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"Was kostet ein Kind?" Die Antwort treibt uns Eltern den Schweiß auf die Stirn

"Was kostet ein Kind?" Die Antwort treibt uns Eltern den Schweiß auf die Stirn

Kinder sind teuer!

Wer erinnert sich an die Zeiten, in denen die Eiskugeln noch 50 Cent kostete? Mittlerweile sind wir mancherorts schon bei 1,50 € – und wir alle wissen: Kinder essen vieeeel Eis. Aber damit ist es natürlich nicht getan: Klamotten, (gesundes) Essen, Spielzeug, Lernmaterial etc. braucht es natürlich auch. Die Frage "Was kostet ein Kind eigentlich?" begleitet uns durch den Alltag, und teilweise stellen wir sie uns auch schon vor der Geburt.

Was kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr?

Die Kosten für Kinder hängen natürlich von verschiedenen Faktoren ab. Und gerade in den ersten Jahren lässt sich durch Second Hand auch viel sparen. Aber gerade beim ersten Kind will man ja doch auch alles besonders schön haben. Wer kennt das nicht?

Nicht selten ist die Frage nach einem Geschwisterchen auch eine finanzielle. Insofern ist die Frage "Wie teuer ist ein Kind?" nicht nur für Erstlingseltern von Interesse und nicht etwa nach Anschaffung der Erstausstattung abgehakt.

Es kursieren verschiedene Modellrechnungen, die auf unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen basieren. Am leichtesten nachzuvollziehen ist die des Statistischen Bundesamts, sie stellt die laufenden Konsumausgaben in den Mittelpunkt ihrer Berechnungen.

Was kostet also ein Kind im Monat? Kinder kosten demnach durchschnittlich 763 €. Damit belaufen sich die Kosten für ein Kind bis zum 18. Lebensjahr auf knapp 165.000 €. Da können Eltern schon mal kurz ins Grübeln kommen, ob ein Geschwisterchen eine gute Idee ist.

Was kosten Kinder bis zum Schuleintritt?

Das Statistische Bundesamt kommt für die Jahre bis zum Schuleintritt auf eine Jahressumme von etwa 6.200 €. Ein ganz ordentlicher Batzen Geld! Dabei handelt es sich hier nur um die laufenden Kosten für Nahrung, Kleidung, Möbel, Freizeit, Spielen etc. Die Betreuungskosten sind hier nicht enthalten! Und gerade Letzteres ist gar nicht so unerheblich.

Rechnen wir also mal kurz zusammen: Nach den ersten sechs Jahren sind wir also schon bei 37.000 €, kommt die Erstausstattung von rund 5.000 € hinzu, und die Betreuungskosten von rund 3.600 € pro Jahr. Summa summarum: 60.000 €. Abweichungen sind natürlich nach oben und unten möglich.

Was kostet ein Kind bis es zwölf Jahre alt ist?

Je älter Kinder werden, desto höher sind ihre Ansprüche an Spielzeug, Medien und Unterhaltungselektronik. Und mit steigendem Lebensalter werden auch – egal ob Junge oder Mädchen – die Klamottenwünsche anspruchsvoller. Die Kosten für ein Kind pro Monat belaufen sich dann statistisch auf 669 €. Auch hier sind beispielsweise anfallende Betreuungskosten für den Hort oder Hausaufgabenbetreuung nicht eingerechnet. Und vom Familienurlaub, wo Eltern für ihren Nachwuchs ab 12 Jahren meist voll zahlen müssen, fangen wir besser erst gar nicht an.

Sarah Plück

Ich will gar nicht so genau wissen...

... was wir Eltern mit dieser Summe machen könnten? Eine Weltreise? Aber dann hätten wir unsere wundervollen Kinder nicht. Zu sehen, wie sie aufwachsen, bedingungslos lieben und sich an den kleinsten Dingen erfreuen, ist unersetzbar und mir das Geld wert.

Wie viel kostet ein Kind im Monat bis es 18 Jahre alt wird?

Der Blick in die Statistik zeigt: Nach dem zwölften Lebensjahr werden Kinder so richtig teuer. Die monatlichen Kosten liegen dann bei durchschnittlich 812 €. Hauptgrund: Die Zeit der Kinderteller ist endgültig vorbei, Teenager haben ständig Hunger und brauchen fürs Wachsen viel, viel Essen. Und wer wächst, braucht neue Kleidung (63 € monatlich). Auch das Taschengeld und die Ausgaben für Handy etc. machen jetzt einen ernst zu nehmenden Posten aus.

Was kostet ein Kind bis zum 25. Lebensjahr?

Das lässt sich leider nicht beantworten, denn die Rahmenbedingungen gehen dann einfach sehr weit auseinander. Das eine Kind beginnt mit einer Ausbildung, bleibt aber vielleicht zu Hause wohnen. Damit fallen die Kosten geringer aus, als für ein Kind, welches studiert und auszieht.

Die einen unterstützen mit einem Nebenjob oder ihrem Ausbildungsgehalt die Eltern, andere dürfen das Geld für sich behalten.

Je größer die Familie, desto geringer sind die Pro-Kopf-Ausgaben

Das Statistische Bundesamt hat für uns Eltern aber auch eine gute Nachricht parat: Je mehr Kinder in einem Haushalt leben, desto geringer sind die durchschnittlichen Kosten für Kinder. Denn zumindest einen Teil der Grundausstattung schaffen wir Eltern nur für das erste Kind an und nutzen es dann bei jüngeren Geschwistern weiter.

Und das spart Geld: Verglichen mit den 763 € Konsumausgaben pro Monat im Ein-Kind-Haushalt, liegen die Ausgaben bei Paaren mit zwei Kindern bei „nur“ 638 € und mit drei Kindern bei 590 € pro Kind.

Unberücksichtigt: Versicherung, Betreuung, Arbeitszeit

Die Modellrechnung des Statistischen Bundesamtes umfasst nur die Konsumausgaben, nicht aber Vorsorge- und Versicherungskosten. Auch ein Studium, was die Eltern vielleicht finanzieren, fällt nicht mit in die Berechnung. Ebenfalls nicht berücksichtigt sind notwendige Investitionen wie etwa ein größeres Auto oder eine größere Wohnung.

Kindergeld, Elterngeld und Co. unterstützen Familien

Monatliche Kosten für ein Kind müssen Eltern erst mal aufbringen können. Zum Glück stehen den immensen Ausgaben für Kinder auch einige staatliche Leistungen gegenüber, die für einen kleinen Ausgleich auf dem Konto sorgen:

  • Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag
  • Elterngeld
  • Mutterschaftsgeld
  • Wohngeld für Familien: Familien mit einem geringen Einkommen können Wohngeld beantragen, allerdings nur, wenn sie nicht bereits andere Sozialleistungen erhalten, die die Wohnkosten berücksichtigen (z. B. Arbeitslosengeld II)
  • Kinderzuschlag: Außerdem können Familien mit geringem Einkommen einen Kinderzuschlag beantragen.

Nachdem wir die Frage "Was kostet ein Kind?" nun klären konnten, ist wohl klar, dass ein Kind mit seinen Kosten eine ganz schöne finanzielle Belastung ist. Aber darum geht es ja auch bei der Familienplanung nicht. Die Liebe, die wir Eltern täglich erfahren, entschädigt für (fast) alles.

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Quellen: Statistisches Bundesamt

Wie viele Kinder bekomme ich?

Bildquelle: Gettyimages/Liderina

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