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"Ponyherz": Zuhören ist der Schlüssel – bei Kindern & Pferden

Ponyherz: Peter Lohmeyer und Martha Haberland im Interview

Mit "Ponyherz" kommt endlich die erste Verfilmung der "Ponyherz"-Kinderbuchreihe von Usch Luhn auf die große Leinwand. Wir haben mit der Hauptdarstellerin Martha Haberland (sie spielt die Anni) und Peter Loymeyer (spielt Onkel Pieter) über die Liebe zu Pferden und die Dreharbeiten gesprochen.

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Was magst du an deiner Figur am liebsten?

Martha Haberland (spielt Anni): Bei Anni sieht man die Entwicklung vom Umzug bis hin zur Liebenswürdigkeit sehr stark. [Die Figur Anni ist nach dem Umzug oft wütend, später wird sie sanfter, Anm.d.Red.] Ich finde das sehr toll mit anzusehen und auch selbst zu spielen. Es hat wirklich viel Spaß gemacht, weil man dadurch vielleicht auch Seiten in sich selbst entdeckt, die man vorher noch gar nicht kannte oder gar nicht wusste, dass man sie so rüberbringen kann. Ich finde es einfach spannend und sehr interessant, das mit anzusehen.

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Gibt es auch etwas, das du an deiner Rolle nicht magst?

Ich finde, als Teenagerin ist es echt schwierig zu sagen "ich raste nicht aus" oder "ich bin immer ganz lieb". Und deswegen kann ich das natürlich verstehen wenn Anni mal austickt. Aber es gibt dann so kleine Momente, wo man sich selbst natürlich denkt, oh, das war jetzt sehr krass. Das macht dann aber auch wieder Spaß zu spielen, weil man es von sich selbst vielleicht nicht so kennt.

Peter, was magst du an deiner Rolle am liebsten?

Peter Lohmeyer (spielt Onkel Pieter): Dass sie mit Pferden in Berührung kommt, in allen möglichen Bereichen. Also sprechen, reiten, streicheln und riechen. Und ich hatte noch nie so viel mit Pferden zu tun. Das ist das Schönste an der Figur. Es war auch meine Bedingung, dass ich reiten darf.

Könnt ihr reiten oder habt ihr das jetzt für den Film gelernt?

Martha: Ich hatte schon Reiterfahrungen, ja. Ich habe mit vier Jahren angefangen zu reiten, hatte dann leider eine ziemlich lange Pause und bin jetzt durch den Film "Ponyherz" wieder zum Reiten gekommen. Ich habe jetzt wieder regelmäßiges Reittraining.

Peter: Ich konnte ein bisschen reiten, wie jeder so ein bisschen reiten kann oder vielleicht ein bisschen mehr. Ich habe es in München richtig gelernt. Da habe ich Reitstunden gehabt, in Vorbereitung für diesen Film. Und da ging das nur in München, weil ich gerade etwas anderes gedreht habe. [Mein Reitpferd] war ein ganz anderes Pferd [als das im Film], es gibt ja so viele verschiedene Pferde. Es war so ein Crashkurs und die Reitlehrerin damals meinte: "Wow. Das geht ja bei dir richtig fix."

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Als ich beim Drehen war, waren sie auch alle begeistert. Ich habe so ein Talent dafür. Das Gute ist, ich habe keine Angst vor Tieren, aber ich habe Respekt. Ich denke, genau das spüren die Tiere. Und das hat funktioniert.

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Peter, was deine Figur auch kann, ist, einen kühlen Kopf bewahren und ganz ruhig und gelassen bleiben. Wie schaffen wir das denn im Alltag?

Peter: Ja, das ist eine große Übung. Ich habe vier Kinder und ich muss sagen, ich habe bestimmt nicht alles richtig gemacht. Und ich würde wahrscheinlich jetzt als Großvater oder, wenn noch mal ein Kind zu mir kommen sollte, auf welchem Weg auch immer, vieles anders machen. Nicht nur, weil ich jetzt 20 Jahre älter bin, sondern weil man mehr Lebenserfahrung hat. Man ist wahrscheinlich auch entspannter, wenn man Dreiviertel seines Lebens schon mal genossen hat.

Wenn ich eine Mutter – meistens sind es ja die Mütter, das sind die Helden des Alltags – wenn ich die in der U-Bahn oder im Zug oder wo auch immer sehe, dann gucke ich, dass ich ihr helfen kann. Wenn Kinder anfangen, unruhig zu werden ...  Wenn sie Babys sind, und man weiß nie: hat es Hunger, was will es gerade? Und wenn sie dann anfangen zu schreien ...  Ich kenne das allzu gut, dieses Genervtsein, diesen Stress, der da entsteht.  Und es gibt auch wirklich kein richtiges Rezept. Das liegt eigentlich bei jedem Menschen selbst.

Es sind natürlich immer die Umstände. Was für einen Stress habe ich noch zu Hause? Oder welchen Stress habe ich, nachdem ich das Kind in den Kinderladen gebracht habe? Da spielt so viel mit, dass es eigentlich dafür kein Rezept gibt, außer ... Das sage ich auch immer allen Müttern oder Väter mit ihren Kindern: Wenn ihr Hilfe braucht, dann sagt es dem Nächsten, der da steht. [In Form von direkter Aufforderung:] Halt doch mal den Kinderwagen oder mach mir bitte mal die Tür auf und so.

Wir machen das viel zu wenig, zu sagen "komm hilf mir mal, nimm mir mal was ab". Man muss sich das trauen, weil alleine, boah, was für eine Arbeit! Aber was erzähle ich dir?

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Du hast in dem Film auch ein Pferd, dem du Vertrauen beibringen musst. Ich frage mich: Wie lernen wir eigentlich Vertrauen?

Peter: [Bei meiner Figur] ist das speziell. Er hat ja diese Tiere und nicht, dass man jetzt Kinder und Tiere gleichsetzt, aber er hat Lebewesen um sich herum. Und da er mit Lebewesen gut umgehen kann, kann er eben auch mit den Kids gut umgehen. Und das, was man da sieht, wie ich dann mit dem Pferd flüstere oder das Pferd beruhige, da sind natürlich am besten die Menschen geeignet, die schon in sich ruhen. Und die wissen, was sie tun. Die großes Vertrauen entwickeln können, das ist ganz wichtig.

Eine Vokabel, die für mich als Schauspieler auch immer wichtig ist: zuhören. Du musst zuhören können. Denn wenn du dem Tier nicht zuhörst, hört es dir auch nicht zu, also baust du kein Vertrauen auf. Und das ist eigentlich in meinem Job als Schauspieler das Wichtigste überhaupt, zuhören zu können. Denn nur so kannst du miteinander spielen.

Und eigentlich ist das eine Vokabel, die für alle zutrifft. Also auch für die Familie, zuhören wird viel zu wenig in den Vordergrund gestellt. Für mich steht das immer überm Bett geschrieben. So würden ganz viele Konflikte gar nicht entstehen. Ganz viel entsteht einfach immer, wenn man sich nicht zuhört.

Und das ist eben bei dem Pferd auch so. Man kann von Spüren, vom Erspüren reden. Meine Figur ist sehr sensibel. Da steckt alles drin.

Onkel Pieter lässt die Kinder aber auch einfach sein. Ich finde, das ist eine der größten Qualitäten, die Erwachsene haben können, Kinder einfach sein zu lassen. Es gibt in "Ponyherz" eine Szene, in der du die Kinder warnst, etwas nicht zu tun und dann weggehst. Da hat deine Figur totales Vertrauen.  

Ja, das ist auch was ganz Wichtiges. Das habe ich bei meinen Kindern auch immer so gemacht. Es gibt bestimmte Altersstufen, wo man Kindern mehr zutrauen kann oder weniger. Ich kenne auch Väter, die sind superängstlich, aber ich habe so ein Urvertrauen. Das muss man nicht immer ausspielen, aber es kann schon sehr gesund sein.

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Ich glaube, es ist aber auch wichtig, dass Kinder spüren, man hat selber Urvertrauen, damit sie ein Urvertrauen bekommen und in sich selbst vertrauen können.

Was ist für dich das Tolle an Kinderfilmen?

Peter: An gute Kinderfilme habe ich den gleichen Anspruch wie an Filme, die ich mir im Kino ansehe. Es muss spannend sein, es darf einen Mehrwert haben. Mehrwert heißt, oh wow, das wusste ich noch nicht, das würde ich auch gerne können ... Oder auch: Das ist aber traurig gewesen. Er muss Gefühle, Emotionen auslösen.

Ich könnte vielleicht besser beschreiben, was ein schlechter Film ist. Das sind Filme, die  Kinder auf eine Kommerzschiene schicken, damit sie etwas unbedingt haben wollen. Je nachdem, wie sinnvoll das ist. Wenn man jetzt sagt, ich möchte jetzt auch auf dem Land leben, ist das okay.

Kinderfilme müssen bewusst machen für das, was wir heute sind. Denn Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Das ist ganz wichtig. Ich finde, in jedem Kinderfilm muss was drinstecken, was ein Zeichen gibt für unsere Zukunft. Ob das Natur ist, ob das ein Umgang miteinander ist. Und Kinderfilme müssen auf jeden Fall auch lustig sein.

Also einen guten Kinderfilm zeichnet aus, wenn die ganze Familie reingehen kann. Das ist ja genau das Ding, warum Kinderfilmen funktionieren. Weil die Kids heute ja ganz früh mit dem iPhone rumdatteln und Kino oder Theater einer der wenigen Orte sind, wo das nicht passiert. Und wenn die Kinder noch jung sind, dann muss man da mitgehen.

Das Schrecklichste für mich wäre, wenn ich dann dabei einschlafen würde. Denn hinterher möchte das Kind mit mir darüber reden. Ein Kinderfilm ist dann gut, wenn er gleichzeitig ein Familienfilm ist. 

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Obwohl ich tatsächlich diesen Anspruch nicht habe, dass, wenn meine Kinder einen Film gucken, ich mich wahnsinnig amüsieren muss. Gute Kinderfilme machen für mich aus, dass die Kinder im Vordergrund stehen und ich mich nicht frage, warum da Dinge vorkommen, die für Erwachsene gedacht sind.

Peter: Ja, du hast recht. Mein Anspruch ist, ich will mich nicht langweilen. Das Wichtige ist schon, dass man mit Kindern gemeinsam Filme guckt, weil die tausend Fragen haben. Wenn sie keine Fragen haben, auch gut. Und es stimmt schon, ich muss mich jetzt nicht über die gleichen Sachen amüsieren wie die Kids. Man sollte sich nicht die Frage stellen: Haben die das jetzt extra für die Erwachsenen gemacht? Ich glaube aber, wenn was für Kids gut gemacht ist, dann finden wir das auch gut.

Martha: An Kinderfilmen ist für mich toll, dass man immer eine Rolle hat, in die man sich wirklich gut hineinversetzen kann. Also in dem Fall sind es vielleicht Anni oder Lorenz oder vielleicht Ponyherz, man weiß es nicht. (lacht) Aber man hat immer so seine Bezugsperson aus einem Film. Und über die kann man dann positive oder auch negative Sachen sehen, die man vielleicht auch an sich selbst entdeckt. Das ist etwas, was ich an Kinderfilmen sehr schätze.

Was war für dich das Besondere an den Dreharbeiten?

Peter: Das Besondere war auf jeden Fall das Reiten, das Draufsteigen, das Pferd kennenlernen, das Pferd führen, mit dem Pferd flüstern. Ich hoffe, dass wir einen zweiten Teil machen und dass das auch da wieder passieren wird. Also, dass ich wieder aufs Pferd darf. Das war das Besondere für mich.

Die Kids waren super. Was auch ganz herrlich war, wir haben auf einem Schulbauernhof in Recklinghausen gedreht. Und da waren halt auch so Schweine und das war sehr lustig. Da hat man ja im Alltag nicht mit zu tun. Ich habe keinen Bauernhof und bin jetzt nicht ständig auf dem Land. Das Besondere waren die Tiere.

Martha: Das Team. Wir hatten einen wirklich tollen Regisseur, Markus Dietrich. Es waren echt tolle Kinderdarsteller, mit den ich mich sehr gut verstanden habe und immer noch sehr gut verstehe. Dann die Pferde. Das generelle Team war eigentlich so liebenswert. Man kam jeden Tag ans Set und hat sich gefreut. Man war direkt in einer besseren Stimmung, hat sich auf den Tag, auf den Dreh gefreut, auf die neuen Szenen, die man für sich entdecken kann. Das hat den Dreh so viel spaßiger gemacht.

Andrea Zschocher

Filmkritik zu "Ponyherz"

Ich kanne die Buchreihe schon länger und war gespannt, wie die Abenteuer von Anni und Ponyherz nun aufs Kino übertragen wurden. Was ich gut finde: Auch wer noch nie von den Büchern gehört hat, wird einen schönen Film sehen. Denn es braucht keinerlei Vorwissen, um sich auf den Kinofilm einzulassen.

Die Themen, die hier behandelt werden, vom Umzug in eine neue Stadt, Mobbing in der Schule und (mangelndes) Vertrauen in andere und auch sich selbst, die beschäftigen Kinder und Erwachsene ja als Dauerthema. Tatsächlich sollten eure Kinder aber nicht zu jung sein, sie können sonst mit der gesamten Geschichte einfach überhaupt nichts anfangen.

So ab acht Jahren macht der Film auf jeden Fall Spaß und weckt den Wunsch nach einem eigenen Pferd vermutlich noch mal mehr. Und auch wenn das klingt, als sei der Film nur für Mädchen, nein, auch Jungen können und sollen sich "Ponyherz" anschauen.

Andrea Zschocher

Martha, kanntest du die "Ponyherz"- Reihe, bevor du die Rolle angenommen hast?

Martha: Tatsächlich habe ich die Bücher selbst noch nicht gelesen. Ich habe nur sehr viele positive Geschichten über die Bücher und die Hörspiele gehört. Aber selbst gelesen habe ich es noch nicht. Das kam dann erst mit dem Drehbuch.

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Wie hat es dir dann gefallen, als du angefangen hast reinzulesen?

Martha: Superinteressant. Ich fand die Geschichte schon von Anfang an ab der ersten Seite wirklich mitziehend. Die Geschichte zwischen Anni und der Freundschaft mit einem Lebewesen, die man so, glaube ich, noch nicht so dargestellt hat. Für mich war das was Neues und was Spannendes.

Wenn du dir dein Ponyherz aussuchen könntest, würde es dann aussehen wie das Pferd im Film oder ganz anders?

Martha: Ich denke, es hätte auf jeden Fall Gemeinsamkeiten mit dem Ponyherz aus dem Film. Vielleicht eine andere Art oder so ganz kleine Sachen, aber sonst würde ich auf jeden Fall auf Ponyherz zurückgreifen.

Wie war die Zusammenarbeit mit den Pferden für dich?

Martha: Ich fand es sehr entspannt. Es war auch superinteressant mit anzusehen, weil alle Pferde am Set so toll trainiert waren, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Nur durch Körpersprache wurden sie von einem Ort zum anderen bewegt oder ihnen wurden Sachen mit Körpersprache vermittelt, die sie tun sollten. Und es hat dann halt wirklich sofort geklappt. Deswegen war es nicht anstrengend oder nervig.

Anni versucht im Film ihre Eltern zu überreden, ihr ein eigenes Pferd zu kaufen. Wie überredet man seine Eltern dazu?

Martha: Oh, das ist schwierig. Ich wohne in Berlin und habe selbst auch kein eigenes Pferd. Natürlich kann man immer auf die Tränendrüse drücken, wenn das denn möglich ist. Oder man sammelt ein paar Argumente, warum es vielleicht helfen würde, ein Pferd zu haben. Vielleicht aber auch mit viel Liebe und mit Entgegenkommen. Also mal Zimmer aufräumen, Wohnung aufräumen, so was.

Deine Figur Anni muss im Film ja umziehen. Hast du Tipps, wie Kinder sich am besten an eine neue Umgebung gewöhnen?

Martha: Ich glaube, das Eingewöhnen in einer neuen Umgebung hängt viel mit den Menschen im Umfeld zusammen. Anni hatte ja quasi fast von Anfang an Lorenz an ihrer Seite, der sie dann auch durch schwierige Zeiten begleitet hat. Ich denke, diese Person kann jeder für sich selbst entdecken, damit diese Zeit vielleicht einfacher wird beim Umziehen.

Es kann auch helfen, den Sachen nachzugehen, bei denen man wirklich Spaß hat. Also bei Anni war es das Zeichnen, vielleicht ist es für jemand anderen das Tanzen oder das Singen. Und ich denke, diese Faktoren machen es einem viel leichter, sich in einer neuen Umgebung einzugewöhnen.

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Aber es ist natürlich trotzdem auch schwierig. Anni hat keinen leichten Start in der Schule, muss ganz schön kämpfen.

Martha: Ja, aber Ponyherz kommt ja auch noch dazu. Den hat sie ja auch ein bisschen an ihrer Seite. Und klar, Anni hat keine leichte Zeit, vor allem damit, sich in der Schule einzugewöhnen. Einfach dadurch, dass viel schlechte Energie und viel Negatives auf sie zugekommen ist. Und das macht natürlich alles ein bisschen schwieriger für sie.

Aber wie gesagt, dadurch, dass sie auch wirklich positive Menschen in ihrem Umfeld hatte und positive Pferde wie Ponyherz natürlich auch, kann, finde ich, das Positive das Negative immer unterdrücken und ihr somit die Chance geben, dass sie sich besser eingewöhnen kann.

Anni ist ja schon auch besonders, weil sie einfach gut mit den Pferden kommunizieren kann. Was findest du, ist das Tolle an Pferden?

Martha: Einfach die Eleganz, die Pferde haben, die Art, diese Ruhe, die sie von Anfang an ausstrahlen. Ich finde, wenn man einem Pferd begegnet, kann man das nutzen, einfach mal runterzufahren, die Ruhe zu genießen. Ich finde auch, dass das Reiten – und dass Pferde an sich – die Konzentration fördern, einfach weil sie dich deine Fehler merken lassen, vor allem beim Reiten. Aber ohne irgendwie negativ darauf zu reagieren. Und das finde ich, ist ein Faktor in Pferden, der mir persönlich sehr, sehr gut gefällt und in manchen Sachen auch wirklich gut hilft.

Hast du einen Tipp, wie das Zusammenleben mit den eigenen Eltern möglichst reibungslos klappt?

Martha: Also als Teenager ist es natürlich ein bisschen verständlich, dass man auch mal zickig wird, dass man auch mal ausrastet, das kann man ja komplett verstehen. Aber vielleicht einfach auch mal auf die Eltern ein bisschen zukommen, weil natürlich haben die es manchmal nicht leicht. Genau wie wir.

Und deswegen kann man vielleicht in manchen Sachen einen kleinen Kompromiss finden, wie man was macht, wie man aufeinander zugeht und sich somit ein bisschen ergänzt. Ich finde es ganz wichtig, dass es nicht so eine toxische Beziehung zwischen Kind und Eltern wird, dass man sich gegenseitig versteht und dass man nachsichtig ist.

Ihr könnt "Ponyherz" ab Donnerstag 24. August im Kino anschauen.

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