Hebammen-Betreuung ist gefährdet: Neue Kampagne #MeineGeburtMeineEntscheidung

Hebammen sind während der Schwangerschaft, bei der Geburt und in der ersten Zeit mit Baby unverzichtbar. Durch steigende Versicherungsbeiträge müssen viele Hebammen ihren Job aufgeben.


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NEWS: Was passiert aktuell?




Update 30. April 2015:
Die Verhandlungen zwischen DHV und GKV-Spitzenverband sind gescheitert. Zwar konnten beide Parteien bei fast allen Vertragsbestandteilen einen Konsens finden, jedoch wurden sie sich beim Thema Hausgeburt einfach nicht einig. Da Hausgeburten nicht per se ein Sicherheitsrisiko darstellen, sind die Hebammen nicht damit einverstanden, dass sie künftig weitgehend als private Leistung gelten sollen. Sie sehen darin einen massiven Eingriff in die Entscheidungsfreiheit der Mütter in der Wahl des Geburtsorts und lehnen die Bedingungen des GKV-Spitzenverbands dahingehend ab.

Mit den gescheiterten Verhandlungen ist auch die Ausgestaltung des Sicherheitszuschlags weiterhin offen. Der DHV fordert vom GKV-Spitzenverband nun alternative Lösungen für den Sicherheitszuschlag - und das möglichst schnell. Denn während die Zeit verstreicht, geben immer mehr Hebammen auf, weil sie sich nicht sicher sein können, dass sie sich die hohen Versicherungskosten auch noch Ende des Jahres leisten können.

>> Aktuell hat der Verein Mother Hood eine neue Petition zur Unterstützung der Hebammen gestartet. Update 05. März 2015:
Die Hebammen gehen in die Offensive - und an die breite Öffentlichkeit. Unter dem Motto #MeineGeburtMeineEntscheidung ruft der Deutsche Hebammenverband auf, Gesicht zu zeigen und die Hebammen in ihrem Anliegen zu unterstützen. Entweder indem man Klinikfragebögen ausfüllt, Unterversorgung meldet oder sich direkt an die Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen wendet. Mehr Infos, wie Sie sich engagieren können, finden Sie auf der Kampagnen-Website. (zk)

Update 20. Februar 2015:

Keine guten Nachrichten! Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat heute die Gespräche mit dem GVK-Spitzenverband unterbrochen. Grund ist die aktuelle Forderung der Krankenkassen nach Ausschlusskriterien für Hausgeburten, d.h. die Krankenkassen wollen in Zukunft Hausgeburten unter bestimmten Kriterien nicht mehr bezahlen. Eines dieser Kriterien wäre zum Beispiel die Überschreitung des errechneten Geburtstermins. Da heutzutage aber jede zweite Frau ihr Kind nach dem ET zur Welt bringt, würden ein Großteil der Hausgeburten in Zukunft als private Leistung definiert. Frauen, die sich das nicht leisten können, wird damit die Entscheidungsfreiheit in der Wahl des Geburtsortes genommen. Martina Klenk, Präsidentin des DHV, zeigt sich entrüstet: „Seit wann bestimmen Krankenkassen über Frauen und ihre Kinder? Das ist anmaßend. Die Kassen  überschreiten  ihre Kompetenzen.“


„Wir Hebammen lassen uns von den Krankenkassen nicht erpressen. Wir verkaufen unsere Frauen nicht....”

von Katharina Jeschke, Präsidiumsmitglied im DHV

DHV und GVK konnten sich bezüglich dieser Ausschlusskriterien bisher nicht einigen, die Vertragsverhandlungen liegen auf Eis – und damit hängt auch die dringend benötigte fünfprozentige Vergütungssteigerung in der Schwebe, ebenso wie die für Juli geplante Einführung des Sicherstellungszuschlags für Hebammen.

Der Hebammenverband protestiert gegen das Vorgehen des GVK unter www.unsere-hebammen.de/meine-entscheidung unter dem Motto #MeineGeburtMeineEntscheidung. (cho)

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Update Oktober 2014:
Die Bundesregierung rund um Gesundheitsminister Hermann Gröhe arbeitet an einer dauerhaften Lösung. Kernpunkt derer soll sein, dass Krankenkassen und Pflegeversicherungen keine Regressforderungen mehr an die Hebamme und ihre Haftpflichtversicherung stellen dürfen. Konkret heißt das, dass die Hebamme und ihre Versicherung im Fall eines Geburtsschadens nicht mehr für spätere Behandlung- und Pflegekosten des Kindes aufkommen müssen. Das soll aber nur für „nicht grob schuldhaft verursachte Behandlungsfehler“ gelten. Ziel ist es, damit das finanzielle Risiko für die Hebammen-Versicherer wieder berechenbarer zu machen, sodass die Versicherungsprämien wieder sinken oder zumindest nicht weiter steigen.

Der Deutsche Hebammenverband (DHV) sieht diese Lösung als Schritt in die richtige Richtung. Allerdings reiche der Regressverzicht noch lange nicht aus. Wichtig für eine langfristige Lösung der Problematik seien vor allem die Einrichtung öffentlich finanzierter Haftungsfonds sowie Haftungsobergrenzen. (cho)


Update August 2014:
Nach langen und zähen Verhandlungen haben sich der Deutsche Hebammenverband (DHV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GVK) auf eine Übergangslösung geeinigt. Ab sofort unterstützen die Krankenkassen freiberufliche Hebammen, indem sie die ab Juli 2014 gestiegenen Haftpflichtprämien ausgleichen. Vor allem Hebammen, die weniger Geburten betreuen, profitieren davon: Sie bekommen pro Geburt einen höheren Zuschlag der Krankenkassen und können sich die Beiträge für ihre Haftpflichtversicherung damit ein bisschen besser leisten.

Wie schon gesagt handelt es sich dabei aber um eine Übergangslösung, die im Juli 2015 von dem sogenannten „Sicherungszuschlag“ ersetzt wird. Der soll noch einmal gewährleisten, dass vor allem Hebammen mit wenigen Geburten im Jahr finanziell entlastet werden. Eine langfristige Lösung ist das aber noch nicht. Der DHV fordert weiterhin die Einrichtung von öffentlich finanzierten Haftungsfonds und einer Haftungsobergrenze. (cho)


Update Februar 2014:
Momentan laufen Gespräche zwischen dem Deutschen Hebammenverband und Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Wir informieren Sie auf familie.de, wenn es neue Entscheidungen gibt.



INFOS: Warum ist die Hebammen-Betreuung gefährdet?


Frauen, die ein Kind erwarten, dürfen in Deutschland selbst entscheiden, ob sie das Baby im Krankenhaus, im Geburtshaus oder daheim zur Welt bringen. Das ist gesetzlich verankert. Faktisch besteht diese Wahlfreiheit aber nicht mehr:  Immer mehr Geburtshäuser schließen, und immer weniger Hebammen arbeiten freiberuflich als Beleghebamme im Krankenhaus oder als Begleiterin durch die Schwangerschaft, sind bei der Geburt dabei und übernehmen die so wichtige Betreuung von Mutter und Kind in der ersten Zeit daheim.

Wir haben hier die wichtigsten Fakten für Sie zusammengetragen:

Was hat es mit den Versicherungsbeiträgen auf sich?


In den letzten zehn Jahren haben sich die Beiträge für die Berufshaftpflicht fast verzehnfacht.  Im Sommer dieses  Jahres sollen die Versicherungssummen nochmals um 20 Prozent steigen. Und wie es momentan aussieht, haben die Hebammen ab Sommer 2015 gar keinen Versicherungsschutz mehr. Einige Versicherer bieten die Haftpflicht für Hebammen schlicht und einfach nicht mehr an. Und ohne Haftpflichtversicherung dürfen sie nicht tätig werden. Für freiberufliche Hebammen geht es damit momentan ums Überleben.
Was passiert, wenn es nicht bald eine Lösung gibt?

Ändert sich nicht bald etwas, werden immer mehr Schwangere keine Hebamme finden – weder als Beleghebamme für die die Geburt im Krankenhaus noch für die Geburt daheim oder im Geburtshaus. Und auch die Betreuung vor und nach der Geburt ist damit gefährdet. Hebammen können dann nur noch als Anbieter von Kursen wie Geburtsvorbereitung, Akupunktur, Babymassage etc. tätig sein. Denn hier sind die Versicherungssummen deutlich niedriger.
Wer ist betroffen?

Betroffen sind die ungefähr 3.500 Hebammen in Deutschland, die freiberuflich arbeiten. Deren Zahl hat auch jetzt schon deutlich abgenommen, viele Geburtshäuser haben bereits geschlossen. Aufgrund der gestiegenen Versicherungsbeiträge haben viele Hebammen ihre wichtigste Tätigkeit, die Geburtsbegleitung, aus ihrem Angebotskatalog gestrichen. Sie kümmern sich in einigen Fällen jetzt schon nur noch um Vorsorge, Nachsorge und bieten Kurse für (werdende) Eltern an.  
Warum sind freiberufliche Hebammen eigentlich so wichtig?

Hebammen machen einen unglaublich wichtigen Job - das kann sicher jede Mutter bestätigen, die von einer Hebamme durch die Schwangerschaft begleitet wurde. Und auch in der ersten Zeit mit Baby ist sie allermeist die wichtigste Ansprechpartnerin. Sie beruhigt, wenn die frischgebackene Mutter verunsichert ist, sie hilft bei Stillproblemen, sie hat immer im Blick, wie’s Mama und Baby geht.


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Geburtshilfe ohne freiberufliche Hebammen ist undenkbar. Sie sind ständig erreichbar und Tag und Nacht im Einsatz. Denn Babys halten sich bekanntlich nicht an feste Arbeitszeiten, wenn sie auf die Welt kommen. So ist die Beleghebamme oder die Hebamme im Geburtshaus auch zur Stelle, wenn das Baby mitten in der Nacht beschließt, auf die Welt zu kommen. Hier erfahren Sie mehr über Aufgaben und Funktion der Hebamme.
Warum steigen die Versicherungssummen für Hebammen so immens?

Die Argumente der Versicherer lauten: gestiegene Kosten. Die Zahl der Komplikationen ist zwar nicht gestiegen – dafür aber umso mehr die Behandlungskosten, wenn bei der Geburt etwas schief geht: Kranke und behinderte Kinder verursachen durch den medizinischen Fortschritt höhere Kosten, und sie leben länger. Mit Schmerzensgeld und Gerichtskosten liegen die Kosten da schnell bei mehreren Millionen. Immer öfter versuchen Krankenkassen die Schadensansprüche bei den Hebammen zurückzuholen. Die Hebammenverbände fordern jetzt eine grundlegende Neustrukturierung der Haftpflichtversicherung mit einer Haftungsobergrenze für Hebammen.

Vorbild könnte das Modell anderer europäischer Länder sein, die einen Fonds eingerichtet haben, der einen Teil des Versicherungsbeitrags für Hebammen trägt.

Ein anderer Gedanke ist, die Prämie an der Anzahl der Geburten festzumachen. Momentan zahlen alle Hebammen den gleichen Versicherungsbeitrag – egal wie viele Geburten sie im Jahr begleiten.
Wie schaut die finanzielle Situation freiberuflicher Hebammen aus?

Hebammen verdienen in der Stunde ungefähr 8,50 Euro. Netto. Die Kosten für die Haftpflichtversicherung lagen 2004 noch bei 500 Euro, ab Mitte des Jahres werden es gut 5.000 Euro sein. Und ab 2015 wird sich die Situation nochmals dramatisch zuspitzen: Im Sommer kommenden Jahres laufen die Verträge aus – und die meisten Versicherungen wollen dann gar keine Haftpflichtversicherung mehr anbieten für Hebammen.
Wie können die Hebammen unterstützt werden?


Hebammenprotest - Petition


© change.org
Vor drei Jahren waren die hohen Versicherungsprämien schon einmal ein großes Thema. Durch eine Petition, die sich übers Internet schnell verbreitete, erreichte die Hebammen-Lobby, dass die Krankenkassen die höheren Vergütungen der Hebammen übernehmen mussten. Momentan läuft wieder eine E-Petition – bislang haben knapp 200.000 unterschrieben. Wenn Sie auch unterzeichnen möchten: Hier geht’s zur Petition auf www.change.org.

Eine weitere unterstützenswerte Petition: Petition 50667

Hier informiert der Deutsche Hebammenverband darüber, wie Sie die Hebammen unterstützen können: www.hebammenverband.de

Hebamme: Wichtige Fragen und Antworten
  • 1 / 9
    Wie oft darf ich die Hebamme anrufen?

    Prinzipiell ist Ihre Hebamme jederzeit und sooft Sie wollen für Sie erreichbar. Falls Ihre Frage aber nicht zu sehr eilt, sollten Sie nicht unbedingt zu später Stunde anrufen. Fragen Sie einfach nach, bis wann Sie ohne Hemmungen zum Hörer greifen können.

  • 2 / 9
    Was zahlt die Krankenkasse?

    Die Kasse zahlt alle Vorsorgeuntersuchungen, bis zu drei Ultraschalluntersuchungen und während des Mutterschutzes einen Teil Ihres Gehalts. Weiter übernimmt sie die Kosten der Schwangerschaftsberatung, Geburtsvorbereitungskurse (nicht für den Partner) sowie Rückbildungskurse. Angebote außerhalb dieser Bereiche, z.B. den Bereitschaftsdienst der Hebamme, die Geburtshilfe durch die Wunschhebamme oder zusätzliche Kurse wie Yoga für Schwangere, zahlt die Kasse nicht. Manche Hebammen bieten jedoch günstige Tarife für die Zusatzleistungen.

  • 3 / 9
    Kontakte nutzen

    Die meisten Hebammen verfügen über ein hervorragendes Netz an Kontakten. Sie helfen Ihnen bei der Suche nach Kursen wie Babymassagen oder Babyschwimmen, sofern sie diese nicht selbst anbieten, kennen zahlreiche Ärzte, geben Bücher- und Rezeptetipps und können Sie zudem mit Müttern in gleichen Situationen (z.B. Zwillingsgeburt) bekannt machen, um sich auszutauschen.

  • 4 / 9
    Hilfe im Notfall?

    Treten während der Schwangerschaft Probleme auf, beispielsweise vorzeitige Wehen, Blutungen oder ein Blasensprung, sollten Sie sich unbedingt beim Arzt oder eben bei Ihrer Hebamme melden. Auf Wunsch kommt sie zu Ihnen nach Hause. Auch bei Problemen wie Übelkeit, Unwohlsein oder sonstigen Schmerzenkönnen und sollten Sie Ihre Hebamme schnell um Rat fragen. Klären Sie schon vorher, wer Sie betreut, wenn Ihre eigene Hebamme einmal verhindert ist. Ab den letzten vier Schwangerschaftswochen können Sie zusätzlich den so genannten Bereitschaftsdienst in Anspruch nehmen. Das bedeutet, Ihre Hebamme ist dann bis zur Geburt Ihres Kindes rund um die Uhr für Sie da. Dieser Sonderdienst kostet allerdings etwa 200 Euro zusätzlich.

  • 5 / 9
    Wenn die Wehen kommen?

    Meldet sich Ihr Baby mit den ersten Wehen an, kontaktieren Sie gleich Ihre Hebamme. Meist gibt sie erst einmal telefonisch Tipps zur Entspannung. Werden die Abstände zwischen den Wehen kürzer, kommt die Hebamme zu Ihnen und überprüft mit einem Wehenschreiber das Stadium der Geburt. Wird es ernst, begleitet sie Sie zum Geburtsort.

  • 6 / 9
    Während der Geburt

    Haben Sie sich für eine Beleghebamme entschieden, wird Sie diese in das von Ihnen gewählte Krankenhaus begleiten. Ansonsten werden Sie mit ebensolcher Sorgfalt von der diensthabenden, für Sie unter Umständen unbekannten Hebamme des Krankenhauses durch die Geburt begleitet. Bei einer Hausgeburt kommt Ihre Hebamme zu Ihnen – und bringt alles mit, was nötig ist.

  • 7 / 9
    Endlich zu Hause

    In den ersten Tagen nach der Entbindung (Wochenbett) kommt die Hebamme täglich vorbei und kontrolliert, ob mit Ihnen und dem Neugeborenen alles in Ordnung ist. Sie misst Gewicht und Blutdruck des Kleinen, gibt erste Hilfestellungen zur Nabelpflege, zum Wickeln, zum Waschen und zum Stillen. Die Hebamme nimmt sich dafür immer so viel Zeit, wie die einzelnen Mütter brauchen.

  • 8 / 9
    So wird das Baby satt

    Ob Sie stillen oder Ihrem Kind das Fläschchen geben wollen: Die Hebamme weiß Rat. Bei Flaschenkindern informiert sie Sie über die passende Milchersatznahrung. Stillenden Müttern zeigt sie die verschiedenen Stilltechniken, sagt ihnen, was bei Brustschmerzen zu tun ist, und nennt den richtigen Zeitpunkt zum Abstillen.

  • 9 / 9
    Wie lange dauert die Nachsorge?

    Bis zum 10. Tag nach der Geburt besucht Sie die Hebamme in der Regel täglich. Später je nach Bedarf – und zwar bis zu 8 Wochen nach der Geburt. Danach können Sie noch zwei weitere Termine zur Stillberatung vereinbaren. Für darüber hinausgehende Besuche benötigen Sie ein ärztliches Rezept. Einige Hebammen bieten ihre Hilfe jedoch so lange an, bis die junge Mutter gut alleine zurechtkommt – oft sogar ohne Rezept.







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Kommentare
  • Hebammenblog.de

    Vielen Dank für die Berichterstattung und den Überblick!
    Der Wind dreht sich und aus dem Hebammenprotest ist längst ein Elternprotest geworden.

    Was Eltern jetzt tun können habe ich auf meinem Blog zusammengetragen: http://www.hebammenblog.de/hebammenprotest-elternprotest-was-du-tun-kannst/