Von Prinzessin Lillifee zum Punk

Hanna, 15, liebt provozierende Klamotten und laute Punkmusik. Jetzt hat sie sich die Haare gefärbt und träumt jetzt von einem Irokesen-Schnitt. Ihre Eltern flippen aus.


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Seit einiger Zeit tönt lautstark Punkmusik aus dem Kinderzimmer, die Lieblingsfarbe der 15-jährigen Hannah ist neuerdings nicht mehr Pink sondern Schwarz. Und eines Abends erscheint sie ohne Vorwarnung mit neon-lila Haarpracht zum Essen. Sie findet’s „endgeil“, den Eltern verschlägt es vor Entsetzen die Sprache. Hannah kündigt an, sie lasse sich jetzt außerdem demnächst einen Irokesen schneiden um ihren Punk-Look abzurunden. Das ist zu viel für Hannahs Eltern, der Iro wird strikt verboten, das Abendessen endet im Gebrüll.


Haare färben Pubertät


© Thinkstock

Lösungsvorschlag


Wie die meisten Erwachsenen definieren sich auch Teenager über ihr Aussehen. Sich die Haare grellbunt zu färben, Tattoos und Piercings zutragen, zu kurze Röcke und zu weite Hosen – all das dient nicht nur dazu, sich möglichst deutlich von den eigenen Eltern abzugrenzen, sondern auch dazu, die eigene Persönlichkeit zu finden und zu definieren. Beweisen Sie Toleranz in Geschmacksfragen! Verbote hinsichtlich Kleidungsstil, Musikgeschmack oder Frisur führen nur zu Ablehnung seitens Heranwachsender und zu einem zermürbenden Machtkampf. Ihr Kind denkt „Du kannst mich mal“ und macht es trotzdem.

Was tiefgreifende und unumkehrbare Veränderungen des Körpers angeht, wie beispielsweise Tattoos oder Piercings: Hier können Sie Grenzen setzen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber und erklären Sie, welche Folgen und Nachteile sich daraus ergeben. Die Kunst besteht darin, Ihrem Kind zwar Grenzen zu setzen, aber trotzdem den Kontakt nicht zu verlieren und bei ihm Verständnis für Ihren Standpunkt zu erreichen.