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Impf-Termin steht, aber Impfausweis verloren? Das könnt ihr jetzt tun

Impf-Termin steht, aber Impfausweis verloren? Das könnt ihr jetzt tun

Corona-Impfung

Bald soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden und mehr Menschen können gegen das Coronavirus geimpft werden. Zum Nachweis der Impfung brauchen wir unseren Impfausweis. Aber was ist, wenn wir den eigenen Impfpass nicht mehr finden?

Jetzt geht das große Suchen los!

Wer an einen der begehrten Corona-Impftermine gekommen ist, muss einige Dokumente parat haben. In Berlin muss man den Impfausweis, einen ausgefüllten Anamnesebogen und eine unterschriebene Einverständniserklärung beim Impfzentrum oder in der Arztpraxis vorlegen. Zusätzlich benötigt ein Impfzentrum in Berlin einen Personal- oder Reisepass bzw. Aufenthaltstitel und ein persönliches Einladungsschreiben, in dem man zum Termin eingeladen wurde. Ihr findet euren Impfausweis nicht mehr? Das ist etwas ungünstig, aber kein Weltuntergang.

Corona-Impfung auch ohne Impfausweis möglich

Wenn ihr euren gelben Impfausweis nicht mehr findet, dann könnt ihr auch ohne diesen eure wichtige Impfung gegen Covid-19 erhalten. Der Arzt, die Ärztin oder derjenige Mitarbeiter im Impfzentrum wird euch eure Impfung auch schriftlich in einer Impfbescheinigung ausstellen. Solltet ihr euren Ausweis später wieder finden, kann euer Hausarzt die Impfung dann nachtragen.

Eltern sollten gut auf den Impfausweis ihres Kindes aufpassen. Dieser wird ihnen bei der Geburt zusammen mit dem Kinderuntersuchungsheft ausgehändigt. Am besten bewahrt ihr beides immer an einer Stelle auf und gebt sie dem Kind dann unbedingt mit, wenn das erwachsene Kind euren Haushalt mal verlässt und auf eigenen Beinen steht.

Wo bekomme ich einen neuen Impfausweis her?

Wenn ihr zu Hause alles auf den Kopf gestellt habt und den gelben Impfpass nicht mehr findet, gibt es die Möglichkeit euch einen neuen zu holen. Diesen erhaltet ihr bei eurem lokalen Gesundheitsamt oder eurem Hausarzt. Hausärzte und Hausärztinnen haben die Impfausweise meist vorrätig bzw. können sie nachbestellen. Aktuell sind diese jedoch in einigen Praxen vergriffen, weil viele Patient*innen durch die Corona-Impfung jetzt verstärkt ihren Impfausweis suchen bzw. nach neuen nachfragen.

Ab Sommer soll es dann einen digitalen EU-weiten Impfausweis geben und jede Coronaimpfung sowie alle anderen sollen dann dort nachgewiesen werden. Doch den bisherige gelbe Impfausweis soll es als Heft weiterhin geben. Der digitale soll nur eine Ergänzung sein.

Nachteile beim Verlust des Impfausweises

Auch ohne Impfausweis könnt ihr euch weiterhin lebenswichtige Impfungen oder freiwillige Impfungen verabreichen lassen. Diese werden euch in einer Impfbestätigung dokumentiert oder eben in einem neuen Pass. Doch es kann ohne Impfausweis schwierig für einen Arzt werden, festzustellen, ob euer Impfstatus vollständig ist.

Es gibt Impfungen, die müssen aller paar Jahre aufgefrischt werden. Euer Impfausweis hält diese fest und zeigt den Ärzt*innen auf einen Blick, wogegen ihr in eurem Leben geimpft wurdet. Ohne dieses Dokument wird das schwierig. Dann habt ihr irgendwann eine Zettelwirtschaft von Impfbescheinigungen. Daher solltet ihr euch unbedingt um einen neuen Impfausweis bemühen und euren Allgemeinarzt informieren. Die Impfungen dokumentieren Ärzte auch im Computer. Er oder sie kann also im neuen Impfpass dann eure Impfungen wieder nachtragen, solange ihr dort Patient*in wart.

Impfungen aus der Kindheit kann nur euer Kinder- und Jugendarzt nachweisen bzw. können dann auch teilweise gar nicht mehr nachvollzogen werden, sollten diese über 40 Jahre zurückliegen und der praktizierende Arzt diese noch gar nicht digital festgehalten haben. Bei älteren Impflingen wird es also eher schwierig den Werdegang der Impfungen bis in die Kindheit zurückzuverfolgen.

Fehlende Impfungen können nachgeholt werden

Wenn ihr kein Dokument über eure Impfungen besitzt, dann wird das meist als "nicht-geimpft" gedeutet. In dem Fall werden wichtige Impfungen wie die gegen Tetanus, Diphterie etc. dann nachgeholt. Zusätzlich sollten dann ab dem sechszigsten Geburtstag laut STIKO auch Grippe und Pneumokokkenimpfungen durchgeführt werden. Eure Ärzte empfehlen euch je nach Alters- und Risikogruppe dann bestimmte Impfungen, wenn ihr sie darauf ansprecht.

Auf der Seite vom RKI könnt ihr die Empfehlungen der STIKO nachlesen und schauen, welche Impfungen ihr bzw. eure Kinder regelmäßig haben solltet.

Quelle: Apotheken-Umschau.de, Bundesgesundheitsministerium

Impfpass gut aufgeheben

Als Kind der DDR muss ich nicht nur auf einen sondern zwei Impfausweise aufpassen. Denn als als 1982 Geborene habe ich bis 1990 noch einen anderen Impfausweis gehabt. Alle neuen Impfungen werden nun im gelben WHO-Impfausweis dokumentiert.

Vor allem, wenn man einen Kinderwunsch hat oder dann schwanger ist, wird öfter nach den bestehenden Impfungen geschaut. Daher sollte man eigentlich immer wissen, wo man den Pass hingelegt.

Um ehrlich zu sein: Ich habe aber auch schon öfter panisch meinen Impfausweis gesucht. Zum Glück habe ich ihn aber bisher immer wieder gefunden. Auf den Impfausweis meiner Tochter passe ich daher sehr akribisch auf.

Bildquelle: IMAGO / Laci Perenyi

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