Sichelfuß beim Baby: Das kann man tun

Baby

Sichelfuß beim Baby: Das kann man tun

Wenn Babys mit einer Fußfehlstellung wie dem Sichelfuß geboren werden, ist die Sorge bei den Eltern groß, aber es gibt Möglichkeiten, die Fehlstellung zu behandeln.

Wenn der Vorfuß des Babys sich nach innen gedreht hat und die Fußspitzen sind nach innen gedreht, sieht das von der Seite wie eine kleine Sichel aus, daher stammt der Name Sichelfuß. In der Medizinersprache spricht man dagegen von einem Pes adductus. Jetzt muss man als Eltern nicht gleich in Panik verfallen, denn diese Fehlstellung tut erstens nicht weh und kann zweitens in den meisten Fällen behoben werden.

Sichelfuß beim Baby: Mit Massage heilen.

Sichelfuß beim Baby: Angeboren oder erworben

Es kann mehrere Gründe dafür haben, dass sich der Vorfuß nach innen gewölbt hat. Entweder ist er angeboren oder erworben durch:
Enge in der Gebärmutter: Das Baby war zu groß und hat, um Platz zu schaffen, die Füße nach innen gewölbt.
Erbliche Vorbelastung: Beide Elternteile wurden ebenfalls mit einem Sichelfuß geboren.
Zu viel Bauchlage: Das Baby hat sich in dieser Liegeposition daran gewöhnt, den Vorderfuß samt Zehen nach innen zu ziehen.

Wann wird der Sichelfuß diagnostiziert?

Ein angeborener Sichelfuß kann manchmal schon im Krankenhaus nach der Geburt diagnostiziert werden, spätestens aber bei der U3-Untersuchung zwischen der vierten und sechsten Woche, bei der die Hüften des Babys untersucht werden. Es werden dann noch Röntgenaufnahmen gemacht, um den Grund für die Fehlstellung zu erfahren, und um andere Erkrankungen auszuschließen.

Wie kann man den Sichelfuß beim Baby behandeln?

Wenn er schon im Krankenhaus nach der Geburt diagnostiziert wurde, raten die Kinderärzte zum Massieren und zeigen auch gleich, wie es geht. Hier sollte man wirklich auf die Expertise setzen und nachfragen, wie es geht. Die gute Nachricht ist, dass der Sichelfuß sich in den meisten Fällen mit der Massage und dem späteren Laufen verwächst und spätestens im dritten Lebensjahr verschwindet.

Hilft aber die Massage daheim nicht, sollte man eine Krankengymnastin aufsuchen. Eine weitere Maßnahme sind Gipsverbände, die für ein paar Wochen die Fehlstellung korrigieren können. Beginnt das Baby zu laufen, kann man mit Einlagen nachhelfen. Da die Knochen noch weich sind, lassen sie sich besser formen, und man kann von einer OP absehen.

Der Sichelfuß beim Baby bedeutet also meistens nicht, dass das Kind Hüftprobleme hat und später Schmerzen beim Gehen bekommt und anfällig für Arthrose ist. Wie bei allem sollte man aber die Füße im Auge behalten und den Kinderarzt oder die Kinderärztin fragen, damit Hüfterkrankungen ausgeschlossen werden können. Mit den entsprechenden Maßnahmen kann man dann diese Fehlstellung beheben und der Fuß wird seine sichelförmige Innenwölbung verlieren.

Bildquelle:

Getty Images

Galerien

Lies auch

Teste dich