Weniger Frühgeburten dank Rauchverbot

In immer mehr Ländern gibt es Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden, in Bussen und am Arbeitsplatz. Jetzt wurde in einer internationalen Studie deren Wirksamkeit nachgewiesen: Die Zahl der Frühchen ist gesunken.


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Kein Geheimnis: Rauchen kostet Menschenleben. Nicht nur selbst zu rauchen ist ein großes Gesundheitsrisiko – auch das passiv Mitrauchen daheim, im Restaurant oder beim Warten an der Bushaltestelle ist gefährlich.
Inzwischen gibt es mehr und mehr Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden – und die sind laut einer internationalen Übersichtsstudie dafür verantwortlich, dass in Europa und Nordamerika die Zahl der Frühgeburten um etwa zehn Prozent gesunken ist. Ein weiterer positiver Effekt: Auch die Zahl schwerer Asthma-Anfälle bei Kindern hat abgenommen.


© Thinkstock

Über die Studie


Die Forscher haben elf Studien zum Rauchverbot aus den vergangenen fünf Jahren ausgewählt und nach strengen wissenschaftlichen Kriterien ausgewertet. Die Studien stammen allesamt aus Europa und Nordamerika. Berücksichtigt wurden 2,5 Millionen Geburten und knapp 250.000 Asthma-Anfälle bei Kindern. Das Ergebnis macht deutlich: Innerhalb eines Jahres gibt es durch das Rauchverbot in öffentlichen Räumen ein Zehntel weniger Frühgeburten und weniger schwere Asthma-Anfälle bei Kindern. Und auch die Zahl der Babys mit einem sehr geringen Geburtsgewicht sei gesunken.
Rauchen: Hohes Gesundheitsrisiko für Ungeborene
Rauchen ist nicht nur für uns Erwachsene gefährlich, sondern auch für Ungeborene. Jede Dosis Nikotin hat zur Folge, dass die Plazenta schlechter durchblutet wird – das ungeborene Baby wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Zu den Folgen zählen ein niedrigeres Geburtsgewicht und eine erhöhte Gefahr am plötzlichen Kindstod (SIDS) zu sterben. In späteren Jahren kann es zu Hyperaktivität und Lernproblemen kommen. Kinder, die schon während der Schwangerschaft Nikotin abbekommen haben, tragen ein erhöhtes Risiko, später selbst Raucher zu werden. Auch das Risiko in späteren Jahren an Diabetes oder krankhaftem Übergewicht zu erkranken, ist deutlich erhöht. Dabei muss die werdende Mutter gar nicht selbst rauchen – auch wenn der werdende Vater weiter qualmt steigt das Risiko von Gesundheitsproblemen.
Die Zahlen der WHO
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Zahl der jährlichen Tabaktoten auf knapp 6 Millionen. Etwa 600.000 rauchen nicht selbst, sondern sind sogenannte „Passivraucher“.

Video: Rauchen und Alkohol in der Schwangerschaft - Was schadet dem Kind?



Quellen: www.thelancet.com / www.spiegel.de



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