Fastenzeit mit Familie: Sieben Wochen ohne…

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Fastenzeit mit Familie: Sieben Wochen ohne…

Dieses Jahr könnt ihr euch ernsthaft vornehmen, die Fastenzeit mit etwas zu füllen, das euch als Familie ein Stückchen weiterbringt.

Von der christlichen Fastenzeit kann man sich einiges abschauen, auch wenn man gar nicht religiös ist. Fastenzeit soll Besinnung durch Verzicht bringen und das können wir alle in diesen hektischen Zeiten gut gebrauchen. Wenn man es zusammen macht, bringt dies auch noch wesentlich mehr Motivation. Die Kinder werden es jedenfalls als Wettbewerb sehen und begeistert mitmachen, wenn ihr zusammen diese Herausforderung angeht. Und natürlich sollte es am Ende eine Belohnung geben - wie die aussieht, könnt ihr euch selbst aussuchen.

Sieben Wochen ohne: Auf etwas verzichten, aber im Endeffekt doch ein bisschen sonniger werden. Das hört sich doch gut an!

Vorschläge für die Fastenzeit mit Familie: Sieben Wochen ohne…

Hier sind ein paar Vorschläge, wie man sieben Wochen ohne etwas verbringt und vielleicht dadurch zu einem entspannteren und freundlicheren Wesen wird. Und ganz so hart wird es nicht, denn den Zuckerverzicht haben wir herausgenommen - obwohl man das auch einmal angehen könnte.

Sieben Wochen ohne zu lästern

Natürlich kann es sein, dass ihr das sowieso nie macht, aber es kann nicht schaden, wenn man seine Umgebung mal einfach netter betrachtet und nicht lästert. Nicht über Äußerlichkeiten oder Verhalten, denn es hat alles seinen Grund. Darüber könnte man sich mal Gedanken machen, warum sich die Mitmenschen so benehmen oder so kleiden oder so aussehen. Mal genauer hinschauen und erkennen, warum die Leute so ticken, wie sie ticken. Nicht so schnell urteilen. Denn man selbst will schließlich auch mit der größtmöglichen Toleranz betrachtet werden - oder nicht?

Sieben Wochen ohne negative Gedanken

Vieles, was wir über uns denken, sorgt dafür, dass wir eine Mauer im Kopf aufbauen. Positives Denken hilft im Leben. Es mag schwer sein, weil man sein Leben lang immer wieder selbst auf sich eingehauen hat, aber jetzt kann man sich bestärken und sagen: "Das wird schon klappen", "Das wird nicht so schlimm". "Das schaffe ich schon." Und dann, ganz langsam gehen die Schotten auf, das Licht dringt ein und es läuft.

Sieben Wochen ohne negative Gedanken? Was für eine Herausforderung!

Sieben Wochen ohne zu kneifen

Oh, das wird nicht einfach. Aber nehmt euch doch mal vor, sieben Wochen nicht zu kneifen. Damit ist jetzt nicht das Kneifen mit der Hand gemeint - wenn ihr allerdings Familienmitglieder habt, die gerne ihre Hände in andere Haut versenken - jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, dem Einhalt zu gebieten! Nein, es geht um mehr Mut und mehr Zutrauen und mehr Wahrheit. Auch mal den schwierigeren Weg gehen. Ängste überwinden und da kann man klein anfangen und immer mutiger werden. Probiert es aus! Es ist für euren Nachwuchs bestimmt auch toll zu sehen, dass Mama oder Papa auch Ängste haben und sie die jetzt angehen.

Sieben Wochen ohne anzusammeln

Falls ihr zu den Leuten gehört, die minimalistisch leben. Glückwunsch! Aber die Mehrzahl von uns sammelt an. Das können Klamotten, Spielzeug, Werkzeug, Kaffeetassen, Dekofiguren sein - was es nicht alles gibt und was man denkt, man muss es haben und dann verstopft es die Schränke und Regale. Also, entrümpeln und abgeben wäre vielleicht eine Idee.

Beispiele und Maßnahmen und Work-Life-Balance

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Sieben Wochen ohne Plastikmüll

Auch wenn es schwerfällt - immer an verendeten Meeresschildkröten, Wasservögel und Wale denken! Das dürfte doch eigentlich Motivation genug sein, nach Möglichkeiten zu suchen, nicht mehr so viel Plastik zu benutzen. Trinkflaschen und Trinkbecher ersetzen die Plastikwasserflaschen und Plastikkaffeebecher. Harte Seife statt Flüssigseife. Nicht Einwegiges mehr. Bambuszahnbürsten statt Plastikzahnbürsten. Es gibt so viele Sachen, bei denen man ansetzen kann. Ihr könnt es Schritt für Schritt machen und Bewusstsein schaffen.

Sieben Wochen ohne zu maulen

Auch das dürfte allen schwerfallen, aber es wäre gut, wenn die morgendliche Fahrt zur Schule nicht von Gemaule bestimmt wäre. Auch wenn man gerne jammert und vielleicht Grund dazu hat. Aber wenn man Gemaule mit Verständnis eintauscht, wäre das Miteinander doch viel netter. Oder nicht?

Sieben Wochen ohne späte Bettzeiten

Jeder Mediziner sagt es euch: Zur Gesundheit gehört Schlaf und immer mehr Kinder bekommen nicht genug Schlaf. Erwachsene auch. Eigentlich alle  - bis auf die meisten Babys, bei denen man froh ist, wenn sie länger schlafen. Genügend Schlaf, da reden wir immer noch von den acht Stunden bei Erwachsenen und zehn bis zwölf Stunden für Kinder, verbessert das Wohlgefühl und die Gesundheit, denn der Körper kann all die kleinen Reparaturprozesse in Gang setzen. Man ist ausgeruhter und konzentrierter. So kann man sich den Unwägbarkeiten des Lebens viel besser entgegenstemmen. Ein Tipp, den viele geben: Eine Stunde vor dem Schlafengehen auf elektronische Medien verzichten, damit sich die Augen entspannen. Versucht es mal.

Sieben Wochen ohne Shopping

Natürlich muss man Lebensmittel und Medikamente sowie andere Notwendigkeiten einkaufen. Aber das ist Einkaufen. Shoppen bedeutet, durch die Läden zu ziehen und sich dort drei T-Shirts zu kaufen, von denen man vielleicht eines nie anziehen wird. Unter Shoppen fällt aber auch der Einklick-Kauf im Internet - noch mehr Sachen, die man wahrscheinlich nicht braucht und die Schränke überfüllen. Sieben Wochen Beschränkung auf das Notwendigste - das bekommt ihr hin! Ganz bestimmt.

Sieben Wochen ohne Trägheit

Damit ist Bewegung gemeint, aber oft sind wir auch geistig zu träge, dass wir es nicht packen, Oma oder Opa anzurufen, obwohl die sich so darüber freuen würden. Dem Gesamtkonzept Trägheit könnt ihr mal sieben Wochen Einhalt gebieten und schauen, ob es klappt. Mehr gehen, mehr laufen, mehr Scooter fahren, mehr Fahrradfahren. Wo es geht. Ihr sollt jetzt auch nicht 50 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit fahren. Wenn ihr das schafft - Respekt.

Hier gibt ein paar Anregungen zur Fitness:

Sieben Wochen ohne Undankbarkeit

Wir sind oft ganz schön undankbar und wissen die Dinge nicht zu schätzen. Achtsamkeit ist das neue Zauberwort und so kann man sich gegenseitig sagen, wofür man dankbar ist. Dass man gesund ist oder wenn man es nicht ist, die nötige Unterstützung hat. Dass die Sonne scheint und man draußen sein kann. Ach, wir wollen euch nicht vorgeben, wofür ihr dankbar seid. Das ist eure ganz persönliche Sache.

Das sollten doch mal genügend Vorschläge sein, die man allein, zu zweit oder als Familie angehen kann. Lasst euch nicht unterkriegen, wenn es nicht immer klappt. Einfach weitermachen und sehen, wohin es führt. Hoffentlich zu einem besseren Miteinander. Und wenn es das nicht tut, wäre es auch eine Frage wert, warum es so ist. Oft steckt mehr dahinter, als man denkt. Also - auf zum Abenteuer Besinnung.

 

Bildquelle:

Getty Images

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