherinnen selbstverständlich um die Reifungsprozesse im Kind wissen, sind sie und der Kindergarten meist auf Kinder eingestellt, die auch mit drei oder vier Jahren noch Windeln tragen.
Zeitpunkt für das "Töpfchen-Training"

Beim einen kommen diese unmissverständlichen Signale früher, etwa mit zweieinhalb Jahren, beim anderen später, mit vier Jahren oder erst danach. Von den Erfolgsmeldungen anderer Eltern, die sich über „trockene“ Sprösslinge freuen, sollte sich also niemand unter Druck setzen lassen.


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Zu welchem Zeitpunkt das Töpfchen-Training beginnen sollte und wie Sie Ihr Baby beim Trockenwerden unterstützen können.


„Es ist für alle hilfreich, wenn Eltern dem Thema "trocken werden" mit einem gewissen Maß an innerer Ruhe und Gelassenheit begegnen“, weiß Helmut Niederhoff. Sobald Kinder von sich aus zeigen, dass sie bereit sind, aufs Klo zu gehen, können Eltern es mit einem Töpfchen-Training unterstützen. „Meldet sich Ihr Kind zum Wasserlassen, und gelingt der Gang aufs Töpfchen, sollte man es nachdrücklich loben."


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