Weshalb Kinder zu wenig Sport treiben


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Weshalb Kinder zu wenig Sport treiben

Also hilft nur: Weg vom Computer und Fernseher? „Der erste Schritt für eine Bewegungsförderung ist tatsächlich, den Medienkonsum einzuschränken“, rät Frank Obst. Zum Beispiel Fernsehen direkt nach der Schule oder aus reiner Langeweile. Aber Playstation, Gameboy & Co. sind nicht allein Schuld am Bewegungsmangel. „Früher eroberten sich Kinder ihre Umgebung in konzentrischen Kreisen“, sagt der Experte für motorische Entwicklung. So haben sie zuerst in der Nähe des Elternhauses gespielt, dann in der weiteren Nachbarschaft und haben schließlich den ganzen Ort erkundet. „Heute lebt das Kind auf verschiedenen ,Inseln': Wohnung, Schule, Musikunterricht, Freunde. Die Brücken zwischen diesen Inseln sind inhaltslos, weil meistens jemand das Kind fährt“, sagt Obst. Früher verabredeten sich Kinder auf dem Schulweg oder gingen einfach raus, es fand sich ja meist ein Spielkamerad in der Nachbarschaft. „Heute muss ein Kind nach der Schule erst einmal telefonieren. Und nicht immer haben seine Freunde Zeit, weil die auch einen Terminplan mit Musikschule, Verein etc. haben.“