Mutterschaftsgeld sorgt für Absicherung vor und nach der Geburt

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Mutterschaftsgeld sorgt für Absicherung vor und nach der Geburt

Frauen, die selbst krankenversichert sind, erhalten in den Wochen vor und nach der Geburt Mutterschaftsgeld. Wie hoch das Mutterschaftsgeld ist und wie du es beantragen, erfährst du hier: FAQs Mutterschaftsgeld.

Mutterschaftsgeld: Geld für Mütter (klingt logisch!)

Dank des Mutterschaftsgeldes kannst du die Wochen vor und nach der Geburt finanziell ganz entspannt angehen. Die Leistung der gesetzlichen Krankenkassen sorgt dafür, dass du ungefähr dein Nettogehalt gezahlt bekommst.

Wie viel Mutterschaftsgeld bekomme ich?

Das Mutterschaftsgeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Es wird (werdenden) Müttern in der Zeit des gesetzlichen Mutterschutzes - ab der sechsten Woche vor dem errechneten Geburtstermin bis zur achten Woche nach der Geburt - gezahlt. Voraussetzung ist, dass sie selbst krankenversichert sind.
Wenn Mehrlinge zur Welt kommen, wird der Auszahlungszeitraum um vier zusätzliche Wochen verlängert. Kommt das Baby zu früh auf die Welt, wird das Mutterschaftsgeld ebenfalls entsprechend länger gezahlt. Auch Frauen, die in Teilzeit oder als geringfügig Beschäftige arbeiten, haben einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Diese Voraussetzungen müssen für das Mutterschaftsgeld erfüllt sein:

➤ Die Mutter muss als Angestellte arbeiten.
➤ Die Arbeitnehmerin muss gesetzlich pflichtversichert oder freiwillig krankenversichert sein.

Wie hoch ist das Mutterschaftsgeld?

Pro Tag zahlt die Krankenkasse bis zu 13 Euro. Die Differenz zu deinem bisherigen Nettogehalt zahlt der Arbeitgeber (§ 14 MuSchG) – damit bekommst du auch in der Zeit des Mutterschutzes dein bisheriges Nettogehalt.

Für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes dient das Gehalt der letzten 13 Wochen. Fallen Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld in diesen Zeitraum, werden diese nicht berücksichtigt.

Wenn das Durchschnittsgehalt vor der Geburt unter 390 Euro lag, bekommst du allerdings nur den Anteil der Krankenkasse.

Wie wird das Mutterschaftsgeld beantragt?

Das Mutterschaftsgeld erhältst du nicht automatisch, du musst es bei deiner Krankenkasse beantragen. Du brauchst dazu eine Bescheinigung deines Arztes oder deiner Hebamme, die Auskunft über den errechneten Geburtstermin gibt. Lass dir das Attest zwei Mal ausfertigen – eine Ausführung ist für deine Krankenkasse, und eine ist für den Arbeitgeber. Tipp: Damit du das Geld pünktlich bekommst, solltest du den Antrag für das Mutterschaftsgeld möglichst frühzeitig abschicken, frühestens ist das sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin möglich.

Was ist, wenn ich privat versichert bin?

Als Privatversicherte (mit Anspruch auf Krankengeld) erhältst du das Mutterschaftsgeld nicht von deiner Krankenkasse, sondern vom Bundesversicherungsamt - und zwar in Form einer Einmalzahlung von höchstens 210 Euro. Dazu kommt dann noch der Zuschuss des Arbeitgebers, wenn du in einem Angestelltenverhältnis bist.

Was ist, wenn ich geringfügig beschäftigt bin?

Auch wenn du geringfügig beschäftigt bist, bekommst du ein reduziertes Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 210 Euro als einmalige Zahlung. Den Antrag hierfür musst du beim Bundesversicherungsamt stellen. Wenn du in der Zeit vor dem Mutterschutz durchschnittlich mehr als 13 Euro pro Tag verdient hast, hast du Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld.

Was ist, wenn ich in der gesetzlichen Versicherung familienversichert bin?

Als Familienversicherte hast du keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenkasse. Du kannst aber ebenfalls beim Bundesversicherungsamt eine Einmalzahlung beantragen. Außerdem steht dir der Zuschuss des Arbeitgebers zu.

Was ist, wenn ich als Selbstständige arbeite?

Wenn du als Selbstständige freiwillig gesetzlich versichert bist und einen Anspruch auf Krankentagegeld haben, bekommst du Mutterschaftsgeld (in Höhe des Krankentagegeldes!) von deiner Krankenkasse. Der Anteil des Arbeitgebers entfällt. Wenn du privat versichert bist, solltest du dich bei deiner Krankenkasse über eventuelle Leistungen erkundigen.

Was ist, wenn ich mich in Elternzeit befinde?

Wenn du zu Beginn des Mutterschutzes noch in Elternzeit und gesetzlich versichert bist, erhältst du ein Mutterschaftsgeld von 13 Euro pro Tag. Der Zuschuss des Arbeitgebers entfällt in diesem Fall, es sei denn, du beendest deine Elternzeit vorzeitig oder unterbrichst sie.

Wird das Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld angerechnet?

Ja! Für die Tage, an denen du Mutterschaftsgeld bekommst, erhältst du kein Elterngeld. Verhindern lässt sich das auch nicht, wenn du das Elterngeld erst für die Zeit nach Ende des Mutterschutzes beantragst.

Wenn du weitere Fragen rund um das Mutterschaftsgeld hast, wende dich am besten direkt an deine Krankenkasse.

Elterngeld

Nach dem Mutterschaftsgeld kommt das Elterngeld! Hier erfährst du alles, was du rund ums Elterngeld wissen musst:

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